Von einer Insta-DM zum Mega-Erfolg - Martin Rütters Katjes-Story

Shownotes

In der heutigen Folge „Katjes packt aus“ sprechen Hundetrainer & TV-Star Martin Rütter, Linda Zervakis und die geschäftsführenden Gesellschafter von Katjes Bastian Fassin & Tobias Bachmüller über die Zusammenarbeit zwischen Katjes und Martin. Im Mittelpunkt steht die neue, allergenfreie Hundepflege Petchen sowie die Entstehung der veganen Lakritz und Fruchtgummis Hundjes.Die Episode beleuchtet, wie aus einem humorvollen Podcast-Aufruf ein erfolgreiches Co-Creation-Projekt wurde und welche Rolle klare Anforderungen, Produktkompetenz und markenstrategische Entscheidungen dabei gespielt haben.

Es geht um:

  • Markenhaltung, Nachhaltigkeit und die Bedeutung geteilter Kompetenz in einem Joint Venture
  • warum diese Kooperation nicht als Lizenzprojekt, sondern als echte Partnerschaft angelegt ist
  • alltagsnahe Hundepflege ohne Allergene

Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie starke Markenpartnerschaften entstehen und was hochwertige, hundegerechte Produktentwicklung tatsächlich ausmacht. Viel Spaß beim Hören!

Hier geht’s zu Petchen: https://petchen.com

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube, das war ein ziemlich ungewöhnlicher Weg, weil ich mich wahnsinnig angebiedert habe bei Katjes.

00:00:04: Es gibt Hunde-Champus auf dem Markt, die riechen für dich angenehm, aber für nun viel zu intensiv.

00:00:09: Also, wo ein Mensch hinterher sagt, jetzt riecht mein Hund das Apfelbaum.

00:00:13: Und das ist ja nicht die Idee.

00:00:30: Herzlich willkommen bei Katjes Pakt aus.

00:00:32: Mein Name ist Linda Zawakis und in unserer heutigen Folge schauen wir auf Martin Rütter.

00:00:36: Martin Rütter ist ein Hundetrainer, TV-Moderator und Buchautor, der seit Mitte der neunziger Jahre mit praxisnahe Hundeerziehung und TV-Formaten wie der Hunde-Profi bekannt wurde.

00:00:47: Aus seiner Arbeit entstand ein umfangreiches Schulungs- und Coachingsystem für Hundetrainer.

00:00:52: Seine Marke steht für alltagsnahe Hund-Mensch-Kommunikation, die auf Verständnis und Konsequenz statt auf Härte setzt.

00:01:00: Seine Zusammenarbeit mit Katjes begann in dem Jahr mit der veganen Lakritz-Süßigkeit Hundjes in Hundeform, bei deren Entwicklung und Design er direkt beteiligt war und die Kooperation passt perfekt, weil er selbst überzeugt vegan lebt.

00:01:19: Heute sprechen wir unter anderem aber auch über Pädchen, die neue Hundepflege, ohne Allergene.

00:01:24: Und deshalb freue ich mich, dass wir gleich drei Gäste heute haben bei Katjes Pakt aus.

00:01:28: Nämlich die beiden Geschäftsführenden-Gesellschafter von Katjes, Tobias Bachmüller und Asdian Fassin.

00:01:33: Und Martin Rutter selbst ist da.

00:01:35: Herzlich willkommen und schön, dass Sie alle da sind.

00:01:37: Hallo.

00:01:38: Martin, du bist, kann man so sagen, im Katjes-Kosmos kein Unbekannter.

00:01:44: Es gibt seit längerem Hund Jesus Lakritz und seit zwanzig, zwanzig die Fruchtgummiedition.

00:01:50: Wie ist überhaupt zu dieser Zusammenarbeit gekommen?

00:01:52: Ja, ich glaube, das war ein ziemlich ungewöhnlicher Weg, weil ich mich wahnsinnig angebiedert habe bei Katjes.

00:01:58: Ja, aber wir lieben das.

00:01:59: Wir haben sofort angerufen, ne?

00:02:02: Ja, es war, also

00:02:04: es war,

00:02:05: es ist wirklich eigentlich ganz verrückt.

00:02:06: Also... Also erst mal, ich bin sehr kathiessozialisiert.

00:02:11: Also lakritzkathiessozialisiert.

00:02:13: Es gibt ja wirklich diesen Equator, das also im Robot und auch im Norden noch lakritzgegessen werden, im Süden aber nicht.

00:02:19: Und ja, ich habe einen Großvater gehabt, der kathies oder lakritzgegessen hat.

00:02:24: Mein Vater hat das sehr gegessen.

00:02:25: Das war irgendwie bei uns so nochmal.

00:02:28: Irgendwann, als ich erwachsen wurde, hab ich mich immer gefragt, jeder kennt meine Schwäche für Hunde.

00:02:33: Warum gibt es überhaupt keine nennenswerte Süßigkeit auf dem Markt in Hundeform?

00:02:38: Das kann doch nicht euer Ernst sein.

00:02:41: Dann hab ich in meinem eigenen Podcast immer wieder gesagt, Kathis, ihr könnt mich haben.

00:02:45: Es wird auch nicht teuer.

00:02:46: Ich hab wirklich einfach Lust.

00:02:48: was zu entwickeln.

00:02:49: Und verrückterweise bekam ich dann ganz banal über Instagram von einer Mitarbeiterin von Katjes eine Nachricht.

00:02:57: Wenn man nur zu Infos findet, wirklich total lustig.

00:02:59: Du hast uns so genervt, jetzt komm halt rum.

00:03:03: Nein, überhaupt nicht.

00:03:06: Wir fühlen uns geehrt.

00:03:07: Und das war total cool, weil ich bereits im ersten Gespräch gesagt habe, pass auf, ich habe mich zwar sehr weit aus dem Fenster gelebt, aber es gibt ein paar Haken bei mir.

00:03:17: Und dann haben wir erst so im Vorfeld mal so die potenziellen Haken abgeklopft.

00:03:21: Und bei mir ist es immer so, jetzt bin ich ja sehr öffentlich.

00:03:24: Und ich werde ja mit Verlaub gesagt, mit Kooperationsanfragen zugemüllt.

00:03:28: Und ich muss aber ein Produkt wirklich leben und es nützt überhaupt nichts.

00:03:32: Und ich bin nicht der Typ, der irgendwie jede Woche irgendwas anderes promote.

