Die Katjes-Chefs beantworten eure Fragen
Shownotes
In dieser besonderen Q&A-Folge von „Katjes packt aus“ stellt Linda Zervakis eure Fragen. Die Katjes-Geschäftsführung spricht offen über Unternehmensführung, Markenstrategie, Karriere, Unternehmenskultur und die Zukunft des Familienunternehmens. Dabei geht es unter anderem darum, warum ehrliches Feedback und ein kontinuierlicher Informationsfluss für eine funktionierende Doppelspitze entscheidend sind, wie Katjes Chancen und Risiken bei Markenübernahmen bewertet und warum bekannte Marken mit einer klaren Identität und Geschichte besonders attraktiv sind. Auch persönliche Fragen kommen nicht zu kurz: Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus einer langen Karriere? Woher kommt die Motivation, immer weiterzumachen? Wie trifft man schwierige Entscheidungen? Und welche Rolle spielen Mitarbeiter, Kunden und die nächste Generation als Sparringspartner? Außerdem diskutiert die Runde über die Zuckersteuer, Mitarbeiterideen und Innovationskultur sowie darüber, wie Katjes als Familienunternehmen an die nächste Generation übergeben werden könnte. Und es geht um eine Entwicklung, die die Wirtschaft in den kommenden Jahren massiv verändern dürfte: Künstliche Intelligenz und der zunehmende Einsatz von KI in Unternehmen, Kreativität und Arbeitsalltag. Eine Q&A-Folge mit persönlichen Einblicken hinter die Kulissen von Katjes.
Viel Spaß mit der Folge!
Produziert von Podstars by OMR.
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00:00:00: Mein Ratschlag an alle, die schon länger arbeiten schaut nicht so viel zurück.
00:00:04: Schaut nach vorne und entdecke die Möglichkeiten!
00:00:07: Wir haben ja bei uns mittlerweile die nächste Generation auch mit ans Unternehmen führen wir ran also wie gesagt den Next-Gen.
00:00:13: nennen wir das bei den Terminen wo wir alle dann mal gemeinsam Themen besprechen erleben wir jetzt hier auch die Kinder das erste Mal.
00:00:19: insofern ob wir wollen oder nicht kriegen wir da jetzt auch manchmal Ratschläge.
00:00:23: Ich
00:00:23: hätte noch ein Rad seid nett zum Menschen
00:00:26: bitte Trefft einfach Entscheidungen, weil die Entscheidungen sind oft richtig oder falsch.
00:00:31: Sie sollten tendenziell mehr richtig sein.
00:00:33: Wir können den Laden nicht führen wenn wir zu lange bräuchten um die hundert Prozent Entscheidung.
00:00:37: Wir treffen viele neunzig Prozent.
00:00:39: Die
00:00:39: Welt hat sich meiner Meinung nach Achtung und Überraschung zum Positiven verändert.
00:00:58: Willkommen zu Kathias Pakt aus.
00:01:00: Ich bin Linda Zervakis und heute ist tatsächlich einiges anders, heute stelle nicht ich die Fragen sondern ihr!
00:01:06: Wir hatten euch ja aufgefordert uns Fragen einzuschicken.
00:01:09: das habt ihr gemacht.
00:01:10: wir haben ordentlich gesiebt weil es so viele waren und alle fragen dies jetzt hier in diese Folge geschafft haben.
00:01:18: darunter werden wieder noch mal sieben denn ihr konntet ja euch bewerben für dieses Bild mit Lothar Matthäus.
00:01:25: fünfmal gibt's dass Also fünf sind am Ende die glücklichen Gewinner.
00:01:30: Wer das ist, weiß ich jetzt noch nicht.
00:01:33: Wir gucken uns erst mal an was ihr an Fragen eingesendet habt?
00:01:36: Wir fangen direkt an.
00:01:38: wäre auch mal eine Folge stärker aus der Produktion denkbar?
00:01:41: werden wir definitiv noch haben.
00:01:44: Wir haben da auch eine gute Idee.
00:01:46: können die Zuschauer sich darauf freuen?
00:01:48: weil wir unser Leiter und das CEO hat begonnen bei uns als Azubi Und da werden wir auch eine Folge zu machen und dann wird auch die Produktion ein größtes Wörtchen mitsprechen.
00:02:00: Okay, wer von ihnen beiden ist der größere Risikotyp?
00:02:04: Herr Bachmüller!
00:02:06: Ja okay, da sind sie sich auch einig sehr schön
00:02:10: aber auch da ich glaube ehrlicherweise auch da es ist ganz gut.
