Zähneputzen neu gedacht - Wie Katjes mit Theramed den Markt aufmischt
Shownotes
Warum kauft ein Süßwarenunternehmen eine Zahnpasta-Marke? In dieser Folge von Katjes packt aus spricht Linda Zervakis mit den Katjes-Geschäftsführern Bastian Fassin und Tobias Bachmüller sowie Martin Kemper, CEO der Bübchen-Gruppe, über die Übernahme von Theramed.
Es geht um die Frage, wie scheinbare Gegensätze zusammenpassen, warum Katjes sich nicht über Branchen, sondern über Marken definiert und weshalb Zahnpasta für das Unternehmen strategisch genauso relevant ist wie Fruchtgummi. Die Gesprächspartner erklären, wie der Zahnpastamarkt funktioniert, warum Differenzierung entscheidend ist und welche Rolle das 2-in-1-Prinzip aus Zahnpasta und Mundspülung spielt. Außerdem sprechen sie über Nachhaltigkeit, Innovationen im Drogeriemarkt und darüber, warum Markenentwicklung Zeit braucht und trotzdem konsequent sein muss.
Viel Spaß mit der Folge!
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00:00:00: Der Zahnpasta Markt an sich... ist halt ein Riesenmarkt in Deutschland.
00:00:04: Nebeneinander gehalten, Katjes Kinder, der Grütz und daneben eben die Zahnpasta.
00:00:09: da haben wir drunter geschrieben von der dunklen Seite auf die helle Seite der Macht fand ich großartig!
00:00:15: Wenn auf der Welt von drei Unternehmen jede zweite Zahnbuster verkauft wird dann führt das zu einem gewissen Sättigungseffekt dieser Unternehmen.
00:00:24: wenn da so ein kleines neues Familienunternehmen als New Kids On The Block dazukommt ist das für den Markt gut dass da ein bisschen mehr wieder passiert.
00:00:47: Willkommen bei Katjes Pakt aus, mein Name ist Linda Zawakis und heute geht es um einen Thema, das man im Katties Universum jetzt vielleicht nicht so sehr vermuten würde – es geht um Zahnpasta!
00:00:58: Warum ein Süßwaren-Unternehmen plötzlich Zahnpasta macht und wie das zusammenpasst?
00:01:04: Und was das auch irgendwie aussagt über die Marke.
00:01:06: Darüber spreche ich mit den beiden Geschäftsführern, Bastian Fassinis hier, Tobias Bachmüller.
00:01:10: Wir haben den CEO der Bübchengruppe wozu Theramet gehört.
00:01:15: Darum geht es nämlich Martin Kemper.
00:01:17: Ich sage mal herzlich willkommen!
00:01:18: Hallo!
00:01:20: Direkt zum Einstieg natürlich Fruchtgummi macht die Zähne kaputt, Zahnpasta rettet.
00:01:25: Beides gehört zu Katjes – wie erklärt man das ohne Rot zu werden?
00:01:29: Ich finde am besten als Managermagazin, dass er erklärte, als wir das akkuliert hatten von Henkel nebeneinander gehalten also auch die Katjes-Kinder, also schwarz Lagritz und daneben eben die ZahnPasta und haben drunter geschrieben von der dunklen Seite auf die helle Seite der Macht.
00:01:48: Fand ich großartig, ja?
00:01:50: Habe ich auch sofort geliked!
00:01:52: Ja so ist es zu erklären.
00:01:53: aber im Ernst ist es dadurch zu erklären unsere Strategie ist eigentlich direkt branchenunabhängig.
00:01:59: Aber wir kaufen nur Marken Und nur Konsumgüter marken und nur in Westeuropa.
00:02:05: Aus unserer Sicht haben wir damit eigentlich ein unheimlich ausgeglichenes Modell, weil wenn nicht von einzelnen Rohstoffen abhängig sind aber immer die gleiche Technik ungefähr anwenden, wenn wir eine Marke übernehmen.
00:02:17: Trotzdem muss man das ja irgendwie auch nach außen hin transportieren.
00:02:20: Es sind ja nun zwei gegensätzliche Welten... Was war der Impuls zu sagen?