00:03:36: Also ich habe jetzt in den zwanzig Jahren, glaube ich, fünf Kooperationen gemacht und das waren immer Kooperationen.

00:03:41: die ich selber so erlebt habe und habe gesagt, pass auf, aber eine Voraussetzung wäre.

00:03:44: Ich möchte das Produkt mitgestalten.

00:03:46: Ich möchte wirklich sagen, guck mal, so sehen die Sachen aus und so sollen sie sich anfühlen und so sollen sie schmecken und immer kamen.

00:03:52: Total gut, haben wir Bock darauf.

00:03:54: Ich frage

00:03:54: jetzt mal eben die Gegenseite, ob es wirklich so war.

00:03:56: Also war das also die ganzen Haken, die hier aufgelistet wurden, was?

00:03:59: Von der Produktentwicklungseite kann ich das sagen.

00:04:02: Da war vom ersten Moment an klare Wünsche, wie es zu sein hat.

00:04:06: Und die haben sich im Prozess auch immer wieder verändert.

00:04:11: Ja, weil das ist ja klar, wenn man vorher einen Geschmack angibt und dann ist die dann und sagt, vielleicht doch nicht.

00:04:16: Und ich würde sagen, bis kurz vor der Produkteinführung wurden noch ein bisschen an allen Sachen gefeilt.

00:04:21: Aber dann ist das Produkt auch super eingeschlagen.

00:04:23: Ja, und das muss man auch wirklich sagen, da muss man ja auch Katja's ein Kompliment machen.

00:04:26: Ich meine, das ist ja eine große Bude, das ist jetzt nicht irgendwie klein Kleckers drauf.

00:04:29: Und trotzdem haben die sich ganz darauf eingelassen und haben gesagt, okay, wir verstehen jetzt, dass es manchmal nervt.

00:04:35: Und er ist da wirklich sehr kleinteilig und sehr vielleicht perfektionistisch.

00:04:39: Aber wir finden gerade das gut.

00:04:42: Und auch... Was ich schön fand, der Name Hundjes, der ist ja durch den Kopf einer Mitarbeiterin von mir entstanden.

00:04:48: Und da gab es gar keine Eitelkeit hier im Konzern zu sagen, nee, das möchten wir aber nicht, sondern total auf Augenwürde die Kommunikation.

00:04:56: Und das war echt schön.

00:04:57: Und das heißt, also du hast am Geschmack mitgearbeitet, an der Form und wie lange hat dieser ganze ...

00:05:01: Und an der Konsistenz.

00:05:02: Und gesagt, okay.

00:05:04: Also auch immer wieder, also immer wieder, also im Werk auch richtig mitgestanden.

00:05:07: Also wie muss ich mir das vorstellen?

00:05:09: Genau,

00:05:09: also ein Werkstuhl bekommen, wir alles angeguckt, dann wurden immer Proben ... geschickt, dann, ah ja doch geil, dann es war auch zweimal, dass ich einen totalen Wunsch hatte, wo vonseiten der Produktion es immer hieß oder der Entwicklung immer ernsthaft, also da glauben wir nicht so richtig dran.

00:05:24: Also ich weiß nicht und ich immer doch doch.

00:05:27: und dann kam das.

00:05:28: und dann habe ich auch festgestellt, die hatten recht und auch das war natürlich oft ein Learning zu sagen Martin.

00:05:35: was du dir so im Kopf vorstellst, ist manchmal der Praxisquatsch.

00:05:38: Und auch da bin ich ja wirklich völlig unheitlich.

00:05:40: Also ich kann dann auch gut aushalten, wenn andere Recht haben.

00:05:43: Und wie lange hat das insgesamt gedauert, so das Prozedere?

00:05:46: Viel

00:05:46: schneller, als man denkt.

00:05:47: Halbis

00:05:48: Jahr?

00:05:48: Genau,

00:05:48: nach halbis Jahr.

00:05:49: Und das

00:05:49: ist relativ zügig, ne?

00:05:51: Also okay, ist jetzt nicht extra lang... Für

00:05:53: uns, ich würd sagen einfach normal.

00:05:56: Ja, für mich war das jetzt.

00:05:56: Mit

00:05:56: so einem schwierigen Charakter dann schon zügig.

00:05:58: Das ist aber noch

00:06:01: alles recht friedlich.

00:06:03: Nein.

00:06:04: Scherz auch.

00:06:05: Ja, aber Linda, weißt du, was ich eigentlich erspannend fand?

00:06:07: Ich hatte so den ersten Kontakt irgendwie, so dieses Telefonat irgendwie im September und dann haben wir uns im November getroffen und ich hatte noch gar nix irgendwie.

00:06:16: und dann waren schon... Lagen schon Muster auf dem Tisch.

00:06:19: Also von acht Wochen lagen da schon Muster und ich hatte noch gar nichts vorgegeben.

00:06:22: Und da haben sie mir gesagt, ja, wir haben jetzt mal so Fötchen gemacht.

00:06:25: Das kannst du aber natürlich alles verändern.

00:06:26: Wir wollten dir nur mal ein Gefühl dafür geben.

00:06:28: Und das war nicht ziemlich cool.

00:06:29: Also, dass die da schon so ein Commitment hatten.

00:06:31: Da war da auch nicht über Verträge und Knete und so.

00:06:35: Und das war nicht wirklich ... Und finde ich auch nach wie vor in der Zusammenarbeit so toll, dass klar ist, natürlich soll das alles auch ein wirtschaftlicher Erfolg sein.

00:06:42: Aber erst mal ist die Voraussetzung, hat man so richtig Bock aufeinander.

00:06:46: Und das macht Spaß.

00:06:47: Und wie war deine Vor-Einstellung, Katjes, gegenüber?

00:06:50: Hast du gedacht, das geht alles viel kompliziert dazu?

00:06:54: Oder warst du erstaunt, wie entspannt es dann am Ende war?

00:06:57: Ja, ich habe mir das alles viel komplizierter vorgestellt.

00:07:00: Aus vielerlei Gründen.

00:07:01: Ich habe ja schon viel auch mit größeren Unternehmen Kontakte gehabt.

00:07:04: Und dann geht das immer.

00:07:06: Das kenne ich ja auch vom Fernsehen.

00:07:08: Das kenne ich aus der Zeit vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch noch.

00:07:11: Dann geht das durch eine Entscheidungsgründungskommission.

00:07:16: Die gründet dann wieder eine Entscheidungskommission.