00:02:13: ergänzend.
00:02:15: also möchte das jetzt mal so sagen zu viel risiko ist manchmal nicht gut Und zu viel Defense ist auch nicht gut.
00:02:23: Das ist ja bei der Fußballmannschaft, wir sehen es immer wieder auch im Fußball.
00:02:27: Man braucht beides?
00:02:28: Ja man braucht beide und ich glaube das ist ganz gut.
00:02:31: dass man manchmal auch sagt, das ist jetzt vielleicht ein bisschen viel oder andersrum, dass man sagt kommen wir müssen uns da können wir uns reinhalten.
00:02:38: aber ich würde sagen das Einzige was wichtig ist Wir gehen ein begrenztes Risiko ein.
00:02:44: also ich glaube Risiko eingehen ist wichtig Aber dabei seine Grenzen uns sich nicht zu überheben und dabei vielleicht unter den Stein zu geraten, ob das ist in der Kommandos.
00:02:55: Wir überlegen unsere Finanzierungen sehr genau – sehr genau!
00:03:02: Und wir gehen auch anders als Konzerne.
00:03:05: die kaufen ja oft andere Unternehmen und rechnen sich gleich dann Riesenwachstum rein.
00:03:11: Ja
00:03:11: und so positiv Synergien Das tun wir überhaupt nicht.
00:03:16: So einfache Synergien rechnen wir mit rein, aber keine großen Wachstum.
00:03:20: Das Ziel bleibt natürlich trotzdem, dass wir großes Wachsom machen.
00:03:24: Beste Beispiel ist im Augenblick, weil das auch das erste Mal war, wo wenn Frennbereich gegangen sind, Bübchen ... Das hat jetzt ein Wachstrom von zehn Prozent.
00:03:33: Das hätte man nachdem sie jahrelang sich so entwickelt hätten, sind wir stolz drauf mit dieser Super-Sampfkampagne.
00:03:42: Wie steht Kathi es zu einer Zuckersteuer?
00:03:44: Also ehrlich gesagt ist es uns für unser Unternehmen selber egal, weil in allen Orten dieser Welt wo das eingeführt wurde hat zu keinem Konsum Veränderungen geführt.
00:03:56: Es wurde vorher nachher genauso viel gegessen.
00:03:59: Es hat aber auch nicht so eine Veränderung für die Themen geführt, wo das hinführen soll.
00:04:05: Aber wo's denn geführt hat ist natürlich dass derjenige der erst kauft mehr zahlen muss und am Ende muss man da auch ehrlich sein.
00:04:12: diejenigen, die weniger verfügbares Einkommen haben, die trifft das mehr.
00:04:16: Ja also uns beiden ob wir jetzt zehn Cent mehr oder weniger von der Packung zahlen ist glaube ich wurscht aber es gibt viele.
00:04:22: wenn die jetzt für jeden Artikel zehn cent mehr in Summe ist das ganz simpel.
00:04:26: Der Staat kann durch die Zuckersteuer drei Komma sechs Milliarden Euro zusätzlich einnehmen.
00:04:31: Da er nicht an die Kostenseite geht machte das so Für Uns Nicht So Wichtig.
00:04:37: Was sind Ihre top drei Erkenntnisse aus ihrer Karriere?
00:04:43: Sie haben viel mehr Erfahrung.
00:04:48: Die erste tolle Erkenntnis von mir ist ... Und das ist auch mein Ratschlag an alle, die schon länger arbeiten.
00:04:56: Schaut nicht so viel zurück!
00:04:58: Schaut nach vorne und entdecke die Möglichkeiten.
00:05:01: Ich sage das jetzt gerade mal fürs Marketing aber auf Finance.
00:05:05: Die Welt hat sich meiner Meinung nach, Achtung, Überraschungen zu Positiven verändert?
00:05:10: Warum?
00:05:10: was macht also... Alles
00:05:12: geht schneller, direkt zum Verbraucher.
00:05:17: Früher haben wir da irgendwie Werbesports abends vor der Tagesschau rausgeknallt.
00:05:23: keiner wusste wer davor sitzt alle oder niemand.
00:05:26: ja heute wissen wir genau wer guckt was und wie lange usw.
00:05:29: das ist viel viel besser geworden.
00:05:32: Ich finde auch viel besser, dass es heute Kreatoren gibt und nicht nur ein Thomas Gottschalk auf der Bank.