00:02:24: Das Gegensätzlige kommt nur, wenn man sich immer nur auf die Zutaten konzentriert sind.
00:02:32: ganz simpel.
00:02:32: Wir kaufen einfach Marken, in denen wir mehr Potenzial sehen.
00:02:36: im Grunde sind wir Neudeutsch Value Investoren in Marken.
00:02:40: ja also aber wir bleiben nicht in einer Branche bleibt.
00:02:46: Unser großes Vorbild war und baffelt ja auch nicht.
00:02:49: Sondern wir gucken immer, was ist andervaluert?
00:02:52: Aber konzentrieren uns nur auf Marken.
00:02:54: Und in dem Fall Konsumgütermarken.
00:02:56: Hier war es noch besonders leicht, weil das Konsum-Güter-Marken in Deutschland sind.
00:03:00: Da kennen wir die Kunden, auch wenn das ein anderer Einkäufer ist, aber die gesamten Vertriebsstrukturen sind uns vertraut.
00:03:07: Warum wollten Sie ausgerechnet in dieses Spannungsfeld rein?
00:03:10: Man kann sich auch etwas Einfacheres aussuchen.
00:03:13: Wie gesagt, das nach
00:03:13: außen hin.
00:03:15: Das hat sich ein bisschen ergeben.
00:03:16: Der Grundgedanke der Bachmühleansprache, vielleicht kann man den noch mal einmal betonen... Es ist ja so wenn man Anlagen macht dann kauft man ja auch nicht eine Aktie sondern kaufen Portfolio an Aktien und letztlich übertragen wir das auf das Unternehmen und wir kaufen Portfoglio an Marken.
00:03:31: Warum man jetzt speziell zu Theramit kam bei uns war es so Wir hatten schon im Segment der Drugerin Sowohl die Dalman-Salbei-Bombons als auch die Vekusten-Bombons.
00:03:44: Und dadurch hatten wir zu diesem Kanal schon einen Kontakt und Bübchen hat man ja auch durch diese Nähe zu dem Kanal ist es dann im Grunde so, dann macht das nicht so viel aus ob man etwas dazu packt auf die Palette was man sowieso liefert.
00:03:58: Aber da muss ich mal nachfragen wie meinen Sie das mit Kanal?
00:04:00: Also was haben jetzt die Bombons?
00:04:01: Genau
00:04:01: man muss ein bisschen unterscheiden.
00:04:02: also wenn man ein fruchtgummiklassisches Fruchtgummi nimmt Das wird beim Edeka bei der Rewe verkauft.
00:04:08: Wo hingegen, wenn man jetzt einen Shampoo kauft und eine Zahnpasta dann geht man eher zu Rossmann oder geht es zu DM.
00:04:14: Und daher sind das ein bisschen im Markt verschiedene Kanäle wird.
00:04:19: der Vertrieb ist ein bisschen anders man stellt eine andere Rechnung... ...und vor dem Hintergrund ist es eher eine Kanalstrategie wo wir an die Produkte noch weitere angeschlossen haben.. ..und dann ist es egal ob es eine Zahnenpasta ist ,ob es ein Shampoo ist, ob es ein Bombon ist.
00:04:36: Den Händler interessiert dann natürlich die Rotation und die Marge.
00:04:39: Und das Produkt ist ihm am Ende
00:04:42: egal.
00:04:42: Herr Kemper, also wofür stand Terramit früher?
00:04:45: Und jetzt nach der Übernahme, woför steht es jetzt?
00:04:48: Terramith ist im Grunde eine etwas eingestaubte Marke gewesen damals und wir wecken diese Marke jetzt neu auf was ... im deutschen Zahnpastamarkt halt eine Alleinstellung hat, aufgrund seiner ... ... antibakteriellen Mundspülungen.
00:05:09: Das es hat.
00:05:09: und damit setzen wir den Fokus ganz klar... ... auf das Deo für den Mund was in Grunde zwei Schritte nämlich... ... Zahnpasstermundspülung in einem Verein und damit auch einen gewissen Convenience-Gedanken bedient des Kunden.
