Corona-Deal und Umsatzboom - Die Bübchen-Story unter Katjes
Shownotes
Mitten in der Corona-Pandemie übernimmt Katjes die Traditionsmarke Bübchen von Nestlé – eine ikonische Babypflege-Marke mit über 65 Jahren Vertrauen. Was zunächst wie ein ungewöhnlicher Deal wirkt, wird zur echten Wachstumsstory: zweistellige Zuwächse, 100 % Recycling-Verpackungen und eine Hip-Hop-Kampagne, die mit klassischer Baby-Werbung bricht und im Kampagnenzeitraum 25 % Umsatzplus erzielt. Statt Wattewelt setzt Bübchen plötzlich auf Popkultur, Differenzierung und klare Markenhaltung.
In dieser Folge von Katjes packt aus geht es um strategischen Mut, Markenführung mit Verantwortung und die Frage, wie viel Experiment eine Vertrauensmarke verträgt. Wir sprechen darüber, wie man eine Traditionsmarke modernisiert, ohne ihre DNA zu verlieren und warum überraschenderweise rund 50 % der Bübchen-Kund*innen die Produkte gar nicht für Babys kaufen, sondern für sich selbst. Eine Episode über Wachstum, kreative Risikobereitschaft und die Kraft, aus einer starken Marke noch mehr zu machen.
Viel Spaß mit der Folge!
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00:00:00: Ich mag das immer nicht, diese Diskussion.
00:00:02: Der Markt ist so.
00:00:03: Warum sage ich das?
00:00:04: Weil wir sind der Markt!
00:00:05: Wir sind ja diejenigen, die entscheiden was im Markt passiert.
00:00:09: Die Masse der Mütter ist zwischen fünfundzwanzigunddreißig und ist auch mit Hip-Hop sehr vertraut.
00:00:14: Und wir wollen die ansprechen und zwar in ihrer Sprache.
00:00:17: Darum geht es uns immer.
00:00:18: Fünfzig
00:00:18: Prozent der Nutzer sind gar nicht.
00:00:20: Nutzer, die das für Babys nutzen.
00:00:23: Sondern es sind Nutzer ,die die Rezeptur so gut finden weil es sehr gut ist wenn man Probleme mit der Haut hat.
00:00:27: Wir
00:00:27: sparen auch nie an Rohstoffen ganz generell nicht.
00:00:30: Das ist einfach quatscht!
00:00:31: Unser Weg ist genau andersherum.
00:00:47: Hallo ich bin Linda Zawakis und ihr seid bei Katjes-Pakt aus.
00:00:51: Ich spreche hier regelmäßig mit den beiden Geschäftsführern über die Marke Katjes Und heute geht es um ein Produkt dass vermutlich sehr viele von uns kennen bevor wir überhaupt sprechen konnten nämlich Bübchen.
00:01:03: Und die Frage ist, warum kauft ein Frucht-Gummiunternehmen plötzlich eine Babymarke?
00:01:08: Seit Jahrzehnte gehört Bübchen zu Katjes International.
00:01:13: Ich will herausfinden, versteckt dahinter!
00:01:15: Warum machen sie das?
00:01:16: und das bespreche ich mit den beiden nämlich mit Bastian Fassin und Tobias Bachmüller und wir haben einen Gast wieder in dieser Sendung Isabel Heisterkamp.
00:01:24: Sie isst die Marketingleiterin von Bübchens.
00:01:26: Herzlich Willkommen
00:01:27: Danke.
00:01:28: So, Katjes steht für Süßwahn Ist klar.
00:01:32: Bübchen für Babypflege, warum passt das zusammen?
00:01:35: Weil jetzt
00:01:35: beides Konsumgüter und Marken sind.
00:01:37: Wir kaufen ja Firmen die gute Marken haben und aus unserer Sicht unterentwickelt sind.
00:01:45: Und in dem Fall war es so dass das ursprünglich zur Nestle gehörte.
00:01:51: Für Nestle ist zwar im Aktführer in Deutschland Bübchern aber für Nestle eine nationale Marke und daher unwichtig Ja?
00:02:00: Und deswegen haben wir das mitten während Corona gekauft.
00:02:04: Ich glaube, dass war auch ein bisschen das Glück, dass wir da wenig Wettbefärbern und in solchen Situationen kannst du meistens eben auch eher etwas kaufen was aus unserer Sicht unter Wert ist.
00:02:19: Und weil wir geglaubt haben Wir können die gleichen Techniken Marketing-Technik anwenden wie wir sie auch Sonst den Grund, so wie wir da Marken anwenden.
00:02:30: War das von Anfang an klar?
00:02:32: oder was hat sie gereizt?
00:02:33: Dass Sie gesagt haben, das wäre doch vielleicht ganz interessant für uns.