00:05:38: Auch noch mit einem falschen Produkt!
00:05:42: Das ist viel direkter.
00:05:45: Es bilden sich Communities.
00:05:47: Die Welt ist schneller und kreativer geworden.
00:05:51: Und jetzt kommen diese tollen Karriere-Ratschläge eben.
00:05:55: Stell dich darauf ein... Bring dich da ein und denk an morgen.
00:06:00: Und nicht an, was war gestern vielleicht erfolgreich?
00:06:07: Die Aufgabe ist es immer etwas zu entwickeln, was andere noch nicht machen.
00:06:11: Ich glaube das ist so etwas, was die meisten nicht im Kopf haben.
00:06:14: Viele gehen in eine Firma rein vor der Internship und irgendwas gemacht und sagen ja jetzt machen wir das mal so wie ... Die ganz Großen und so.
00:06:23: Das ist langweilig, ja?
00:06:25: Du musst aktiv sein, Initiative übernehmen ... Und ruhig mal ein bisschen Diskussionen haben.
00:06:34: Okay.
00:06:36: Was denn gibt's da irgendwas, was Sie dem hinzufügen?
00:06:38: Ja,
00:06:39: ich hab drei Punkte, sie haben noch drei gefragt.
00:06:42: Ich würde sagen es sind ... Es eine, ich erklär's dann nochmal, das ist einfach die Freude an der Aufgabe.
00:06:47: Zweitens, härter, klarer, ehrlicher.
00:06:50: Und das Dritte ist, ich hätte nicht erwartet dass je größer man wird umso größer die Möglichkeiten werden.
00:06:58: Was meine ich mit dem ersten Freude an der Aufgabe?
00:07:00: Man hört das zwar immer wieder aber ich glaube die erste Überschrift ist Wenn du anfängst über eine Work-Life Balance zu reden bist du im falschen Job.
00:07:11: Entweder hast Du ein Live und es ist deine Passion dann ist dir auch die Zeit egal.
00:07:17: Und das ist bei uns so, aber es ist auch bei vielen Mitarbeitern bei uns.
00:07:20: Die machen's einfach gerne und wenn man was gerne macht, dann macht man's gut und dann fällt's einem leicht... Es geht nicht ums Geld verdienen sondern es geht darum eine Lebensaufgabe zu haben.
00:07:29: Das glaube ich.
00:07:29: der einen Punkt und das habe ich früher... Ich hatte auch schon Jobs wo ich fürs Geld vielleicht gearbeitet hab und gemerkt hab, da ist man nicht so gut.
00:07:37: Und Hertha klarer Ehrlich, als ich an Jünger war, war ich glaube Habe ich versucht noch mal in der Sache Zeit zu geben oder habe versucht nochmal mit Menschen irgendwie die zu entwickeln, obwohl ich geglaubt hab.
00:07:49: Die sind vielleicht nicht die richtigen oder haben mich und ich glaube es ist am Ende Es geht immer in die Richtung in die man das schon vorher Und lieber ehrlich seine leute dass ehrlich sagen vielmal.
00:07:59: vielfach sagen die menschen einem dann auch dinge wo man ganz überrascht ist.
00:08:02: ja sie haben recht Ich habe das immer schon gespürt und ich glaub es sind gar keine richtige Aufgabe für mich.
00:08:06: so und da dieses rumgedatte und und das letzte Ja gut wir sind natürlich deutlich größer geworden und an sich würde man ja denken, dass irgendwie die Möglichkeiten und die Dinge, die dann auf einen zukommen immer schwieriger werden weil man einfach in der Größe gar nicht mehr was in der Dimension findet.
00:08:25: Das ist wenn man klein ist, findet man ja schneller.
00:08:27: noch etwas würde man denken aber es ist genau andersrum.
00:08:30: also wir haben glaube ich in den Zeiten da wir jetzt zusammengearbeitet haben jedes Jahr das Gefühl gehabt Wie kommt das jetzt bei uns auf dem Tisch?
00:08:38: Da hätten wir ja nie mit gerechnet.
00:08:39: Misoni zum Beispiel, aber auch dass wir jetzt Misonibugner und Grays in England im Zeitraum von neun Monaten übernehmen, das hätten wir uns nie erträumen lassen.
00:08:51: also insofern würde ich sagen die Chancen nach vorne hin wenn man größer ist werden größer.
00:08:55: Ich
00:08:56: hätte noch einen Rat der fällt mir jetzt so hat es gar nicht so der Klasse seid nett zu Menschen.