00:05:20: Ja man muss ja sagen der Markt ist ja an sich weltweit ein Markt,... ...der komplett in der Hand von, ich sag mal drei Anbietern ist.
00:05:29: Welche
00:05:31: sind denn die stärksten Konkurrenten?
00:05:32: Also Coalgate ist der größte, Procter & Gamble ist noch da und Juni Lever.
00:05:38: Die haben zusammen etwa sechzig-siebzig Prozent Markter teil auf der Welt – das ist natürlich immens!
00:05:43: Das heißt deswegen ist es für uns an sich sehr interessant wenn Markt so wenige Anbieter hat.
00:05:49: dann kann man natürlich als Kleiner dazu kommen und auch mal ein bisschen Unruhe stiften oder mal Dinge ein bisschen anders machen.
00:05:55: Und da ist, glaube ich der Punkt dieser Sprucht des Deo für den Mund.
00:06:00: Das finde ich unheimlich kreativ aber es hat auch eine einzigartige Positionierung weil es gibt bei Zahnpasta dann vierundreißig verschiedene Nutzen und noch besser und gegen Parantontoso und noch gegen dies und gegen das.
00:06:13: Das können unsere Zahnpaster im Grunde genauso.
00:06:16: Aber zusätzlich haben die noch den Nutzen dass es eben durch das Mundwasser ein riesen Vorteil hat, dass man weniger Mundgeruch hat und das macht uns im Grunde Spaß.
00:06:25: Dass man den großen bisschen Spannung in den Markt bringt und nicht nur einfach die...
00:06:31: Okay also es geht so ein bisschen ums Ärgern.
00:06:33: Also ich war an der Drogerie, hab's mir angeguckt wenn ich sozusagen auf Augenhöhe ist sehr viel Elmax und Terramit ist eine Stufe drunter.
00:06:42: Ich stelle mir das aber trotzdem als schwierigen Markt vor weil man hat ja jetzt bei Süßigkeiten habe ich Bock drauf, kaufe ich mir zwischendurch.
00:06:51: Zahnpasta weiß nicht jeder ist so bei vielleicht fünf sechs Tuben im Jahr oder vielleicht mehr.
00:06:56: also es ist ja ein Sektor der irgendwie begrenzt ist.
00:07:00: was warum macht man's trotzdem?
00:07:02: Weil
00:07:02: jetzt jeder braucht
00:07:03: Ja gut aber das
00:07:05: sagen wir den fünf bis sechs mal.
00:07:07: Aber jeder Nicht alle essen Fropgummi.
00:07:11: Ich hoffe, jeder kauft seine Zappas.
00:07:14: Deswegen ist der Markt auch erstaunlich groß und der schwankt nicht.
00:07:21: Du musst dich nur unterscheiden und das tun wir und wir kommen ja nachher noch auf eine Neueinführung.
00:07:25: Wir erzählen das hier um zu sagen die Eingangsfrage von Ihnen... Warum glauben wir denn, wir können da mehr draus machen?
00:07:33: Weil wir uns konzentrieren auf den Unterschied.
00:07:35: Ja und weil das natürlich für uns wichtiger ist als jetzt für Henkel.
00:07:39: Bei Henkel war das klein.
00:07:41: Wir haben zwar noch ein paar andere Marken im Ausland auch dazu gekauft aber trotzdem klein für die.
00:07:47: Dagegen innerhalb von Bübchen ist es groß.
00:07:50: Aber so wer Fasin sagt Es gibt Dominanz Und die Dominanz werden wir ja nicht brechen dadurch dass wir Wir werden immer weniger produzieren und so weiter, aber dadurch dass wir uns unterscheiden.
00:08:04: Das Tolle an dem Produkt ist, unterscheidet sich schon in der Form weil es eben auch klar machen will das da auch Mundwasser drin ist two and one und das gibt's sonst nicht.
00:08:15: Das gibt es sonst nicht.
00:08:17: alle sehen im Grunde gleich aus.
00:08:18: Alle diese Tuben manche haben Streifen manche nicht.