00:02:37: Also es hat uns deswegen glaube ich sofort gereizт, weil's einfach eine starke Marke ist und was ... Wir bisher auch nicht kannten Nummer einst im Markt zu sein.
00:02:45: Das standen wir auch nicht schlecht.
00:02:47: Wir sind bisher immer der Herausforderer in vielen Märkten gewesen.
00:02:52: Und das war natürlich bei Büchern schon eine besondere Situation Und ehrlicherweise, wenn man das sieht da ist ja verdammt viel auch richtig gemacht worden schon.
00:02:59: Also bübchen dieser hellblaue Ton der ikonisch ist.
00:03:05: jeder über Kinderprodukte nachdenkt er denkt sofort an dieses hellblau die Produkte haben bei Stiftung warnt erst alle mit sehr gut abgeschnitten.
00:03:16: Gut ist schon eher selten und das heißt da hat man sehr viel vertrauen auch schon wenn man so eine Marke dann in dem Fall übernimmt.
00:03:22: Und Sie haben gesagt, sie hatten jetzt Glück.
00:03:24: In der Corona-Zeit gab es wenig Konkurrenten aber wer war noch mit im Rennen und warum haben Sie dann dem Zuschlag bekommen?
00:03:32: Zwei Punkte.
00:03:33: Es waren hauptsächlich noch verblieben Private Equity Unternehmen und Überraschungen.
00:03:41: Das wollte Nisle nicht.
00:03:42: Wir haben das Werk mit übernommen, mit über hundert Leuten und die fühlten eine Verantwortung.
00:03:46: Und das Zweite, die meisten auch von den Pravidequity-Unternehmen haben dann kalte Füsse bekommen während Corona.
00:03:55: Sie müssen sich vorstellen, wir haben noch ein erstes Gespräch gehabt über die Verhandlungen.
00:04:01: Noch irgendwo im Hotel, wir schon alle mit Masken und hinterher stellte sich dann raus das ausgerechnet die beiden Berater der Verkäufer alle Corona
00:04:09: hatten.
00:04:10: Wir haben es nicht bekommen.
00:04:11: aber so und ab da war dann irgendwie alles nur noch fernmündlich Besonders.
00:04:22: Und da sind wir eben so ein bisschen auch niedereinsche Sturköpfe, dass wir dann weiter durchziehen.
00:04:28: und die anderen müssen das berichten.
00:04:29: und muss das jetzt gerade sein?
00:04:31: Ich muss reporten!
00:04:33: Die Märkte gehen runter... Die Märke bei Babypflege gehen natürlich nicht runter weil das Baby muss weiter eingekrebt werden.
00:04:41: Wer Baby hat weiß das.
00:04:44: Also Frau Heißer kam halt hier zwei Babys, musste weiter cremen.
00:04:50: Da konnte man keine Pause einliegen.
00:04:52: Ja, genau!
00:04:53: Aber das ist dann so, weil vielen Investoren... Und dann blieben zwei drei über und da waren wir sicher die, die den besten Mix geboten haben aus sozialer Verantwortung und Preis.
00:05:05: Man darf nicht sich vorstellen dass sie das dann einem schenken sondern man muss schon wettbewerbsfähig sein aber man darf nicht fahrauf sein.
00:05:13: Ich glaube uns zeichnet aus wenn man Das sieht, wir haben ja so ein gewisses Schema.
00:05:19: Wir haben von Procter eine Marke gekauft, vom Nestle eine Marge gekauft und wir haben von Henkel eine Marcke gekauft.
00:05:25: Und das sind glaube ich zwei Dinge die wichtig sind dass ein ist man braucht natürlich einen professionellen Käufer.
00:05:30: das heißt wir haben einfach ein hervorragendes Team.
00:05:33: Herr Milde und sein team die bei uns sind machen das.
00:05:36: ich sage mal so wie man das ... in London machen würde, das ist mal... Er kommt auch aus London.
00:05:44: Das ist, glaube ich, das eine.
00:05:44: Das heißt auf der anderen Seite weiß man wir verhandeln damit jemanden, der auch das Thema kann.
00:05:49: Der die due diligence, die Professionalität hat
00:05:52: und er auch das Geld hat um es mal kurz zu sagen.
00:05:54: Auch das andere glaube ich ist.
00:05:56: Man darf das nicht unterschätzen.
00:05:58: Die Konzerne wollen natürlich auch ein gutes Zuhause haben für die Markten Und für die Mitarbeiter und wollen da auch eine gewisse Ruhe.
00:06:04: Ja und wir übernehmen diese Unternehmen und in der Regel also Bei den dreien von denen ich gerade gesprochen habe, haben wir überall Mitarbeiter aufgebaut.