00:07:18: Und dann sind

00:07:18: so zwei Jahre um.

00:07:19: Und dann sind schon mal zwei Jahre um, bis das nächste Telefonat kommt.

00:07:22: Und was, das habe ich hier sehr, sehr schnell erlebt, dass die DNA von Katja ist, zu sagen, ja, wir sind groß.

00:07:28: Aber wir haben eigentlich kleine Unions, die sehr schnell autark entscheiden.

00:07:33: und das Gaspedal durchtreten.

00:07:34: Und das ist voll das, was meiner Mentalität entspricht.

00:07:37: Ich finde, dass eine Idee nicht besser wird, wenn sie rumgammelt.

00:07:40: Aber trotzdem werden die Hausaufgaben ja gemacht.

00:07:43: Es ist ja nicht so, dass man sagt, ach komm, wir schmeißen mal auf den Markt, stellen fest, der Lecker ward jetzt nicht, aber wir sind schon mal auf dem Markt.

00:07:49: Und das fand ich richtig, also ich fand das beeindruckend.

00:07:51: Und es geht eigentlich noch einen Schritt weiter.

00:07:54: Dann treffe ich die beiden geschäftstuhlenden Gesellschafter.

00:07:59: Ja, die arbeiten seit wieviel Jahren zusammen?

00:08:03: Einzwanzig Jahre?

00:08:04: und siezen sich.

00:08:06: So, dann kommst du da rein, ich komm aus so einer Duzeritis-Welt und dann wird sich gesiezt und dann denkst du, okay, das weiß ich jetzt nicht, ne?

00:08:14: Und dann lernst du aber die Leute kennen und stellst fest, ja, das sind totale Rocker, die sich in den Anzug versteckt haben.

00:08:19: Also,

00:08:20: die... Sehr schön formuliert, also das hab

00:08:22: ich... Vor mich

00:08:24: nicht.

00:08:24: Nee, da ist immer noch... Die Geige wird immer noch gespielt.

00:08:28: Ja, aber das ist irgendwie cool, also und ich merke...

00:08:30: Gar

00:08:31: nicht so falsch.

00:08:32: Nee, und ich merke das an vielen... Kleinigkeiten.

00:08:34: Also wenn ich jetzt mit Tobias rede, er sieht es mich immer.

00:08:38: Ich duze ihn konsequent.

00:08:39: Er zuckt auch immer, wenn du duest.

00:08:41: Ja,

00:08:41: aber er reibt sich nicht daran.

00:08:43: Also er versteht total, dass es Martins Welt und ich verstehe seine Welt.

00:08:46: Aber woran ich immer merke, wie schnell das Jahr das ist und auch wie innovativ.

00:08:51: Soll ich was zu sagen?

00:08:52: Ja.

00:08:52: Sie sind auch nicht mal ein Mitarbeiter.

00:08:54: Okay.

00:08:55: Das macht den Unterschied.

00:08:58: Wenn du täglich miteinander arbeitest, vor allen Dingen.

00:09:02: Mitarbeiter hast, dann wollen wir sowas wie einen gewissen beruflichen Respekt zeigen.

00:09:08: Ja.

00:09:08: Das ist der Grund.

00:09:09: Die Mitarbeiter untereinander duzen sich ja auch alles, ja klar.

00:09:12: Aber das heißt, Sie sieht es Ihnen ja trotzdem, ne?

00:09:14: Auch wenn

00:09:14: er jetzt nicht... Ich seh es Ihnen jeden.

00:09:16: Ja,

00:09:16: ja.

00:09:17: Oh, das war meine Familie.

00:09:18: Das wäre

00:09:19: tragisch, ehrlich gesagt.

00:09:20: Das wäre tragisch, das ist in Frankreich besser.

00:09:24: Nein, aber verstehst du, ich könnte ja auch anfangen, einige zu duzen.

00:09:28: Wer doof.

00:09:29: Will ich alle duzen?

00:09:30: Nee, will ich nicht.

00:09:31: Und dann kommt der andere Aspekt.

00:09:32: Ja,

00:09:33: ich glaube, andererseits, wir haben ja auch eine Produktion der Mehrheit, die Mehrheit unserer Mitarbeiter in der Produktion.

00:09:39: Die fänden doch ein bisschen befremdlich, wenn ich die duzen würde.

00:09:42: Ja, und ich sage mal, Die Nähe zwischen Menschen muss man ja nicht durch ein Du- und Sie-Dokumentieren.

00:09:48: Absolut

00:09:48: nicht.

00:09:49: Aber Respekt.

00:09:50: Ja, aber das...

00:09:51: Es hat oft so zu Mitarbeitern oder gerade in der Produktion, wenn man die Dutz als Geschäftsführer, das ist so ein bisschen distanzlos.

00:10:00: Ja, aber das ist ja eben das, was ich so spannend finde.

00:10:03: In meinem Kopf ist das ja nicht so.

00:10:05: Also wenn ich jemanden duze, heißt das nicht, dass ich irgendwie gefühlt respektlos mit dem Umkehr oder jemanden sieze, zudem habe ich mehr Respekt, das nicht.

00:10:14: Das ist bei mir irgendwie, hat sich das vielleicht auch in der Medienbranche, ist das alles sehr du, ist eine andere Welt.

00:10:20: Aber was ich aber eben total so verrückt finde, ist, dass jemand jetzt sozusagen im Anzug umläuft, die ganze Welt siezt.

00:10:28: Aber jeden jungen Influencer kennt und total am Puls der Zeit ist und auch überhaupt keine Hemmungen hat vor so einer... Jugendlichen Influencer Welt oder auch einfach zu sagen hey

00:10:42: total

00:10:44: offen im Kopf und das bewundere ich sehr und ist für mich auch der große Unterschied zwischen vielen anderen Menschen die auch auch in der Medienlandschaft rumrennen die also überhaupt nicht verstehen dass da so eine andere Generation nachwächst und Social Media wie das funktioniert und das ist hier.

00:11:00: für mich eine total spannende Reise hier.

00:11:01: Das ist eigentlich auch eine ganz gute Überleitung für das neue Produkt, was entstand ist.

00:11:06: Das habe ich vorhin einmal kurz angesprochen.

00:11:08: Wir wollen ja auch über Pädchen sprechen, die neue Hunde pflege ohne aller Gene.

00:11:12: Erst einmal.

00:11:13: Was muss ich mir da genau vorstellen?

00:11:15: Was versteckt hinter dieser Idee?