00:09:02: Oh, also ... Wie kommt das jetzt?
00:09:04: Es kommt sehr aus einer ganz anderen Ecke.
00:09:07: Das ist ja eigentlich
00:09:08: so ein Basisgefühl.
00:09:10: Also ein Grundgefühl, was man immer mitnimmt.
00:09:12: Ja,
00:09:12: aber die meisten denken so toll für Karriere muss ich so einen Zickzack-Typ sein und ... Nee, auch wenn wir über einen längeren Zeitraum sind, ähm ... Die Arschlöcher machen keine Karrieren.
00:09:29: Überraschung!
00:09:29: Das Leben ist gerecht.
00:09:31: Kurzfristig, ja natürlich.
00:09:33: Aber nicht auf dem Zeitraum von zehn Jahren!
00:09:35: Ihr Wort in Gottes Ohr... Okay das merk ich mir Herr Fassin Sie entscheiden über tausende Arbeitsplätze.
00:09:44: spürt man diese Verantwortung jeden Tag?
00:09:50: Ehrlicherweise nein.
00:09:51: Ich glaube es liegt aber auch daran weil's gut läuft.
00:09:54: Wir müssen uns relativ wenig Gedanken darüber machen ob jemand sich um seinen Arbeitsplatz Sorgen machen muss.
00:10:00: Also daher ist dieser Druck gar nicht da.
00:10:04: Ich glaube, wenn ich jetzt in der Automobilindustrie arbeiten würde dann wird es mir wahrscheinlich schlecht gehen, Arbeitsunternehmen schlecht läuft.
00:10:10: aber wenn du da tausende von Mitarbeitern das fällt ja keinem leicht.
00:10:14: Wir haben bei Katjas noch nie jemanden aus wirtschaftlichen Gründen entlassen müssen und dadurch haben wir glücklicherweise das Gefühl im Touchwood so nicht gehabt.
00:10:24: Daher möchte ich sagen ist dieses Gefühl so bisher noch nie dar gewesen?
00:10:29: Wie soll die Katziaskruppe aussehen, wenn sie eines Tages an ihre Kinder übergeben wird?
00:10:34: Es soll resilienter norddeutsches Wort.
00:10:38: Ich beschreib es im Moment beim Tisch, wenn ein Tisch mehr Füße hat und das haben wir schon gut ein Stück weit geschafft.
00:10:44: Wir stehen auf vielmehr Beinen ... Heutzutage kommen ja die Winde aus allen Händen, insofern ist mir das sehr wichtig.
00:10:53: Natürlich soll es sich weiter mit unserer Kultur entwickeln und diese Kultur ist eben aus meiner Sicht eine menschenfreundliche aber auch engagierte Kultur.
00:11:06: Das ist nicht immer so... Menschen freundlich klingt immer so, dass sie jetzt machen nichts sondern mit Freude an die Arbeit gehen so wie wir auch die Firma weiterentwickeln.
00:11:19: Und wohin uns das führt, das wissen wir gar nicht genau ehrlich gesagt.
00:11:23: Was Ihnen hat's gerade schon gesagt?
00:11:25: Wir hätten doch vor fünf Jahren nicht gedacht, dass wir Boknau und Missoni kaufen.
00:11:29: Also ... Hätten Sie mich gefragt, da wär das nicht vorgekommen!
00:11:33: So versorgen man sich auch nicht fatunen.
00:11:36: Das ist ein Prozess.
00:11:37: wiederes Leben auch.
00:11:38: Man entwickelt sich.
00:11:39: Aber es ja auch schön zu sehen, dass man sie immer noch überraschen kann.
00:11:42: Es ist eigentlich eine schöne Eigenschaft.
00:11:44: Obwohl man so erfolgreich ist.
00:11:46: Überraschung
00:11:46: hat auch nichts mit Größe zu tun, ja?
00:11:48: Überraschen hat wirklich ein... Also es ist ja so wenn wir einen tollen Warbesport machen für Katjes.
00:11:53: das ist dann auch, sag ich mal, ein überraschendes neues Produkt.
00:11:57: was man hat freut man sich wieder und das ist, ich glaube nicht dass das mit Größen weniger oder mehr wird.
00:12:03: Ja also nochmal wo soll's nach vorne hingehen?
00:12:09: Den Einteilheit bei Bachmann soll einfach in Anführungsstrichen gesundes Unternehmen sein.
00:12:12: im Sinne von Gesund definieren wir eben anders als andere Unternehmen.