00:06:11: Das heißt das hat zu wachstum geführt und nicht zum Mitarbeiter die Arbeitsplätze verloren haben.
00:06:15: Und das ist natürlich auch angenehmer für so einen größeren Konzert.
00:06:18: mal was verkauft und da wird erstmal reingeschlagen und die Hälfte wird entlassen.
00:06:22: Ich weiß ja, das wünscht sich natürlich ein großes Unternehmen nicht sondern sind auch froh wenn es in gute Hände geht.
00:06:28: wo es danach...
00:06:30: Ja, wir sind einfach grundsätzlich wachstumsorientiert und nicht so die Kostripper.
00:06:36: Das sind andere!
00:06:37: Und spielt diese Nestle-Vergangenheit noch irgendeine Rolle auch für das... Im
00:06:42: positiven Sinne, im positiven Sinn.
00:06:44: Die Nestle ist ja ein Laden der auch sehr qualitätsbewusst ist.
00:06:49: Ich kann jetzt nur rüber über das Werk was wir in Soastripper genommen haben, das war well managed würde man sagen.
00:06:56: Und die Qualitätstandards waren sauber.
00:06:58: Das ist nicht immer, wenn sie jetzt von irgendeinem Mittelständler da wird manchmal ein bisschen gedreht.
00:07:03: Bei so einem Konzern nicht.
00:07:04: Die sind sauber und Nestle ist auch da sauber.
00:07:07: Es hat sich auch gezeigt als es dann darum ging die Rentenansprüche der Mitarbeiter, die ja Nestle hatten ... Auch da haben wir es geschafft zusammen.
00:07:18: Die haben ja eine eigene Pensionskasse, die Ansprüche zu übertragen.
00:07:21: Das heißt, wir zahlen heute in die Nestle Pensionsklarkasse ein für diese Mitarbeiter, die diese Ansprüchen erworben haben.
00:07:29: Das war super!
00:07:29: Das ist seriös einfach.
00:07:31: Das ist vielleicht das beste Wort.
00:07:33: Okay.
00:07:33: Frau Heisser-Kamp, was ist denn eigentlich passiert seit der Übernahme?
00:07:36: Also wie kennen alle diese blauen Flaschen und... Baby, aber es sind ja quasi ganz viele Nebenprodukte entstanden.
00:07:44: Wie erleben Sie das?
00:07:44: oder wie haben sie das erlebt?
00:07:46: Ich glaube, mit Übernahme haben wir – wie es bei Katjes üblich ist erstmal ganz stark in Kommunikation und Marketing investiert.
00:07:54: Wir haben damals gestartet mit einer Kampagne mit Sarah Connor als Markenbotschafterin aus dem Insight heraus, dass sie das Baby-Shampoo für ihre eigene Gesichtsroutine nutzt.
00:08:03: Wie es vielen Erwachsenen tatsächlich geht wenn Bübchen einmal zu Hause ist dann bleibt die Marke auch und wird dann weiterverwendet.
00:08:10: Das war ein starkes Signal an den Handel und natürlich auch an unsere Konsumenten, das wäre jetzt erst mal da!
00:08:16: sichtbar sind und dann... ist es so, wenn man ein Unternehmen übernimmt was lange Zeit einfach nicht im Fokus stand dann hat man auch ganz viele Chancen die man ergreifen kann.
00:08:28: das fällt einem da nicht zu.
00:08:29: Da muss man auch hart für arbeiten.
00:08:30: Man muss ganz viel Liebe in den Markt gestecken und dann fallen einem aber Dinge auf die man noch anders oder eben auch intensiver betreiben kann.
00:08:40: Und das haben wir gemacht und so sind verschiedenste Innovationen entstanden.
00:08:46: Wir haben stark in Kommunikation investiert.
00:08:49: Wie viel Experiment verträgt eine Marke, die auf Vertrauen baut?
00:08:54: Das Vertrauen das sich jetzt in die Marke Bübchen speziell erarbeitet hat über sixty fünf Jahre ist unser höchstes Gut.
00:09:01: Damit würden wir nicht experimentieren.
00:09:05: Unsere Herausforderung ist trotzdem dass wir auch neue Eltern in die marke führen müssen.
00:09:10: und Wenn man sich überlegt, dass man täglich ja mit Tausenden von Werbebotschaften konfrontiert ist und nur die wenigsten ankommt.
00:09:18: Dann müssen wir uns mehr erlauben als andere, müssen wir anders sein als andere um dann auch gesehen zu werden.
00:09:27: Gibt einem dieses Vertrauen als Marke mehr Freiheit oder ist es mehr Verantwortung?
00:09:32: Die man übernehmen muss
00:09:34: würde fast sagen das ist ausgewogen ist.