00:08:23: ja wir sehen völlig anders aus weil wir eben aussehen wollen wie ein Mundwasser Deswegen auch eben Deo und den Weg gehen wir weiter.
00:08:31: Und das ist eine Technik, das verbindet alle unsere Marken so wie bei Katjes auf Vegan machen um uns auch gegenüber deutlich größere zu differenzieren.
00:08:39: Wir versuchen gar nicht nachzumachen.
00:08:41: So können wir das auch in der Zahnpasta machen.
00:08:44: Jetzt war ja ein Terramit glaube ich bei Henkel Ehrensorgenkind.
00:08:48: Was waren die größten kulturellen Unterschiede?
00:08:54: Sorgenkind würde ich es nicht nennen.
00:08:55: Ich glaube die große Herausforderung für so ein großes Unternehmen wie Henkel ist, sich um... Für Henke, wie gerade Herr Bachmüller auch schon sagte, vermeintlich kleine Marken auch so zu kümmern dass es den Marken gut geht.
00:09:08: Ich glaub das fällt dir vielleicht in so einem Konzern deutlich schwerer als jetzt für uns.
00:09:13: Für uns ist es sehr wichtig, dass es dem marken gutgeht und wir kümmern uns auch sehr detailliert darum.
00:09:17: Das heißt wir haben eigene Teams.
00:09:19: sie sich nur im Thera-Med kümmen um sonst nichts Die beschäftigen sich nicht mit Bübchen oder anderen Marken, die beschäftigen sie den ganzen Tag nur mit Theramet und das bringt dann auch eine ganz andere Innovationskraft in die Marke um an diesem Markt auch bestehen zu können.
00:09:33: Der ist sicherlich ganz besonders aber dafür ist das Produkt auch ganz besonders.
00:09:37: um daher vorzustechen.
00:09:38: Was
00:09:39: mit der Kultur?
00:09:39: das eigentlich hat sehr gut geklappt?
00:09:42: Wir haben nämlich das Werk mit übernommen im Viersen zum eines der ältesten Henkelwerke und man muss sagen Henkel hat sich da auch, haben wir gesagt das, fürsorglich für seine Soundfamilienunternehmen.
00:09:55: Für seinen Mitarbeiter gezeigt.
00:09:57: Den war es wichtig dass das auch in sichere Hände kommt und nicht, so sage ich mal, Pravid-Ecby Teebude die da alles kurz und klein schlägt und das Grundstück vermarktet.
00:10:07: Und die meinten Wir würden das so machen und wir machen das auch so.
00:10:12: Wir haben die gleichen Wertvorstellungen wie die, sag mal HenkelfamILie.
00:10:17: Wir kümmern uns um die Leute Und müssen aber das entwickeln.
00:10:21: Aber eben mit den Fähigkeiten, die Herr Kemper gesagt hat.
00:10:24: Wir fühlen uns nicht nur für die Marken sondern auch für die Mitarbeiter verantwortlich.
00:10:28: Wir haben alle übernommen also die für Zahnpasta da in der Produktion waren und inzwischen sind es glaube ich mehr geworden ne?
00:10:35: Ja wir waren fünfzig Jahre übernommene, sind jetzt seventy-fünf.
00:10:38: Also brauchen dringend Menschen in viersen Döken.
00:10:41: Also jeder dazu hört gerne dazukommen.
00:10:45: Steigt ins Terramid Universum ein!
00:10:48: Wie kann man das, also wie ist denn das eigentlich bei der Katjes Kundschaft angekommen?
00:10:53: Also haben wir es ja überhaupt gemerkt.
00:10:55: Ich glaube die wenigsten wissen, dass Terameter auch zu Katjes und muss man irgendwie auch gerade dafür stehen, dass man halt eigentlich so einen, wie gesagt diesen Zwist... Nein,
00:11:07: wir kommen ja vom Konsumenten aus.
00:11:08: Wenn wir davon sprechen, wir möchten Differenzierung in den Markt bringen dann bringen wir das auf den Konsumentern Den interessiert das Produkt, den interessiert die Differenzierung.
00:11:17: Den interessieren aber nicht was produzieren die noch?