00:11:17: Ja, also erst mal war diese Idee diesmal umgekehrt, die ist an mich rangeragen worden.

00:11:21: Also Katjes hat Hübchen gekauft.

00:11:25: Und da gab es eine Mitarbeiterin, die, und das sind ja genau die Geschichtung, die es geht eigentlich, die ein Hund hatte oder hat, der sehr allergisch ist.

00:11:33: Und Otto muss ziemlich häufig schamponiert werden und gereinigt werden und so weiter.

00:11:38: Und dann hat sie angefangen und gesagt, okay, womit mache ich das jetzt eigentlich?

00:11:41: und hat sich mit Hunde-Shampoos beschäftigt und festgestellt, krass, ich nehme eine Hunde-Shampo in die Hand und ich weiß gar nicht, was drin ist, weil es da nicht diese klassische Kindzeichnungspflicht eigentlich gibt bei einem Hunde-Produkt.

00:11:52: Und kam dann zu uns und hat gesagt, könnt ihr da was empfehlen?

00:11:56: Und dann hab ich gesagt, ich kenne mich überhaupt nicht aus mit Hunde-Shampo, weil ich eben nicht glaube, dass mal ein Hund einmal die Woche shamponieren muss.

00:12:03: Hm, okay.

00:12:04: Und dann hat sie gesagt, eigentlich müssen wir selber was entwickeln.

00:12:07: Weil es gibt aus ihrer Sicht überhaupt nichts Relevantes auf dem Markt.

00:12:11: Und dann hab ich auch ganz ehrlich gesagt, pass auf, ich find das jetzt für deinen Hund auch nachvollziehbar.

00:12:15: Aber ich kann ja jetzt nicht ernsthaft nur ne Shampoo auf dem Markt bringen und sagen, Leute, ab heute müsst ihr einmal die Woche und da hat sie gesagt, nein, nein, wieder falsch verstanden.

00:12:23: Das ist gar nicht unser Claim.

00:12:25: Die Idee ist eigentlich zu sagen, wenn ich einen Hund shamponieren muss, dann aber bitte mit einem wirklich vernünftigen Produkt.

00:12:30: Und was ist jetzt daraus entstanden?

00:12:32: Also wir haben hier Hundefeuchttücher, was haben wir hier noch?

00:12:36: Foten balsam und was noch?

00:12:38: Ja, unten langer und kurzer Shampoo.

00:12:40: Denn da sind die Ansprüche da tatsächlich ganz anders.

00:12:44: Das heißt also, die Aufgabe von Bübchenseite aus war zu sagen, was auf.

00:12:49: Lass uns mal daran gehen, erstmal so aus der Praxis.

00:12:51: Was braucht dieser Otto eigentlich?

00:12:53: Was braucht dieser Hund?

00:12:54: Wir probieren ein bisschen rum.

00:12:56: Dann gibt es natürlich ein Labor und Entwicklung.

00:12:58: Und wir haben von unserer Seite gesagt, okay, wir können einbringen.

00:13:03: Wie ist eigentlich so der Prozess des Shamponniers?

00:13:05: Also ein Thema ist, es darf nicht wahnsinnig schäumen, denn wir wollen, dass das Zeug aus Hundesicht auch schnell wieder runter ist.

00:13:13: Und zwar nicht, weil es schädlich ist, sondern weil auch nicht jeder Hund gerne stillhält.

00:13:17: Nicht jeder Hund findet das super, mit Wasser übergossen zu werden oder einschabboniert zu werden.

00:13:21: Dann haben wir natürlich auch mit unseren Tierärzten gesprochen, die mit denen wir lange zusammenarbeiten, die auch mit der Entwicklung d'accord sein müssen.

00:13:29: Da war ein großes Thema, war doch auch Thema zum Beispiel pH-Wert.

00:13:32: Ein Hund ist kein Mensch.

00:13:34: Und hat deswegen einfach ein ganz anderen pH-Welt.

00:13:36: Deswegen, wenn man ein normales Menschen-Shampoo für ein Hund nimmt, ist es einfach verkehrt.

00:13:40: Das wäre nämlich meine Frage, weil ich jetzt nicht aus diesem Hundekosmos gekommen bin.

00:13:43: Warum nimmt man da nicht Büppchen?

00:13:44: Hat ja super Babyprodukte.

00:13:46: Warum nimmst du nicht ein Baby-Shampoo?

00:13:48: Weil am Ende habe ich genauso viele Haare wie ein Hund.

00:13:52: Ja, das stimmt.

00:13:53: Das stimmt.

00:13:54: Aber deine Haare, wie wär's mit der Pfötchenpflege?

00:13:57: Deswegen frage ich, ob ich mich vielleicht umgekehrt

00:14:01: umsteigen kann.

00:14:03: sind aber trotzdem anders und vor allem ist deine Haut anders.

00:14:07: Und ich finde ganz, ganz spannend, dass du als völlig unbelegte und nicht Hundefrau sofort den Impuls hast zu sagen, ich nehme einen Babyshampon.

00:14:18: Und jetzt, Achtung Outing, das war genau meinen Gedanken im Welt.

00:14:22: Ich habe bisher immer, wenn ich einen Hund shamponiert habe, gesagt, okay, die Hundeschampus kann ich alle nicht einschätzen, da steht nicht drauf was drin ist, bla bla bla.

00:14:30: Aber so ein Baby-Shamp bekommen, das kann ja wohl nicht falsch sein.

00:14:32: Auch ich hab das so gemacht.

00:14:34: Weil ich dachte ja gut, wenn, also ich sag mal Deutschland ist sehr picky mit, mit, mit Vorschriften und so weiter, wenn es für ein Baby okay ist, wird's schon für Grund auch okay sein.

00:14:45: Ja, und tatsächlich ist es nicht der Fall, weil die Haut ganz anders ist bei Hunden.

00:14:49: Das heißt also, pH ist ein riesen, riesen Faktor.

00:14:54: Und das hat es auch nicht ganz unkompliziert gemacht.

00:14:57: Also zu sagen, wir wollen ja jetzt auch kein Shampoo das wahnsinnigen Geruch verströmt.

00:15:01: Also wir wollen eben nicht, es gibt Hundeschampus auf dem Markt, riechst du dran und die riechen für dich angenehm, aber für einen viel zu intensiv.

00:15:09: Also das ist für Menschen gemacht.

00:15:11: Also wo ein Mensch hinterher sagt, jetzt riecht mein Hund.