00:09:37: also ich glaube dass die Verantwortung extrem hoch ist Auch das Arbeiten mit Kindern und Themen rund um Kinder, weil sobald man mit Kindern arbeitet immer ganz Bilder von eigener Verantwortung oder von Instinkten geweckt werden die auch immer sofort intensive Emotionen hervorrufen.
00:10:02: Und wie gesagt trotzdem müssen wir die Marke weiterentwickeln wollen natürlich auch weil wir daran glauben Und deshalb ist es schwer, darauf eine klare Antwort zu finden.
00:10:12: Doch die klare Antworte sind und?
00:10:14: Ja!
00:10:14: Wie Vertrauen-und Freiheit?
00:10:17: Das ist die klaren Antwort.
00:10:19: Das geht?
00:10:20: Klar, das ist doch kein Gegensatz...
00:10:24: Freiheit
00:10:24: und Unfreiheit ist ein Gegensatz, aber Vertrauen in Freiheit ist eher additiv.
00:10:31: Man hat ja vielleicht gerade in Deutschland oft sehr verkauft wo man dann denkt dieses Tradition bedeutet Vertrauen.
00:10:37: und deswegen auch die Frage wie viel Experiment darf man sich erlauben um immer noch vertrauenswürdig zu sein?
00:10:43: Die
00:10:43: Qualität mit den Babys, also ich bitt sie.
00:10:46: Da haben ja auch Kinder... Ich habe auch ziemlich viele Kinder.
00:10:52: Das ist doch wohl klar, dass wir als Hersteller ... Das als allererstes sehen wir nie.
00:11:01: Ich wiederhole, nie irgendetwas.
00:11:03: machen das in irgendeiner Weise dieses Vertrauen.
00:11:08: Wir sparen auch nie an Rohstoffen ganz generell nicht!
00:11:11: Das ist einfach quatscht.
00:11:12: diese ganzen Typen die zu schwach sind, Differenzierung zu schaffen und deswegen die Preise nicht hochkriegen.
00:11:19: Die fangen dann an einen Rohstoffe zu drehen.
00:11:21: Unser Weg ist genau andersrum.
00:11:23: Trauensmarke ist ein schönes Wort und die muss weiterentwickeln.
00:11:27: Das müssen ja auch neue Verbraucher dazukommen.
00:11:30: Ich hab zum Beispiel nach der Folge, als wir über das Serene Beauty-Produkt ... Also es gibt unterschiedliche Produkte, Öle, Body Milk, Scrub
00:11:38: usw.,
00:11:39: wie gesagt, ich wusste gar nicht, dass das zu Büppchen gehört.
00:11:42: Wie stell ich mir das vor?
00:11:45: Wann sagt die Firma so jetzt müssen wir irgendwie Neue Wege gehen?
00:11:49: Und wo kriegen sie die Impulse dafür her?
00:11:52: Also ich glaube, das Unternehmen sagt nicht so jetzt müssen wir neue Wege gehen.
00:11:56: Sondern es kommt aus jedem Einzelnen heraus entweder aus der Geschäftsführungsebene aber nie als Auftrag.
00:12:04: so Jetzt ist man ein neuer Weg sondern Es ist eigentlich immer die Idee, die im Fokus steht und wenn die Idee gut ist Dann gehen wir einen Weg.
00:12:13: Ich glaube, was bei Bübchen etwas anders ist als bei Katjes ist das diese Kategorie viel mehr Vielfalt hat.
00:12:19: also wenn man sich mal den Fruchtgummimarkt anschaut da gibt es zwei drei Player ein natürlich der Besonderes Gutes und das sind wir.
00:12:28: und dann gibt's hier in dem anderen Segment Gezeit viel mehr Marken.
00:12:32: Und ich glaube, das ist auch das Tolle an Bübchen im Gegensatz zu Katjes.
00:12:36: Dass man mit einer neuen Idee sofort in ein neues Segment gehen kann und das ist für uns auch eine neue Situation.
00:12:43: Ich glaube, die Frau Heissekamp hat einen großartigen Job gemacht, hat die Marke weiterentwickelt.
00:12:47: Wir wachsen, hat dann ne neue Altersgruppe angesprochen mit der Pokémon-Lizenz und hat das Bübchern.
00:12:54: Irgendwann kamen wir gleich nach, ah, wir können mit Serene David... zurzeit noch mal eine ältere Zielgruppe ansprechen und wir können aber gleichzeitig mit Bahneken wiederum ganz anderes Thema ansprechen, weil da geht es beispielsweise um das Thema Cold Cream was im Winter großartig ist, weil's die Haut schützt vor dem Trocken werden.
00:13:12: Das ist sozusagen
00:13:12: diese norwegische Creme?
00:13:15: Genau,
00:13:17: Skandinavisch,
00:13:18: ursprünglich aus Schweden.