00:11:20: Ja und... Das ist im Grunde bei allen Marken so.
00:11:24: Den einzigen, denen das interessiert, ist den Händler natürlich weil für den Hände ist es natürlich interessanter wenn er mit einem Lieferanten arbeitet, der ein größeres Portfolio anbietet, wer die Palette auch vollkrichtig geliefert wird, der in einem Gespräch einen größeren Umsatz mit einem diskutiert.
00:11:39: Das ist natürlich ein Thema.
00:11:40: Aber es sind Händlertehmer von Konsumenten.
00:11:42: Wir haben auch nicht diese Eitelkeit, da steht nirgends gerade das Group oder irgendwie sowas drauf.
00:11:47: Das
00:11:47: ist wahrscheinlich auch sinnvoller, oder?
00:11:49: Absolut!
00:11:51: Weil nochmal den Konsumentin interessiert, dass ein Händler interessiert.
00:11:57: und damit in einer größeren Dragstore-Gruppe sage ich... Was bei
00:12:01: uns vielleicht intern eine Riesenveränderung ist, dass dadurch die Mitarbeiter ganz neue Karrierewege haben.
00:12:10: Ja, also Herr Bachmann und ich.
00:12:13: Vor zwanzig Jahren begonnen haben wir ein-zwei Marken, Heubrause, Katjes, weiß nicht vielleicht noch Salos... Zwischen diesen Marken konnte man marschieren und Katjes war dann tendenziell die größte.
00:12:24: Also wenn man da war ging es auch nicht weiter in der Karriere im Marketing so und jetzt ist das natürlich komplett anders.
00:12:31: Man ist eine viel größere Gruppe, man hat viel mehr Marken Man hat viel mehr Austausch, das heißt es gibt interessante Karrierewege.
00:12:37: Es gibt für die Mitarbeiter intern aber auch viel interessantere Gespräche weil man plötzlich aus ganz anderen Segmenten auch Know-how dazu bringt.
00:12:44: insofern würde ich sagen intern hat das schon einen großen Effekt und da spielen diese unterschiedlichen Marken dann noch eine große Rolle.
00:12:50: Wir machen auch so Teach Ins dass wir untereinander praktisch die Marken erklären und was wir da machen.
00:12:57: Okay.
00:12:57: Weil nochmal, wir werden über Consumer Marketing zusammengehalten und mit Grunde ist es immer das gleiche.
00:13:03: Differenzierung im Fokus-Heroge ja?
00:13:05: Aber das muss man... Das klingt so abstrakt!
00:13:07: Das muss man an konkreten Beispielen erleben.
00:13:09: und hier die Hoch für den Mund ist großartig weil das sagt schon Worte baut Ja und das braucht der der der sagt Nee ich habe keinen Mundgeruch Ich nehme sowieso Ultrawide oder was.
00:13:23: Ähm auch gut Ja
00:13:24: gab's denn trotzdem rückblickend wo sie gedacht haben, das ist anstrengender als wir dachten.
00:13:29: ... mit der Übernahme,
00:13:31: oder?
00:13:31: Man muss ja Kemper sagen.
00:13:33: Ich glaube es gibt immer so Dinge die du dir vorher so nicht vorgestellt hast, die dann passieren.
00:13:37: aber es gibt genauso viele gute Dinge.
00:13:38: also es gibt... Können
00:13:40: Sie mal ein Beispiel nennen sowohl als auch vielleicht?
00:13:42: Ja wir lernen ganz viel über Produktionsprozesse die uns vorher... Wir haben vorher als Bübchen auch keine Zahnpasta gemacht.
00:13:48: das heißt für uns ist das Segment natürlich total interessant aber auch herausfordernd.
00:13:52: Du hast also sicherlich bei der Übernahmen von Rezepturen aus dem Hänkeluniversum sicherlich auch mal Erkenntnis wo du sagst oh wo kommt das denn her?
00:13:59: Das muss man dann doch ein bisschen anders lösen, weil wir es vielleicht auf einem anderen Mischer produzieren oder so.