00:15:14: Aber wie meine Mutter, oder was?

00:15:17: Ja, oder wieder Partner.

00:15:18: Und das ist ja nicht die Idee.

00:15:20: Riecht das Apfelbaum?

00:15:22: Das ist eigentlich ein Superbeispiel so, ne?

00:15:25: Ja, aber jetzt reden wir davon aus, dass eine Hunde nase etwa zweimal mehrere Riechzellen hat.

00:15:29: Und das ist nicht angenehm für den Hund.

00:15:31: Da ist jetzt die Frage.

00:15:32: Das fühlt sich komplizierter an als bei Hundjes, auf jeden Fall.

00:15:36: Ja, ist es auch.

00:15:37: Und das heißt, wie lange hat hier die Entwicklung gedauert?

00:15:40: Und wenn du dich ja auch noch einbringen möchtest,

00:15:44: Eineinhalb Jahre?

00:15:45: Ja.

00:15:46: Das war ein längerer Prozess, weil jetzt kommt ja der große Charme.

00:15:48: Ich betreibe hundertfünfzig Hunde-Schulen mit knapp vierhundert Trainern.

00:15:53: Wir vergeben hunderttausend Trainingseinheiten im Jahr.

00:15:55: Das heißt, der große Charme ist, dass wir ein Hunde-Produkt wirklich testen können.

00:16:00: Wie würdet ihr sagen, wie sieht die Marktsituation aus insgesamt und habt ihr harten Wettbewerb gehabt oder ... Sondert ihr euch jetzt so ab, weil ihr so viel Arbeit da reingesteckt habt?

00:16:12: Nee, es gibt gar keine Marke, sonst.

00:16:15: Das Tolle ist jetzt also das Marketingsicht.

00:16:18: Eigentlich ist eine Marke ja vorverkauftes Vertrauen in die ganzen Eigenschaften, die sie gerade geschildert haben.

00:16:24: Dafür gibt es eigentlich eine Marke.

00:16:26: Dem Verbraucher ist auch leichter zu machen und sagt mal, pass mal auf, das ist getestet durch Martin Rütter und seine Schuhe.

00:16:33: Und im Augenblick gibt's so was nicht.

00:16:35: Das ist toll.

00:16:35: Also für uns super.

00:16:36: Das hat ja diese Mitarbeiterin, also ich sag auch extra noch mal den Namen, weil credits to her Karalaya heißt sie, die hat das eben auch entdeckt, weil sie auf der Suche war für ihren Hund und sie hatte nichts, wo sie sagen könnte, okay, das ist gleich das Versprechen, was ich auch suche.

00:16:54: Und das machen wir jetzt und deswegen bringen wir jetzt auch nicht gleich zwanzig Produkte raus, sondern erst mal ... Die Basics, Langhaar kurzer, Tücher und Vötchenpflege fertig.

00:17:05: Ja?

00:17:06: Und dann hast du aber immer das gleiche Versprechen, eben dieses Nichtallergische von einem Hersteller, der sonst Babycreme und Shampoo herstellt.

00:17:15: Ja?

00:17:16: Und das ist eigentlich das tiefere Sinn von alledem, natürlich außer, dass da auch jemand draufsteht, der wahrscheinlich die größte Credibility in dem Bereich hat, dass wir ein Verbraucher es auch leicht machen mit diesem auch den klaren Pädchen, bleibt sich natürlich von Päd und Bübchen ab.

00:17:33: dass es dem Verbraucher leicht gemacht wird.

00:17:35: Wer sonst jetzt in, ich nehm jetzt keinen Namen, irgendeine Kette geht, der sieht ja alles Mögliche, muss erst mal das hin und her drehen.

00:17:43: Eigenschaftlich.

00:17:43: Und er erfüllt das einfach nicht, was es tun ist.

00:17:45: Das ist nicht wirklich krass.

00:17:47: So, aber das heißt, das ist jetzt eher, also, wie gesagt, ich hab nichts mit Haustieren zu tun.

00:17:53: Wir

00:17:53: haben Hunde.

00:17:55: Ja, ich nicht.

00:17:57: Mir wäre das viel zu anstrengend.

00:17:58: Und wenn ich das jetzt sehen würde, würde ich sagen, Echt jetzt?

00:18:02: Hundefeuchtücher?

00:18:03: Ich kann das sagen.

00:18:05: Sorry to say, aber ist das nicht übertrieben?

00:18:10: Die Frage ist total berechtigt, weil gerade ich stehe dafür zu sagen, brauchen wir jetzt den hundertsten Schischee, muss der Hund jetzt wirklich in dem Dindl über das Oktoberfest geschleift werden.

00:18:20: als damals Rudolf Moshammer starb und die Frage kam, was passiert mit dem Hund Daisy?

00:18:25: Hab ich ja gesagt, ja jetzt für den fängt das schöne Leben an, endlich dafür mal auf eine Wiese.

00:18:28: Und das konnte ich deshalb so sagen, weil ich Rudolf Moshammer kannte und wir uns mehrmals begegnet sind und ich ihm das auch x-mal persönlich gesagt habe und x-mal gesagt habe, wie sehr ich ihn schätzte.

00:18:37: Und deshalb war das jetzt nicht so ein stichelhaier Nachgang.

00:18:40: Aber wenn ausgerechnet ich jetzt komme mit einem... Pflegetuch, das erkläre ich gleich auch nochmal mit dem Fotenbaldsam und mit dem Shampoo, ist die Frage total naheliegend, sind dem Rüttar jetzt die Sicherungen durchgebrannt.

00:18:50: Aber all diese Produkte sind total alltagstauglich.

00:18:54: Du wirst es nicht verhindern können, dass du deinen Hund mal schamponierst.

00:18:57: Das ist unumgänglich, weil wir natürlich, also ich rede jetzt nicht nur von Alltagsbelastungen mit, was so in der Welt rumfliegt, aber wir sind mit dem Hund sehr nahe.

00:19:07: Die meisten haben ihren Hund mit auf der Couch und auch mal mit im Bett.

00:19:10: Und da ist der Pflegeanspruch ein anderer als früher.

00:19:13: Plus, ich will meinen Hund so natürlich halten wie nur irgendwie möglich.

00:19:16: Und das gehört auch dazu, dass er sich im Wald mal wälzt und dass er sich mal in den Fütze schmeißt.

00:19:21: und dann, sorry, hab ich's ganz gerne, wenn ich das auch wieder rauskriege.