00:13:19: Und das ist glaube ich so toll dass diese Marken nebeneinander existieren können in diesem Segment.
00:13:25: Ja, da eine Vielfalt ist weil jedes Produkt einen spezifischen Nutzen hat und das ist für uns ganz neue Chance dass dadurch viel aus der eigenen Mannschaft.
00:13:35: Aber auch eben von anderen Quellen kommt, um der Wachstum reinzubringen.
00:13:40: Gab es denn bei der Zusammenarbeit irgendwas, was dir überrascht hat?
00:13:44: Was dir so vorher nicht gedacht haben?
00:13:45: oder gegenseitige Lerneffekte?
00:13:47: Was hat Katjes von Bübchen gelernt und Bübchern von Katjes?
00:13:50: Gibt's da was?
00:13:51: Also ich weiß nur einfach, dass wir immer sehr an dem Thema Verpackung bei Katjes gearbeitet haben.
00:13:55: Es ist ja mal ein Riesenthema.
00:13:56: man hat die Packungen und Plastik und Papier und das gibt alles.
00:14:00: Und am Ende ist diese ganz dünne Plastikverpackung immer noch bei Fruchtgummi das Beste und Effektivste.
00:14:06: Aber da haben wir uns Jahre schon in Beschäftigung damit, dass...
00:14:09: Weil Frucht-Gummi ein Wasseranteil hatte.
00:14:12: Ja, es freuchte es.
00:14:13: Genau!
00:14:13: Wenn man jetzt eine Papierverpackungen nehmen will dann müsste er hinten auch ne Folie, dann wäre das ein Sondermüll.
00:14:17: Das trocknet's
00:14:17: aus,
00:14:17: oder?
00:14:18: Genau, genau.
00:14:20: Bei Bübchen weiß ich, wir haben die Marke bei Normen dabei die erste Frage auf was können wir mit der Verpackung machen?
00:14:25: Und dann hieß es erst mal, ja ist ganz schwierig und das geht nicht.
00:14:28: Und ich glaube ein halbes Jahr später war das ganze Sortiment umgestellt auf Hundert Prozent Recycling Material so.
00:14:35: Ich glaube bei uns war immer dieser Wille unbedingt da was zu machen.
00:14:38: Bei Katja ist deswegen Kammel bei Bülbchen und da war sofort der Gedanke können wir das da dann nicht machen?
00:14:44: Da hat das großartig geklappt.
00:14:46: Da würde ich sagen, dass ist ein Learning was wir
00:14:48: hatten.
00:14:49: Wie sehen denn seit der Übernahme Wie sehen die Zahlen aus?
00:14:53: Bülpien ist steil nach oben gegangen.
00:14:54: Kann man so als Leihl mal kurz zusammenfassen, oder?
00:14:57: Ja also wir haben das Glück dass wir tatsächlich jährlich wachsen und in Summe auch stärker als der Markt.
00:15:05: von daher darf es so weitergehen ja.
00:15:07: Es gibt ja nicht mehr Kinder.
00:15:11: Aber ist sowas dann tatsächlich ein Thema mit dem man sich auseinandersetzt?
00:15:14: und ist es umso wichtiger dass man so Serene Beauty hat um den um das Sortiment zu erweitern?
00:15:19: Also
00:15:19: am stärksten... Scherenbüte ist nochmal ein Extrathema, wächst natürlich von null auf fünfzehn oder zwanzig Millionen.
00:15:26: Ist schon ganz gut!
00:15:28: Aber hier ist es so dass das auch im Jahr so... Zwei Prozent
00:15:34: Begebotenrate geht um zwei Prozent runter?
00:15:36: Ja aber unser Wachstum ist so bei zehn, zwölf Prozent jedes Jahr.
00:15:42: Das ist schon ganz good.
00:15:44: Also, dass die Gebotenrate... Nein!
00:15:46: Wir berechnen gar nichts vorher ein.
00:15:48: Wir wollen wachsen.
00:15:49: Das können ja vor allen Dingen an eine Gebotennrate schwierig
00:15:53: was ändern.
00:15:53: Aber das macht man sich über
00:15:55: so etwas Gedanken?
00:15:56: Dass die Gebotenrat also macht man ... spielt sowas ne Rolle oder ist sowas egal?
00:16:00: Die Kinder, die da sind, die müssen wir halt versorgen und
00:16:02: ich mag das immer nicht.
00:16:04: diese Diskussion der Markt ist so.
00:16:06: Es gibt es unheimlich häufig, dass jemand sagt Ja, der Markt is minus zwei Prozent.
00:16:09: Also bin ich ja super weil ich bin minus einen Prozent.
00:16:12: Warum sage ich das?
00:16:13: Weil wir sind der Markt.