00:14:04: Aber gleichzeitig gibt's auch ganz viele Dinge die wir vielleicht anders lösten wo wir vielleicht auch effizienter produziert und herstellen
00:14:09: können
00:14:11: was uns natürlich auch sehr motiviert.
00:14:12: Und
00:14:13: wie ist das?
00:14:13: Wir haben vorhin gesagt Neu-Einführungen also Wie bereit ist man und wie oft versucht man dann sozusagen etwas neues auf den Markt zu bringen?
00:14:20: Gibt es da irgendwie eine Regelung?
00:14:22: Nö Wenn was Tolles da ist, dann muss es auf dem Markt
00:14:24: Jetzt.
00:14:25: aber was haben wir denn jetzt hier neues?
00:14:29: Unser neues Produkt, Teramitblattgrün.
00:14:31: Was kann das was andere nicht können?
00:14:33: Das
00:14:34: ist auch quasi mit zwanzig Prozent antibakterialer Mundspülung nutzt aber auch den Rohstoff Chlorophyll der aus natürlichen Inhaltsstoffen also natürlichem Chlorofil gewonnen wird.
00:14:43: Also Extraktion aus Pflanzen.
00:14:46: Das Chlorophil wird ja in Pflanzen gebildet und Chlorophyl ist ein natürlicher Wirkstoff gegen Mundgeruch Und insofern haben wir es hier mit eingebaut.
00:14:55: Es passt zur DNA dieser klassischen Zwei und Eins Reihe, das Deo für den Mund nun aber auch etwas natürlicher, etwas grüner was sicherlich zu uns passt mit recyceltem Plastik.
00:15:06: Also das Boot auf dem alten Trick zwei Blätter bevor man in die Knoblauch beißt, zwei Blätter Basilikum im Mund.
00:15:15: Also Herr Bachmüller hat mitgemischt die andere Rezeptur.
00:15:17: Ich merke schon, die alten Tricks werden mit eingeboren.
00:15:20: Andere Rezepturen nicht an der Idee ja!
00:15:22: Es
00:15:23: gibt aber in der Schweiz Chlorophyllpillen.
00:15:27: Ja, da sind Blättern
00:15:28: gibt es auch.
00:15:30: Klorophyll ist natürlich in den Blätdern grundsätzlich aber es gibt richtig Klorofüllpillen und die nimmt man wenn man beispielsweise sehr knoblauchhaltig gegessen hat oder einfach so ein Problem hat mit dem Mundgründer.
00:15:42: das heißt dass man bisher eine Pille kaufen kann.
00:15:44: das kann man gleich beim Zahneputzen miterledigen und finde ich einen großartigen USP.
00:15:49: Wir freuen uns immer über dieses frische Gefühl, nachdem wir die Zähne geputzt haben.
00:15:56: Es schadet ja nicht, wenn das ein bisschen länger anhält!
00:15:59: Und was sehe ich da noch?
00:16:00: Es gibt auch etwas für Kinder.
00:16:01: ist es auch neu?
00:16:02: Genau unsere neuste Zusammenarbeit mit Peppa Pig ist natürlich auch gelernt aber auch bei Bübchen-Lizenzen nutzen.
00:16:10: Haben wir auch hier gesucht... Was passt du Terramit früher mal mit so einem Alligator und einen kleinen Krokodil?
00:16:19: Und
00:16:20: wir switchen quasi jetzt auch mit Teramet zu Peppa Pig.
00:16:23: Peppa hat gerade quasi ein Geschwisterchen bekommen im letzten Jahr und insofern passt das super, weil es jetzt auch einen Kinofilm gibt und in sofern...
00:16:32: Sonst kommt er immer bei, was ist dann?
00:16:34: Hören wir dann ja immer, wenn wir irgendwas sowas machen.
00:16:36: Wir verführen hier die Kinder zum Zähneputzen.
00:16:41: Vielleicht auch eine gute Idee!
00:16:43: Aber der Vorwurf kam nicht so, Sie verfüllen sie ja erst Süßigkeiten zu essen und deswegen dann unbedingt ... So wird nicht gedacht.
00:16:51: Haben Sie was über Zahnpasta gelernt?