00:12:15: Andere Unternehmen sagen die Ekakrote muss hoch sein und wir machen ein Produkt, Wir sagen die ekakrute muss hoch seien.
00:12:21: aber wir machen unterschiedliche Themen.
00:12:23: Und so wie man beim Aktienportfolio sagt ich will ja auch nicht nur in Mercedes Benz investieren oder in den Daimler.
00:12:31: Oder Porsche?
00:12:31: Genau und plötzlich wundert man sich, dass das ganze Portfolio abschmiert sondern man will einfach eine Gruppe von Aktien haben.
00:12:39: und das ist im Grunde ja unser Gedanke so was man nach vornhin auch sehen muss es natürlich die Komplexität unseres Unternehmens.
00:12:47: das ist schon anders aber wir sind da reingewachsen und wir können das vergleichsweise gut parallel managen.
00:12:53: wenn das jemand ganz neu macht ist er schon Herausforderungen und dann kann man sich natürlich fragen stellen Gibt es da so was, dass man sowas auch aufteilt oder nicht?
00:13:01: Das muss man sehen.
00:13:03: Bisher haben wir das so angelegt, dass wir das in einem Unternehmen ... Aber es kann eine Größenordnung erreichen, wo man sagt, ist vielleicht ein Zwei.
00:13:10: Muss man sehen!
00:13:11: Herr Fassin Sie haben in einer Folge gesagt, dass sie sehr viel von ihrem Vater gelernt haben.
00:13:15: Gibt's auch Sachen die sich heute bewusst anders machen als er es früher getan hat?
00:13:22: Ja gibt es also.
00:13:23: erstens mein Vater ist nicht zum Kunden gegangen.
00:13:26: Mein Vater war sehr auf der Produktseite, also ich glaube er hat am Marketing auch sehr geglaubt.
00:13:31: Er war jetzt kein klassischer Marketier... ...aber er war wenig beim Kunden und ich bin viel bei dem Kunden.
00:13:36: Ich glaub man muss auch viel beim Kunden sein um einfach ein Feedback zu kriegen.
00:13:40: Das ist dann doch die Wahrheit und da muss man auch an die Front.
00:13:44: was mache ich sonst anders?
00:13:45: Ich bin... Da brauchen wir noch.
00:13:47: Sie kennen ja beide!
00:13:48: Ja
00:13:49: das erste hätte ich genau so gesagt, das zweite ist aber Sie sind viel tiefer im Geschäft drin.
00:13:55: Da kenn ich nicht den Vergleich.
00:13:57: Also, ich hab jetzt so lange mit seinem Vater nicht zusammengearbeitet.
00:14:01: Es war ein Jahr, wobei das übersch... Ansonsten war ich der Nachfolger.
00:14:05: Aber vom Gefühl her sind sie viel tiever im Geschäft drinnen.
00:14:09: Herr Bachmiller-Worran, erkennen Sie in den ersten dreißig Sekunden, ob Sie eine Marke fasziniert oder nicht?
00:14:15: Wahrscheinlich erkenne ich das nicht in den ersten dreißig Sekunden.
00:14:19: Aber vielleicht ...
00:14:21: Das stimmt nicht, ja?
00:14:22: Nee, das stimmt nicht!
00:14:24: Sie spüren es sofort und wir ... Ich weiß noch was ... Ja
00:14:27: gut...
00:14:28: Meistens ...
00:14:29: Ja, wir beide.
00:14:30: erstaunlicherweise, Herr Milde, unser CFO ist immer überrascht, dass wir die gleiche Reaktion werden, wenn so etwas auf Tisch flattert haben.
00:14:38: Ja, das is ... Ich hoffe, das ist nicht das falsche Wort.
00:14:44: Aber es sind gewisse Sexiness.
00:14:46: Ja?
00:14:47: Wo man spürte, dass hat was, das fasziniert... Da wollte ich schon immer mehr
00:14:53: fortfassen!
00:14:53: Die Frage ist die Antwort.
00:14:55: Ihre Frage, was faszineert sich an Marken und die Faszination?
00:14:59: Spürst du das bei faszinieren Dingen sofort?
00:15:02: Okay
00:15:03: Und bei Herrn Bachmüller, bisher hab ich das nicht erlebt, dass er in dreißig Sekunden gebraucht hat um das zu spielen.
00:15:10: Ich
00:15:10: muss ja in so einem Podcast auch mal ein bisschen besonder rüber.
00:15:17: Okay!