00:16:15: Wir sind ja diejenigen, die entscheiden was im Markt passiert.
00:16:19: Wir können den Markt für Anzahl Kinder nicht beeinflussen.
00:16:23: aber wir können natürlich die Formen der Nutzung, wir können neue Produkte anbieten und das ist bei Bieschen auch glaube ich vorher auch nicht bekannt gewesen.
00:16:31: Fünfzig Prozent der Nutzer sind gar nicht!
00:16:34: Nutzer, die das für Babys nutzen.
00:16:36: Sondern es sind Nutzer die die Rezeptur so gut finden weil sie eben viele Ärzte der Matologen empfehlen beispielsweise Bübchen.
00:16:43: Weil es sehr gut ist wenn man Probleme mit der Haut hat.
00:16:46: Was Babies
00:16:47: vertragen?
00:16:48: Vertreifertragend!
00:16:50: Insofern
00:16:51: wachst du doch.
00:16:52: Und das war.
00:16:52: auch glaube ich vorhin das Beispiel mit Sarah Connor.
00:16:55: Ja, die hat Kinder ja verwendet das auch für die Kinder aber sie verwendete sich selber weil's einfach gut für ihre Haut Und hat es auch effektiv in der Zeit verwendet, das war natürlich dann auch schön.
00:17:07: Daher glaube ich diese Grundansage immer – Der Markt ist so!
00:17:13: Das finde ich die schlimmste Ausrede, die es gibt weil du bist der Markt und entscheidest was der Markt macht.
00:17:19: Du machst deinen Markt und daran kannst du dich messen lassen dass du selber wächst aber nicht im Vergleich zu.
00:17:26: Und dann müssen wir natürlich über einen Werbespot sprechen, der ja auch aus dem Baby-Universum doch ein bisschen revolutionär war.
00:17:34: Super sanft.
00:17:35: alle die jetzt denken hey was ist das?
00:17:37: Da waren oder da sind Kinder zu sehen, die sehr erwachsen inszeniert sind so mit Hip Hop Sound und also ich würde sagen so ein klassischer Bruch zu normaler Baby Werbung, wo man kleine Babys schaukelt auf Federn und Süß.
00:17:56: Warum war dieser Bruch gewollt?
00:17:59: Warum wollte man extrem dagegen vorgehen?
00:18:02: Weil wir klassisch für absolut nicht wirkungsvoll erachten ... Wenn man klassische Baby-Werbungen macht, dann heißt das ja auch, dass es andere genauso machen.
00:18:13: Und damit können wir uns nicht differenzieren.
00:18:16: Zudem wollten wir ... Unterhalten, Abstand nehmen von genau den Bildern die du gerade beschrieben hast.
00:18:22: Von dieser Wattewelt aber auch von all dem Sorgen vollen was da immer mitschwingt.
00:18:29: Wir haben die beste Qualität.
00:18:32: darauf können sich unsere Verbraucher verlassen.
00:18:34: wie Herr Bachmüller schon sagte es ist ein großes Vertrauen in die Marke vorhanden und deshalb haben wir den Mut gehabt einfach zu unterhalten leicht dazu kommunizieren.
00:18:47: Und was sollte damit transportiert werden, wenn ich sozusagen Babys als Erwachsene inszeniere?
00:18:52: Ja.
00:18:53: Also im Fokus stand nicht das Babys Wachsen inszeniert werden sollten sondern das Thema Supersanft.
00:18:59: Das ist eine Klammer die für uns eine Möglichkeit bietet ein Erinnerbar zu sein.
00:19:07: Wir haben extrem viele unterschiedliche Qualitätsmerkmale wie zum Beispiel die Ökotestauszeichnung, wir nutzen statt Mineralölparafinen also die Fette nur nährende öle natürlichen Ursprungs.
00:19:20: Wir werden von Hebammen und Ärzten empfohlen.
00:19:23: Wir sind sogar für Neurodermitika geeignet aufgrund der Sanftheit.
00:19:27: aber all das sind Fakten, die man in Summe schwer einem Verbraucher transportieren kann.
00:19:32: und so nehmen, wir den Begriff super sanft.
00:19:34: Und laden ihn dann entsprechend mit diesen Fakten
00:19:36: auf.".
00:19:37: Das stand im Fokus!
00:19:39: Super sanft ins Ohr zu bekommen?
00:19:43: Wie kann man das?
00:19:43: leichter als mit dem Massenphänomen Hip-Hop?
00:19:46: Dass eben auch ein Popkulturellen Zeitgeist anspricht, den gerade junge Eltern... ... sehr gut nachvollziehen können.
00:19:54: Und
00:19:54: viele haben einfach noch so ein Bild von Müttern, das so ein bisschen aus Heimatfilmen stammt.