00:16:53: Was Sie vorher nicht wissen konnten?
00:16:55: Für
00:16:55: mich war das Mundwasser-Thema schon.
00:16:58: Dass es eine Zahnpasser gibt, die Mundwasser und Zahnpassen in einem hat... Habe ich mir vorher überhaupt keine Gedanken zu gemacht.
00:17:04: Sei mal, diese Literflaschen im Mundwasser da in der Drogerie steht und dachte immer wer schleppt die nach Hause?
00:17:12: Und hab dann gelernt dass es beides in einem gibt.
00:17:15: Das war für mich ein Learning.
00:17:16: Gab's für Sie jetzt mit der neuen Zusammenarbeit ist irgendwas ... neu.
00:17:21: Ich glaube das dieser Zahnpasta-Markt halt total aufregend is.
00:17:25: Er ist natürlich gerade noch sehr weiß und deswegen ist es toll, wenn er bald grün wird.
00:17:31: Man merkt das, dass sich von der Körperpflege ausgehend auch den Zahnpastamarkt mehr emotionalisiert.
00:17:38: Und da wollen wir natürlich vorne dabei sein – ich glaube, das wird sehr wichtig über die nächsten Jahre!
00:17:42: Das teilen im Übrigen auch unsere Kunden, die Drogeriemärkte sehen auch da ein sehr großes Potenzial.
00:17:49: Da wollen wir vorne dabei sind mit Farbe anstatt nur mit Weiß zu
00:17:54: glänzen.".
00:17:54: Da habe ich die nächste Frage zu, ist der Drogeriemarkt.
00:17:56: Ist das eher ein Spielfeld für Innovation oder ist es eher innovationsfeindlich?
00:18:01: Kann man sich da austoben?
00:18:03: Ja,
00:18:04: innovationsfeinlich würde ich nicht sagen!
00:18:05: Der Drogerie-Markt ist halt eine sehr anspruchsvolle Kunde, der extrem viel über seine Produkte weiß.
00:18:12: Das heißt, bevor man überhaupt die Möglichkeit hat sozusagen an den Endkunden zu gehen muss man auch schon den Lageriekunden also den Kunden, den Einkäufer der Lagerie überzeugen und der ist in seinem Segment extrem erfahren.
00:18:26: Auch natürlich über sein Eigenmarkengeschäft.
00:18:28: Und damit hat man dadurch jemanden, der einen auch schon ordentlich challenged was allerdings ja auch der ein gutes Recht ist und der ein guter Job.
00:18:36: Insofern stellen wir uns der Herausforderung
00:18:38: Ist der Preiskampf im Zahnpasta-Regal ein anderer als im Süßwarnregal?
00:18:42: Nö, der ist weitgehend.
00:18:44: Der gleiche... Die Differenzierung entscheidet!
00:18:47: Wenn wir hier ja praktisch keinen Wettbewerber haben, ist der Preis zweitrangig und natürlich darf er nicht verrückt sein, das ist kein Luxusprodukt.
00:18:55: Das ist ja nur wirklich Daily.
00:18:59: Hoffentlich.
00:19:01: Und die Differenzierung entscheidet und dann geht es auch mit dem Preis in jeder der Kategorien.
00:19:07: Deswegen trauen wir uns das ja eben auch zu, aus unserer Fruchtgummi auch Bonbons zum Machen und den anderen Ländern noch Panettone und weiss ich weiß solange es immer Konsumentar sind Ja?
00:19:17: Und wir die gleiche Denke haben und Differenzierung und Fokussierungen machen.
00:19:22: Und das Tolle ist natürlich, dass man auch Innovationen macht und zwar nicht einfach nur ein anderes Etikett oder sowas Marktführer im orangischen Farben oder so'n Quatsch.
00:19:35: Sondern dass wir echt neues Produkt machen mit Chlorophyll.
00:19:38: Ja?
00:19:39: Das dann auch nicht Chlorofölen nennen, wer das schon keiner Aussprechengeschweige denn schreiben kann.
00:19:45: Schreibt mal Chlorophöl!
00:19:46: Ja?
00:19:47: Gott es steht ganz klein.