00:19:24: Herr Rützer kann mich ja korrigieren.

00:19:26: Ich bin als Hunderhalter.

00:19:27: zwei Sachen, wo ich das zum Beispiel sofort brauchen konnte.

00:19:30: Das Erste war, Fötchenmal sagen, habe ich letzten Winter, als wir noch in Entwicklung waren, schon mitgekommen.

00:19:34: Warum?

00:19:35: Wenn man im Schnee, im Skiurlaub ist und spazieren geht, dann werden die Froten einfach wahnsinnig trocken und da muss irgendwann was drauf, weil die brechen richtig.

00:19:42: Das Zweite, ich lebe auf dem Land.

00:19:44: Unser Hund ist ja recht mal jetzt nicht so domestizierter, so mit am Tisch sitzt.

00:19:49: Aber wenn man mit dem spazieren geht und da gibt es manchmal Gerüchte, da sucheln die sich plötzlich.

00:19:54: Weiß man, das ist jetzt nicht

00:19:56: gut.

00:19:57: Und dann kommt man nach Hause, das ist echt ein Problem.

00:20:01: Das Ding, weil alles so ein Verwesungsgeruch, finde ich ja großartig.

00:20:05: Ich zu Hause nicht.

00:20:07: Ein Grund, warum ich keinen Hund habe.

00:20:10: Ja, aber mit Schafkuh jetzt.

00:20:13: Jetzt geht's.

00:20:14: Nein, aber auch das, und das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:20:17: Deshalb ist der Claim hier nicht.

00:20:19: Champoniert dein Hund jetzt sechsmal die Woche.

00:20:21: Sondern wenn schon, dann aber so.

00:20:23: Das ist nach wie vor der Claim.

00:20:24: Und deshalb war das auch mit dem Foten balsam.

00:20:27: Auch da ist völlig klar, dass es jetzt nicht darum geht, nach jedem Spaziergang pinsel ich die Foten ein.

00:20:34: Überhaupt nicht.

00:20:35: Aber Winter, es wird gestreut, es wird nach wie vor viel granulat.

00:20:40: Ich zum Beispiel habe das große Problem mit der aktiven Hündin, die ich hatte, dass die natürlich viel rennt und die Trainingsformen, die ich mit ihr mache, sind viel rennen, stoppen, bremsen.

00:20:51: Und da macht es schon Sinn, auch Pfoten zu pflegen und auch jetzt nicht überborden.

00:20:55: Aber das Pflegeprodukt, das Fötchenweilsam, das war, fand ich, eine richtige Kopfnuss in der Entwicklung.

00:21:02: Inwiefern?

00:21:03: Ja, weil inwiefern.

00:21:04: Jetzt nehme ich das hier in die Hand und jetzt müssen ja mehrere Sachen passieren.

00:21:08: Ist das zu flüssig?

00:21:09: Krieg ich es nicht richtig verteilt?

00:21:11: Es läuft zwischen die Pfoten übers Fell und hast du nicht gesehen?

00:21:14: Ist es zu fest?

00:21:15: Dauert der Prozess des Auftragens unheimlich lang?

00:21:19: Und Hunde sind ziemlich kitzelig zwischen den Pfoten.

00:21:22: Das heißt, egal wie gut der Zogen ist, wenn du so zwischen die Pfoten beilen gehst.

00:21:28: Kitzelt das.

00:21:29: Dann kommt die zu.

00:21:30: Wie reagiert

00:21:31: ein Hund eigentlich, wenn er... Jetzt zieht die

00:21:33: Foto weg, so wie wir auch.

00:21:34: Der

00:21:34: lacht nicht.

00:21:35: Nee, genau.

00:21:36: Jetzt zieht die Foto weg und findet es dann irgendwie doof.

00:21:39: Das heißt, ich möchte es schnell auftragen können.

00:21:43: Es soll gut einziehen und es soll und jetzt kommt es auch für mich menschlich unangenehm sein.

00:21:48: Das heißt, wenn ich das jetzt hier auf den Fingern habe und ich habe das in meinen Händen verteilt, passiert erst mal nichts Schlimmes mit mir.

00:21:54: Ich habe also danach... darf ich durchaus auch noch mal die Hände in die Hosentasche stecken, ohne dass ein Riesenproblem entsteht.

00:21:59: Und das fand ich wichtig.

00:22:01: Und das war total komplex.

00:22:02: Das war wirklich komplex.

00:22:04: Und dann kommt ihr zu und jetzt wird's auch bescheuert.

00:22:06: Es darf nicht zu gut schmecken für Hunde.

00:22:09: Weil Hunde ja auch...

00:22:10: Fängt sofort an, es abzulecken.

00:22:12: Ach so, dann ist es wieder weg, ne?

00:22:13: Ja, okay.

00:22:14: Und jetzt geht's noch weiter.

00:22:15: Und es muss schnell einziehen.

00:22:17: Wenn es also lange drauf ist, du cremst es also da im Hund ein und jetzt bleibt es, wer weiß, wie lange auf der Pfote, willst du das auf dem Teppich haben?

00:22:24: Und willst du, dass der Hund dran leckt?

00:22:26: Nein.

00:22:26: Also ziemlich tricky.

00:22:28: Jetzt können wir aber nichts hier reinmachen, wo wir sagen, dass es so ekelig für den Hund, dass er nicht dran geht.

00:22:32: Wäre moralisch nicht vertretbar.

00:22:34: Also du merkst

00:22:36: schon, es ist keine weiteren Fragen.

00:22:39: Es ist ein Prozess.

00:22:40: Jetzt kommen wir tatsächlich nochmal auf Vertriebskanäle zu sprechen.

00:22:44: Welche werden da fokussiert?

00:22:45: Auf welche greift man da zurück?

00:22:48: Das da links sind natürlich Drogeriemärkte und natürlich Tiermärkte.

00:22:52: Also das finde ich in der Drogerie, das muss ich jetzt nicht extra irgendwo bestellen in einem Hunde Fachhandel oder online oder so.

00:22:58: Herr Rüter war ja selber mit bei DM, hat auch zur Volllistung geführt und so vergrößert sich.

00:23:03: Ja, warum eigentlich mit zu DM?

00:23:05: und du kannst das natürlich auch online kriegen.

00:23:07: Du kriegst es im Pättchen online Store, du kriegst es in meinem online Store, aber natürlich brauchen wir eine Präsenz im Markt.