00:19:59: Ja?
00:20:00: Die Masse der Mütter ist zwischen twenty- und fünfdreißig.
00:20:03: Ist auch mit Hip Hop sehr vertraut!
00:20:09: Wir wollen die ansprechen, und zwar in ihrer Sprache.
00:20:11: Darum geht es uns immer.
00:20:13: Wir wollen nicht hier so einen Heimatfilmeposter liefern, sondern wir wollen... In der Ansprache so sein, dass das auch auf Instagel gesehen wird.
00:20:26: Und nicht gleich der Daumen hoch geht und sagt oh Gott!
00:20:30: Wir sind hier nicht die Bundesgesundheitszentrale sondern wir wollen Leute
00:20:35: auch
00:20:36: fröhlich ansprechen und trotzdem die guten Eigenschaften eben die super sanfte was eben auch dafür ja sorgt dass jeder das benutzen kann.
00:20:44: das wollen wir rüber bringen.
00:20:45: aber Aufmerksamkeit stark und nicht öde.
00:20:48: Das ist ihnen ja gelungen, also die war ja sehr aufmerksam kaltstark sie hat provoziert sind ja auch einige älteren gewesen die das nicht so lustig fanden.
00:20:59: haben Sie diese diesen Schützdom kann jetzt nichts sagen.
00:21:02: aber haben Sie das bewusst in Kauf genommen?
00:21:06: dass es sozusagen auch kritische stimmen gibt?
00:21:08: Wir polarisieren glaube ich nicht zum selbst Zweck kann man vorweg sagen.
00:21:14: Ich glaube, man muss mutig sein und man muss das in Kauf nehmen um sich abzugrenzen oder zu differenzieren von anderen Marken.
00:21:24: Am Anfang der Kampagne stand das Bild der Giraffe.
00:21:26: Das hatte Herr Bachmüller reingegeben.
00:21:28: Das fand ich sehr eindrucksvoll.
00:21:31: und Giraffe deshalb weil sie absolut unverwechselbar ist.
00:21:36: Und wenn man ein Kind fragt mal mir mal bitte eine Giraffe dann ist es sehr sicher, dass man eine Giraffe erkennt.
00:21:42: Und dazu ist sie nicht laut, sie ist nicht aggressiv, sie is super sympathisch und unterhaltsam.
00:21:48: Genau das wollten wir auf unsere Kampagne übertragen.
00:21:50: Ich möchte mal sagen, das ist einer der besten Kampagnen die wir in der Gruppe letztes Jahr entwickelt haben.
00:21:56: also erst einmal ein großes Lob an Frau Heisterkamp.
00:21:59: kann noch jedem, der das gerade hört einfach sagen ich weiß nicht ob das jetzt gut ist für unsere Follower.
00:22:04: alles aber geht jetzt mal auf YouTube.
00:22:06: schaut euch mal bübchen super sanft das Video an.
00:22:08: Das ist einfach erstmal großartig und wenn man das gesehen hat, versteht man glaube ich dieses klassische Bild.
00:22:15: Wenn man über Baby-Champo oder ähnliches und da denkt man ja über Mama, Kind ... Und im Grunde so eine Welt die im Grunden so wegdattelt.
00:22:24: Die interessiert ja gar keinen und da kann man auch die Kommunikation lassen Und das ist eine so großartig unterhaltende Form, dass man einfach da sitzt.
00:22:35: Man muss grienen und freut sich.
00:22:37: Man sieht diese Kinder in dieser Hip-Hop-Welt – es ist ja super cute und auch super überraschend!
00:22:44: Das ist eigentlich das Wunderbarste.
00:22:46: Gleichzeitig schafft man's den Kern USP des Artikels mit dem Supersampf durch das Hip Hop, durch die Welt oder durch die Bubbles, die da durch die Gegend mit einem Kind was ne coole Kette um den Hals hat.
00:22:58: Also es ist, ich würde sagen in dieser Welt fast kann man sagen Werbegeschichte.
00:23:04: Und trotzdem würden Sie sagen wo verläuft die Grenze zwischen provokant?
00:23:10: Und problematisch.
00:23:11: Ja, es ist ja gar nicht provokant.
00:23:12: also ich meine jeder der Kinder hat.
00:23:14: Ich weiß nicht die welt in der vielleicht viele in der werbung die kinder sehen die gibt es doch gar nicht.
00:23:19: Ja mit den kindern macht man quatsch man ist im sandkasten und man Also meine kinden haben viele bilder mit die nicht werblich waren Wahrscheinlich erzeugt und das ist so mein dass eine kin sitzt da auf so einem plastik auto.
00:23:33: ja wie So ein cooler gangster.
00:23:35: ja ich meine jede weg Kennt, dass es diese Plastikautos auch in den Gärten gibt wo die Kinder voller Steuern.