00:19:48: Dann darfst du mir auch erst kaufen... Es steht drauf Blattgrün.
00:19:50: So ist ne De- dass der Konsument auch kapiert, wo kommt das her?
00:19:54: Da kann er ja immer noch sagen nee ich will aber nicht in Platz beißen oder mit die Zähne putzen.
00:20:01: Aber er versteht es und da sind wir gut dran das klar zu machen.
00:20:05: Und jetzt auch als Außensteher ist es egal, ob man ... Es geht ja halt um diese Regale.
00:20:11: Wo man sich platziert und ist das halt schwieriger sozusagen im Supermarkt?
00:20:16: Ja, das haben wir übernommen so wo sie sagen bisschen weiter unten.
00:20:19: die Aufgabe ist dass wir ein bisschen hoch marschieren.
00:20:22: Das passiert aber nicht in einem Tag.
00:20:23: Das passiert wenn wir für Werbung machen und viele Konsumenten überzeugen von der Neuheit.
00:20:28: Was haben Sie sich vorgenommen, wann wollen Sie ins mittlere Regal rutschen?
00:20:30: was
00:20:31: Einregal sind wir schon höher Und das nächste kommt bestimmt.
00:20:37: Wann?
00:20:38: Mal schauen, so schnell wie möglich aber nicht mit allem Kampf und Krampf.
00:20:43: Marken sind wie Tanker!
00:20:45: Wir sitzen hier ja im Rall, da können Sie sehen... Das sieht langsam aus wenn die vorbeifahren, aber da ist noch eine ziemliche Geschwindigkeit hinter und hier ist es auch so.
00:20:55: Wenn wir das einmal angeschoben haben dann
00:20:59: nehmen wir
00:21:00: Geschwindigkeiten auf
00:21:02: War doch.
00:21:03: Wir haben ja immer zum Abschluss so eine Frage, so ein Resümee.
00:21:06: was würden Sie sagen?
00:21:07: Was haben sie aus der ganzen Nummer mitgenommen?
00:21:10: Ich wiederhole
00:21:10: mich jetzt ich glaube es ist ... Der Zahnpastamarkt an sich ist halt einen Riesenmarkt in Deutschland und auch in der Welt.
00:21:18: Ist auch für eine Drogerie.
00:21:19: wenn Sie sich dann den Riesengang anschauen Dann ist das ein Riesenmarkt der aus immer noch voll unterschätzt ist.
00:21:25: Das war für mich das größte Learning.
00:21:27: Und für Sie Herr Bachmühler Herr Fassin
00:21:29: Ja für mich ist es so Wenn auf der Welt von drei Unternehmen jede zweite Zahnpasta verkauft wird, dann glaube ich, führt das zu einem gewissen Sättigungseffekt dieser Unternehmen.
00:21:40: Und ich glaube wenn da so ein kleines neues Familienunternehmen als New Kids On The Block dazukommt... ...dann ist das für den Markt gut und ich glaube auch für die Konsumenten, dass da ein bisschen mehr wieder passiert.
00:21:51: Wir haben wie bei Bübchen drei Jahre vorher schon gelernt was vorher viele bezweifelt haben.
00:21:58: Das unsere Art Marketing zum machen Auch in anderen Kategorien funktioniert.
00:22:03: Und hier ist ein weiterer Beweis, ja dann sage ich herzlichen Dank!
00:22:07: Das war die heutige Folge über die Übernahme von Entera Met.
00:22:12: Vielen Dank, Bastian Fassin, Tobias Bachmüller und Martin Kemper also für diese Einblicke, für diese Offenheit und an euch vielen dank liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer.
00:22:21: wie immer an dieser Stelle sagt draußen Bescheid dass es uns gibt folgt uns, schreibt und widersprecht uns.
00:22:27: Ihr erreicht uns über meine Social Media Kanäle.
00:22:31: Ihr könnt Fragen hinterlassen direkt unter der Spotify-Folge Und dann freuen wir uns wenn ihr in zwei Wochen wieder mit dabei seid bei Katjes Pakt aus!
00:22:39: Danke schön.
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