00:23:15: es eben ja auch schon gut beschrieben wurde.

00:23:17: Ja, Hundeschampo gibt es viele, aber es gibt nicht das Hundeschampo, wo du sagst, ah ja klar, hab ich verstanden.

00:23:23: Das heißt, wir brauchen schon eine gewisse Präsenz und ich hatte ja im Vorfeld gesagt, ich muss ein Produkt total leben und verstehen.

00:23:30: Und deshalb ist auch völlig klar, dass ich zu einem Verkaufstermin mit zu DM fahre, weil da natürlich sofort die Frage kommt und die Frage wäre gekommen, wenn ich nicht dabei gewesen wäre.

00:23:39: Ganz ehrlich, was hat der Rüttar gekriegt, hab er bei Euro bezahlt, jetzt bewirbt er das.

00:23:44: Wenn die aber merken, ach guck mal, das ist die Logik dahinter.

00:23:48: Und er, er lebt das wirklich mit, er entwickelt das mit, hat das einen ganz anderen Impact.

00:23:52: Das hatten, also wir haben das ja bei mir im Projekt, wenn diejenigen, mit denen wir zusammenarbeiten, das Produkt erklärt, ist das für den Händler... Total überzeugt.

00:24:04: Weil er sieht, dass da wirklich eine Kompetenz ist.

00:24:06: So wie Sie die Produkte erklärt haben, so kann ich es ja noch nicht mal erklären.

00:24:11: Und das überzeugt einfach den Einkäufer.

00:24:13: Weil man sieht, da ist so viel Kompetenz reingegangen, da macht die Kooperation auch Sinn.

00:24:18: Man kann ja die Frage sagen, warum macht sie Sinn?

00:24:20: Weil das ist nicht nur der Name und die ihre Kompetenz, die ihm zugeschrieben hat, sondern auch... bei der Produktentwicklung alles mitzuentwickeln.

00:24:27: Und

00:24:28: ich sage nochmal zum Vertriebskanälen, das mit den Drogeriemärkten ist für uns einfach, weil Bübchen da auch überall liegt.

00:24:35: Was für uns neu ist und da müssen wir uns dann mit dieser Kompetenz reinarbeiten, sondern natürlich Tiermärkte.

00:24:41: Das ist ja ein eigener Vertriebskanal.

00:24:43: Das sind wir aber dran, das sind auch schon ziemlich weit.

00:24:46: Und das bereichert uns ja dann wieder.

00:24:48: Ist

00:24:48: es ein gegenseitiges Lernen auch?

00:24:50: Also lernen Sie von Herrn Rütter und umgekehrt?

00:24:52: Nein, wir lernen von Herrn Rütter das Produkt.

00:24:56: Wir kennen das Problem, also die Frau Lager kennt das Problem aber nicht die Lösung.

00:25:00: Und er bringt die Lösung.

00:25:01: Aber

00:25:01: was ich umgekehrt auch so sagen kann, was ich total spannend finde, ist, dass ich eigentlich in allen Gesprächen, die ich hier habe, mit Mitarbeitern oder jetzt hier mit den beiden Gesellschaftern, erlebe ich zu einer Offenheit.

00:25:12: Und das erlebt man ja nicht in allen Firmen.

00:25:15: Also es gibt eine totale Transparenz.

00:25:17: Als wir gesagt haben, hey, Pädchen, lass uns das zusammen machen, war ziemlich schnell klar, ja, wir machen das auch zusammen.

00:25:22: Aber damit das funktioniert, muss man ja sehr ehrlich miteinander sein.

00:25:25: Also wir haben auch an manchen Stellen gesagt, krass, die Frage kann ich gleich beantworten.

00:25:29: Super Frage.

00:25:30: Und dann fangen wir an, unser Netzwerk an zu... Ich referiere ja an Universitäten.

00:25:35: Das heißt, für mich ist es ziemlich einfach, auf Studien zurückzugreifen und auf ein großes Netzwerk an erfahrenen Leuten zum Thema auch Hundegesundheit.

00:25:43: Und ich kann hier und darf hier sagen, sorry, noch nie gehört.

00:25:47: Und umgekehrt erlebe ich hier auch so eine Transparenz im Sinne von, okay, was wird unsere Marketingstrategie sein?

00:25:53: Wohin müssen wir?

00:25:54: Wohin geht denn eigentlich die Reise?

00:25:55: Das ist total spannend.

00:25:56: Ist das für diese Zusammenarbeit?

00:25:58: Sind das die wichtigsten Faktoren?

00:26:00: Also jetzt auch gegenseitig.

00:26:02: Authentizität und auch diese Offenheit.

00:26:05: Kompetenz.

00:26:06: Kompetenz.

00:26:07: Das ist das Schlüsselwort.

00:26:09: Kompetenzaufteilung.

00:26:11: Wir machen das, was wir gut können, das Vertrieb, das Marketing, das produzieren und Sie machen das, was Sie super können, den Hund verstehen, zu wissen, was wirklich das perfekte Produkt ist.

00:26:22: Weil es gibt am Ende dann ein Produkt, wo es faktisch keinen Wettbewerb gibt und das immer am schönsten.

00:26:27: Aber eben auch... Kompetenz ist ein riesen Thema, aber eben auch die Offenheit.

00:26:31: Wir haben gesagt, okay, wir werden ein paar Social Media Clips drehen.

00:26:34: Und haben gesagt, ey, bitte vertraut uns, wir möchten das gerne mit unseren Hunden machen, nicht irgendeiner Tieragentur buchen und so, weil wir wissen, bei unseren Hunden wirklich, das sind trainierte Hunde, da sind Leute dabei, die wissen, was wir machen und so weiter.

00:26:46: Und das haben wir dann auch so gemacht.

00:26:48: Aber wir hatten auch die Offenheit, zu sagen, lass uns mal richtigen Quatsch machen.

00:26:51: Also du siehst dann erst mal, wie ich etwas shamponiere.

00:26:56: Und dann zieht die Kamera auf und dann sitzt Detlef, steh bist du da.

00:26:59: Und kriegt von mir den Kopf und Detlef sagt, hör mal, du weißt schon, dass ich keine Haare habe.

00:27:03: Und also auch diese Offenheit mal ein bisschen flapsig und vielleicht auch mal drüber zu sein, besteht eben auch.

00:27:10: Wird Nachhaltigkeit denn insgesamt bei Tierprodukten einfach zu sehr als reines Verkaufsargument genutzt?