00:23:40: Das sind ja alles Motive, die die Kinder selber cool finden!
00:23:43: Es ist nicht ein Motiv von einem Kind reingesteckt wird sondern eher Motive die man sogar gelernt hat.
00:23:50: In dem Wasser mit den Bubbles auf diesem Auto.
00:23:53: also ich finde das ist nicht eine unnatürliche Welt.
00:23:56: Ich glaube was die Überraschung ist ist, dass sie plötzlich zu Hip Hop werden und das ist großartig.
00:24:02: Kinder machen auch Spaß Ob das mal klar zu sagen.
00:24:06: Die machen
00:24:06: den Eltern Spaß, die machen auch für sich selber Spaß und das wird da glaube ich deutlich gemacht.
00:24:12: Das Wichtigste und das möchte ich sagen ist aus dem einerlei der Werbung rauszukommen und das ist wahnsinnig schwer.
00:24:21: Also Werbeblock auch für unsere Agentur Antoni?
00:24:24: Ja also das ist ausgesprochen schwer und da gehört Mut zu.
00:24:28: Weil natürlich diese reingewaschenen Kampagnen, die wir immer sehen, die kann man sich leisten wenn man hunderte von Millionen in Werbebudget steckt.
00:24:35: Das tun wir nicht!
00:24:36: Wir geben kleinere Werbebudgets auf die Marken aber dafür ist die markenwerbung einfach ein bisschen eckiger und auffällig ein bisschen kreativer, möchte ich sagen.
00:24:45: Und das ist bei der Supersammkampagne vom Bübchen.
00:24:48: Ich muss sagen außergewöhnlich bin ich total stolz auf dieses Team.
00:24:54: Ja, ich guck mir die auch jedes Mal wieder gerne an.
00:24:55: Das ist auch so ein Zeichen für Werbung.
00:24:57: Es gibt so Werbung, die hat man zweimal gesehen und dann hat man sie.
00:25:00: durch diese Werbung kann man
00:25:03: abschließend wo sehen Sie Bübchen in fünf Jahren?
00:25:07: Und dürfen wir uns auf neue kreative Produkte freuen?
00:25:12: Absolut immer!
00:25:16: Ich sehe den Weg im Grunde so weiterentwickelt wie wir ihn angefangen haben.
00:25:24: Mein Ziel ist es mutig zu bleiben, aber auch sensibel für eben diese ganzen Emotionen die Eltern sein mit sich bringt.
00:25:33: Und deshalb hoffen wir einfach dass das genau so weiterläuft wie wir jetzt die ersten ja fast fünf Jahre gestartet haben
00:25:39: und an sie beide gibt's gibt's einen Learning aus dieser Zusammenarbeit?
00:25:43: Das Learning is... nochmal ein persönliches Thema.
00:25:48: Sie haben zwei Kinder, gut dann sind wir hier am Tisch mit vier Leuten und zwölf Kindern.
00:25:56: so das heißt eine gewisse Grundverständnis ist da.
00:26:02: Kinder machen Spaß und machen auch selber gerne Spaß, das kommt darüber.
00:26:07: Witzigerweise wurde es bisher in der Werbung für Babypflege überhaupt nicht realisiert.
00:26:16: Wir tun das und wir merken – und das ist das Learning -, dass es vielen Müttern offensichtlich so geht, dass sie das genauso sehen.
00:26:24: Ja, für mich war das größte Learning!
00:26:28: Also ich war sehr überrascht, dass fünfzig Prozent der Verwender vom Bübchen das nicht für ihre Kinder kaufen.
00:26:33: Sondern für sich selber war.
00:26:34: einfach die Rezeptur so schonen für die Haut ist und das fand ich schon selber eindruckend.
00:26:39: Es war für mich an sich eher eine Babymarke und hab da was plötzlich gehört ja es ist ne Babymarkel aber es ist auch der matologische Marke wenn man zu sagen darf.
00:26:48: Dann kann ich nur sagen, Frau Heisserkamp.
00:26:50: Vielen Dank für den Besuch, dass Sie da waren!
00:26:52: Vielen Dank Herr Fassin, Herr Bachmüller wie immer sehr spannende Einblicke.
00:26:55: vielen dank liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer fürs ja zuhören und erzählt gerne weiter das es uns gibt, dass es unseren Podcast gibt.
00:27:05: lasst uns am besten gleich noch eine Bewertung dar.
00:27:08: ihr könnt wie immer Fragen stellen unter der Spotify-Folge.
00:27:12: Ihr könnt sagen was ihr doof handelt oder auch gerne loben.
00:27:16: Immer her damit und dann hören wir uns gerne in zwei Wochen wieder bei Katties Pakt aus.
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