00:15:19: Die Frage geht ... Ich stelle Sie jetzt mal an Sie beides.
00:15:21: von welchen Menschen holen sie sich bei wichtigen Entscheidungen auch einmal einen Rat ein?
00:15:26: Tja.
00:15:27: Herr Bachmürder bitte.
00:15:28: Fangen Sie mal an.
00:15:29: Ja also bei mir ist definitiv von meinen Mitarbeitern.
00:15:32: Also ich hab viele Mitarbeiter, die in ihren Bereichen definitiv viel besser sind als ich und wo ich dankbar bin über die Lösungsvorschläge.
00:15:47: Manchmal komme ich zu anderen Ergebnissen als der Mitarbeiter.
00:15:50: also es ist schon dass ich dann manchmal Dinge anders sehe.
00:15:53: aber ich finde ich habe wirklich ich bin sehr wahnsinnig glücklich das ich so tolle Austauschpartner, also ich rede jetzt erst mal immer meine direkten Reports habe.
00:16:04: Die helfen mir sehr!
00:16:06: Es ist nicht so sehr dass man unbedenkt einen direkten Rat einholt natürlich mit den Mitarbeitern die oft die Sachen besser kennen sind sehr sinnvoll.
00:16:16: aber wenn sie mich noch fragen wo lerne ich am meisten aus einer Außenperspektive?
00:16:21: das in Kunden?
00:16:23: Weil die Kunden haben ja gar kein Kunden, die haben gar keinen Grund mehr Nettigkeit zu sagen oder generell, aber das ist ... Haben Sie ein Beispiel?
00:16:36: Also wo Sie das jetzt zuletzt vielleicht
00:16:38: gerade ... Nee ich will auch nicht über einzelne Kunden reden.
00:16:41: Aber immer wenn ich zu einem Kunden fahre Das sind ja oft Gespräche über einer Stunde Da sitzen manchmal auch mehrere natürlich Dann reden wir die ganze Zeit über unser Geschäft.
00:16:53: Wir reden aber auch über die Branche generell und was wir vielleicht auch besser waren könnten, da nehme ich immer etwas mit.
00:17:01: Das ist ein Kunde der hat ja keinen Grund, keinen politischen Gründe irgendwie.
00:17:08: Ein Lieferant muss dir manchmal Nettigkeiten sagen, Mitarbeiter wollen sich manchmal nicht so klar äußern aber der Kunde äußert sich klar Und da lernt man was.
00:17:19: Ein Punkt, den man dann ergänzen kann vielleicht?
00:17:21: Wir haben ja bei uns mittlerweile die nächste Generation auch mit ans Unternehmen führen wir ran also die sogenannte Next-Gen nennen wir das und Herr Bachmüller wissen sie hat vier Kinder.
00:17:30: ich habe vier Kinder.
00:17:32: und dadurch dass man die näher ran führt und mehr ranführt und auch bei den Terminen wo wir alle dann mal gemeinsam Themen besprechen erleben wir jetzt ja auch die Kinder das erste Mal.
00:17:41: insofern ob wir wollen oder nicht kriegen wir da jetzt auch mal Ratschläge Und das ist auch erfrischend.
00:17:49: Freut man sich ja, wenn
00:17:50: ... Aber Sie können sie gut annehmen und sind offen dafür?
00:17:53: Ja,
00:17:55: das ist so ein Mittelding, wenn ich ehrlich bin.
00:17:58: Was man schätzt ist, weil man weiß, dass derjenige, also Kinder oder Frau da, das ehrlich meint.
00:18:05: Mhm.
00:18:06: Das ist in der Familie so, redet man sehr offen mehr als sonst.
00:18:12: Das is schon mal cool!
00:18:14: Aber offen manchmal fehlt so ein bisschen der Hintergrund dann dazu.
00:18:18: Wir führen, wie Herr Fassin sagt die Kinder ran.
00:18:21: das ist unser Bestreben.
00:18:22: gerade zu den neuen Bereichen.
00:18:23: also als nächstes im Extreme Meeting haben wir bei Bognow weil das natürlich auch für die noch eine neue Welt ist.
00:18:29: aber wir erklären es dann auch gerne und wir freuen uns über die Fragen.
00:18:32: Das meine ich, aber damit ist ... Die haben ja natürlich nicht erfahren dass wir nehmen das Ding sage ich ja wir kriegen Ratgeschlag ob was wollen oder nicht Die müssen wir, dann gehen wir ja damit um.