00:27:16: Hast ja schon so ein bisschen angesprochen, dass du auch viele Angebote hast und dass eigentlich viel weniger auf den Zweck und auf den Sinn geachtet wird.

00:27:23: Also ist es hier anders?

00:27:25: Naja, ich habe ja oft Angebote bekommen aus der Futtermittelindustrie, auch von großen Konzernen, wo wirklich viel Geld umgedreht wird.

00:27:32: Und dann teste ich die Produkte und stelle fest, sorry, kann ich nicht empfehlen.

00:27:36: Kann nichts hat Produkt.

00:27:38: und wenn ich dann sage ja, man könnte sie aber gut machen, dann ist es eben häufig bei Konzernen so, nee, wir haben ja eine Erfolgsgeschichte, warum sollen wir den jetzt was verändern und haben dann nicht die Offenheit zu sagen, hey, wir können noch eine Martin Rütter Edition machen, die dann halt ein bisschen anders ist.

00:27:53: Das ist hier anders und hier muss man ja sagen, dass in dem Kosmos Katjes ja eine Geisteshaltung ist, die sehr, sehr fortschrittlich ist.

00:28:01: Also als vor zehn Jahren, so habe ich das wahrgenommen, Alleine schon im Süßigkeitensegment gesagt wurde, hey, wir haben eigentlich jetzt richtig Lust, das auf vegan umzustellen.

00:28:11: War das in der Zeit, wo das noch nicht hip war?

00:28:14: Und wo, da bin ich mir ziemlich sicher, dass auch innerhalb der Firma erst mal auch ein paar gesagt haben, dein Ernst jetzt, das könnte ein Thema werden.

00:28:22: Heute sind sie... So viel weiter als alle anderen, das ist schon krass.

00:28:27: Und auch die Produkte sind einfach viel besser, weil ein riesengroßer Forschung da ist.

00:28:31: Und ich hab schon hier immer das Gefühl, und das war eine der ersten Gespräche, die ich mit Herrn Fassiner hatte, der gesagt hat, hey, ich hab Kinder.

00:28:37: Und ich möchte wirklich auch ein Stück weit dazu beitragen, dass dieser Planet so lang wie möglich funktioniert.

00:28:43: Und dass das nicht an allen Stellen von jedem von uns immer umsetzbar ist, ist völlig klar.

00:28:49: Aber da, wo es machbar ist, lass uns das machen.

00:28:51: Und das finde ich schon ganz cool, ehrlich gesagt.

00:28:53: So, jetzt haben wir gesagt, der Herr Fassin und Herr Bachmüller sind offen für neue Sachen.

00:28:58: Gibt es schon noch eine neue Idee?

00:29:00: Wir haben jetzt Fruchtgummier haben wir.

00:29:02: Wir haben die Pflegeserie, was kommt als nächstes?

00:29:04: Wer wird als nächstes?

00:29:06: Champoniert?

00:29:08: Ist

00:29:09: da nichts?

00:29:09: Die klare Antwort, nein.

00:29:11: Wir freuen uns darauf.

00:29:12: und in Marken ist es so, du pflanzst ein Baum.

00:29:16: Das ist das gemeinsame Ziel.

00:29:18: Das ist auch nicht irgendwie so eine Lizenznummer mit Herrn Rütter, sondern gemeinsam entwickelt, nimmt auch am Wirtschaftliederfolg als Unternehmer teil.

00:29:26: Und das heißt, wir wollen zusammen Baum draus machen.

00:29:30: Und Baum passiert nicht in einem Jahr, hab ich mal gehört.

00:29:34: Ja, aber auch das finde ich ganz, ganz toll, was jetzt hier gesagt wird.

00:29:39: Auch das haben wir ... wirklich auch in der Zusammenarbeit dokumentiert, zu sagen, wir wollen jetzt nicht ein Jahr ein paar Lakritzer auf den Markt schmeißen, ein Jahr ein paar Weingummi oder Fruchtgummi und dann sehen wir mal weiter, sondern das ist tatsächlich sehr erfolgsabhängig, was da passiert und auch sehr langfristig.

00:29:56: Also die Fruchtgummi sind erfolgreich, die Lakritzen sind erfolgreich.

00:30:00: Ich kann ein bisschen dran fühlen, dass wir vielleicht auch noch ein saures Produkt machen.

00:30:04: Und dass wir natürlich Dinge weiterentwickeln.

00:30:07: Schraube

00:30:07: ich jetzt auf.

00:30:10: Wir nehmen ja Ideen auf den Podcast mal gerne auf.

00:30:14: Ja, was die beiden nicht wissen, wir haben mit Mitarbeitern schon drüber geredet.

00:30:19: Aber das ist ja genau das, was wir vorhin gesagt haben, schnelle kleine Units.

00:30:23: Aber jetzt gerade bei Pettchen, es wäre ja total falsch zu sagen, Lass uns einfach so viel wie möglich in Markt ballern und die Menge macht's dann.

00:30:31: Das halte ich für total falsch und das ist ja auch nicht die geilste Haltung bei Katjes.

00:30:35: Dann würde ich sagen, vielen Dank für diese spannenden Einblicke.

00:30:39: Martin, rütterschön, dass du da warst.

00:30:40: Vielen Dank an Sie beide, Herr Bachmüller und Herr Fassin.

00:30:44: Und ich hoffe, ihr konntet spannende Einblicke mitnehmen und ich würde mich freuen, wenn ihr beim nächsten Mal wieder mit dabei seid.

00:30:50: Katjes Pakt aus entsteht ohne Drehbuch und im echten Gespräch hat man, glaube ich, heute ganz gut gemerkt.

00:30:56: Und wenn euch die Inhalte gefallen, dann abonniert diesen Podcast gerne, bewertet ihn und empfiehlt ihn gerne weiter.

00:31:02: Das hilft, noch mehr Menschen zu erreichen, die wissen wollen, was Marken wirklich stark macht.

00:31:06: Und wenn ihr Feedback oder Fragen habt, dann schreibt uns gerne über den Kontakt in den Shownotes.

00:31:11: Und in der nächsten Folge beleuchten wir die Kampagne des Pinktober und wie Katjes mit Marketing Haltung zeigt.

00:31:18: Mein Name ist Linda Zawakis.

00:31:20: Ich bedanke mich ganz herzlich fürs Zuhören und sage bis zum nächsten Mal bei Kathias Pakt aus.

00:31:25: Danke.

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