00:18:44: Und wir gehen nicht in die Firma und sagen dann diese sieben Ideen haben wir jetzt am Küchentisch.
00:18:48: Ich würde das sicher nicht so.
00:18:52: Aber es ist trotzdem ... Anregend!
00:18:55: Es ist schön dass die Kinder weil die ja auch dadurch das neue Medien wieder eine Rolle spielen können Dinge anders beurteilen kommt auf jeden Fall ein neues Austauschgremium.
00:19:04: Also vor fünfzehn Jahren war das Austauschkremium, nur schmeckt mir nicht.
00:19:09: Und mittlerweile geht's darüber hinaus.
00:19:12: Wie weit?
00:19:12: Das können wir da noch mal machen.
00:19:14: Wir sind Familienunternehmen und wollen eins bleiben.
00:19:18: Deswegen gehen wir in den Austauschen.
00:19:23: Wann war der letzte Tag an dem Sie nicht gearbeitet haben?
00:19:29: Mein ganzes Studium!
00:19:35: Also ich habe eine hervorragende Work-Life Balance.
00:19:39: Ich lebe und arbeite jeden Tag.
00:19:42: Herr Bachmiller, wie sind Sie damals zu Katjes gekommen?
00:19:44: Und warum haben sie sich für Katjes entschieden?
00:19:48: Ich war damals der Chef von Meeka also in der gleichen Branche und hab Klaus Fassin, also Gründer und Vater von Wastianfassin glaube ich wohl empfohlen.
00:20:01: und dann haben wir uns getroffen auf einer Branchentage.
00:20:05: Gut verstanden.
00:20:06: Man muss dazusagen, da war ein sehr großer Altersabstand zwischen dem Senior und Bastian Fassin also ... Was waren das?
00:20:13: Vierzig Jahre?
00:20:14: Zweiundvierzig?
00:20:15: Dreiundvierzig
00:20:16: Jahre!
00:20:17: Insofern hatte Herr Fassing gerade angefangen zu studieren und der Vater war schon ... vierundsechzig oder sowas.
00:20:25: Ähm ... Und äh ja... Dann wurde mir eben die Chance gegeben, Anteile an der Firma zu bekommen.
00:20:34: Erst fünf und später sind's dann zehn geworden ... Und das fand ich hochattraktiv.
00:20:42: Wir hatten schon früh sogar mal so einen Personal da reingeschrieben.
00:20:46: Ich soll mich nicht immer aufführen wie ein Unternehmer im Konzern.
00:20:50: Hat mich ermutigt!
00:20:52: Wer von Ihnen beiden trifft schneller Entscheidungen?
00:20:55: Kann man das sagen oder geht es auch einher?
00:21:00: Gleichstand.
00:21:02: Für eine normale Routine-Einschaltung sind wir beide sehr schnell.
00:21:08: Wenn es was wichtigeres und schwierigeres ist, dann würde ich zurückkommen zu den Ratschlägen immer eine Nacht drüber schlafen.
00:21:18: Das heißt nicht dass man jetzt ein Monat drüberschlafen muss aber man sollte schon diesen natürlichen Filter einsetzen und etwas abstatten gewinnen.
00:21:30: Also mindestens eine Nacht, ja?
00:21:33: Uns treibt ja auch nicht so etwas.
00:21:35: Das ist ...
00:21:36: Ah gut also, Herrn Bachmüller treibt nichts, wäre das jetzt schon länger hier gehört als den Zweifel, dass vielleicht an, ich zumindest kenne ihr länger und tu's!
00:21:46: Mich
00:21:46: treibt nix, nicht beim anderen!
00:21:50: Nein, ich würde ... Ich glaube erst mal, es ist ne Frage des Zeitshorizonts.
00:21:54: was is'n schnelle Entscheidung.
00:21:56: Ich glaub der Rat oder der Rat ist vielleicht der falsche Begriff, aber unsere Erfahrungen mit der Erfolgreisung sind einfach viele Entscheidungen zu treffen und auch vergleichsweise schnell.
00:22:06: Also ich würde sagen wir treffen beide Schnellentscheidungen und ich möchte auch sagen bitte trefft einfach Entscheidungen weil damit es das Leben leichter war.
00:22:17: erstens daddelt man nicht so lange rum und hat einen Bauch krummeln Weil die Entscheidungen oft richtig oder falsch sie sollten tendenziell mehr richtig sein.
00:22:25: Und wenn man das tut, dann läuft der Laden auch besser und man geht auch schneller.
00:22:28: Wir können den Laden nicht führen, wenn wir zu lange bräuchten um die hundert Prozent Entscheidung.
00:22:33: Wir treffen viele neunzig Prozent.
00:22:35: Wir haben ja sehr wenige Ebenen.
00:22:37: Deswegen selbststellen wir beide uns sehr viel Zeit lassen würden.
00:22:42: Ging es immer noch schneller als in vielen anderen Unternehmen wo es eben einfach mehr Entscheidungsebene
00:22:46: gibt?
00:22:47: Also wir haben ja beispielsweise Bruckner übernommen Und wir haben jetzt nach neun Monaten einen neuen CEO und einen neuen Creative Director.
00:22:55: Das ist innerhalb von neun Worten wirklich schnell, dass man so zwei Topposition neu besetzt hat.
00:23:01: Das geht nur wenn man da Gas gibt sofort Gespräche führt, sofort Verträge unterschreiben.
00:23:08: Welche Entwicklung beobachten Sie gerade die viele noch komplett unterschätzen?
00:23:12: Wahrscheinlich unterschätzen wir so.
00:23:14: Ja, wahrscheinlich.
00:23:15: Vielleicht sagen sie uns in fünf Jahren, wir haben die falsche Antwort gegeben.
00:23:20: Ja gut also ich glaube es liegt schon auf der Hand, dass das AI ist.
00:23:26: Ich glaube das AI-Thema wird im Moment in seiner Bedeutung sehr hoch aufgehängt aber in Relationen spürt man noch relativ wenig.
00:23:42: Ich glaube aber der Speed, mit dem diese Veränderung gerade zunehmen werden ist so das AI einfach uns in fünf Jahren so wesentlich beeinflusst hat dass man das jetzt noch gar nicht vorstellen kann.
00:23:59: Also insofern würde ich nur sagen ja wir wissen alle AI es wichtig Ja wir geben dem sehr viel Bedeutung spüren aber im Lebensalltag noch vergleichsweise wenig.
00:24:07: Das wird in fünf jahren glaub ich Was ganz anderes sein und dadurch sind diejenigen, die ihr ein noch nicht wichtig nehmen um ihre eigenen Programme zu schreiben.
00:24:15: Um ihre eigene Designs zu machen um ihre kreative Ideen damit zu unterstützen.
00:24:20: wer das nicht schon lange jetzt macht oder versucht der wird das irgendwann mal ein
00:24:27: ist.
00:24:27: hier ist tatsächlich eine Frage an mich frau zavakis wie hat sich ihr bild von katjes durch den podcast verändert?
00:24:34: ich muss dazu sagen ich bin völlig neu in diesem Bereich reingekangen.
00:24:40: Also ich hab's bislang nur gegessen, das geb' ich ganz ehrlich zu und zwar sehr unverkauft dass auch aber es ist schön zu sehen.
00:24:49: in Hamburg sagt man ja der Fisch stinkt vom Kopf
00:24:54: Und so haben
00:24:56: sie
00:24:57: es gedacht.
00:25:02: Also, es geht hier sehr familiär zu und ich durfte ja hier auch mit der kompletten Mannschaft auch mal Mittagessen dieses familiäre Verhältnis wie's hier zugeht und dass diese Arbeitswege also das ist nicht die Führungsetage unter drunter, das hat man hier irgendwie überhaupt nicht dass es sehr familiär zugeht.
00:25:23: Dass die Leute hier gerne hinkommen, spürt man und ich finde das sieht man auch dann am Produkt.
00:25:29: also es ist alles immer sehr zeitnah und das hat mich am meisten überrascht.
00:25:33: und bitte so weitermachen und bitte mehr von solchen Unternehmen.
00:25:37: Vielen Dank fürs Kompliment!
00:25:38: Auch wenn es sich ein bisschen anders anhörte am Anfang.
00:25:41: aber was ist wirklich als Komplimente?
00:25:42: Dann werde ich gerne als Fischkorpel schimpft.
00:25:48: Ja das war unsere heutige Folge mit Euren Fragen.
00:25:52: Wenn ihr die gehört habt, drück ich euch die Daumen, dass ihr zu den fünf Gewinnerinnen oder Gewinnern gehört.
00:25:57: Ihr könnt es natürlich weiterhin fragen stellen.
00:26:00: Sagt gerne Bescheid anderen das es uns gibt.
00:26:04: Hört uns auf Spotify und Apple wo sonst noch?
00:26:07: Und dann hören wir uns in zwei Wochen wieder bis dahin!
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