Brand Campus statt Konzernstruktur
Shownotes
Wie führt man erfolgreiche Marken, ohne dass am Ende alles gleich aussieht? In dieser Folge von Katjes packt aus sprechen Linda Zervakis, Bastian Fassin und Tobias Bachmüller über Markenführung, Unternehmenskultur und den besonderen „Brand Campus“ von Katjes. Warum setzt Katjes bewusst auf kleine Teams statt Großraumbüros? Weshalb gibt es kaum Meetings, aber dafür lange gemeinsame Mittagstische? Und wie schafft es das Familienunternehmen, Marken wie Katjes, Bübchen, mymuesli oder Bogner eigenständig wachsen zu lassen, ohne zur typischen Konzernstruktur zu werden? Die beiden Unternehmer erklären, warum sie Fehler tolerieren, Untätigkeit aber nicht. Sie sprechen über schnelle Entscheidungen durch „Management by Walking Around“, kreative Freiheit für Mitarbeiter und darüber, weshalb jede Marke mit nur zwei Worten erklärbar sein muss. Eine ehrliche Folge über Leadership, Wachstum, Unternehmertum und die Frage, wie man Menschlichkeit im Business bewahrt.
Viel Spaß mit der Folge!
Produziert von Podstars by OMR
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00:00:00: Was man total unterschätzt ist, wie viel Energie das dem Menschen gewünsig gestalten dürfen.
00:00:04: Jemand der vorher bei Katjes gearbeitet hat, arbeitet heute bei Bübchen und der bei Bülbchen arbeitet morgen bei Wick.
00:00:09: Wenn die Karrieren machen wollen und vor ihm sitzt jemand dann geht es halt mal zu einer anderen Marke und würde sein bereichert die meisten auch.
00:00:15: Für
00:00:15: uns sind alle Mitarbeiter wichtig!
00:00:18: Und ich sage auch immer wenn ihr das Gefühl habt irgendwas stimmt hier nicht sagt's mir und dann stellen wir es auch oben machen wir
00:00:23: auch.
00:00:38: Da sind wir wieder.
00:00:38: Katjes packt aus, ich bin Linda Zawakis und heute sprechen wir über das Thema Markenführung.
00:00:43: und alle die diesen Podcast hören wissen inzwischen, Katjes ist ein bisschen mehr als nur Fruchtgummi.
00:00:49: zur Gruppe gehören mittlerweile viele unterschiedliche Marken Und die Frage ist wie führt man viele Marken ohne dass am Ende alles gleich aussieht?
00:00:59: Die Antworten von wem sollen sie kommen?
00:01:01: natürlich von Bastian Fassin und Tobias Bachmüller.
00:01:04: schön dass Sie wieder da sind.
00:01:05: Hallo
00:01:05: vielen Dank.
00:01:06: so Also viele unterschiedliche Marken, wie kriegen Sie es hin diese Vielfalt zu managen?
00:01:14: Erstmal indem wir Respekt vor jeder neuen Marke haben.
00:01:17: Wirklich so einfach!
00:01:18: Das ist erstmal der Grundsatz der
00:01:20: oben stehen?
00:01:20: Ja, wir integrieren ja auch überhaupt nicht unter der Beteiligungsholdung wo die meisten sind also bei der Süßwarengeschäft, da erheubraus und Wegbaumungszellos diesen voll integriert.
00:01:33: Aber die anderen Marken, wie Bübchen-Tiramet, Bogner oder jetzt Misoni.
00:01:38: Die sind natürlich sehr unterschiedlich.
00:01:43: Wenn ich sage wir integrieren nichts dann bedeutet das vor allen Dingen auch IT nicht und wir erlassen alle Fabriken Und dadurch bleibt so ein übernommenes Unternehmen ein eigenes Unternehmen.
00:01:54: damit fängt es an organisatorische Vermischung stattfindet.
00:02:00: Und das Zweite ist, wir haben ja eine spezielle Art von Marketing die im Grunde heißt jede Marke musst du mit ein oder zwei Worten beschreiben können.
00:02:09: Warum so kurz?
00:02:10: Weil dann die Unterschiede klarer werden.
00:02:13: Ja also bei Katja ist klar vegan, bei Wink Menthol Bruckner natürlich ähm elegante Sportlichkeit.
00:02:20: äh mit zwei Wort und nicht So lange Briefings, die all die Kreativen und uns selber verwirren würden.
00:02:29: Ja?
00:02:30: Wer es nicht einfach sagen kann halt selbst nicht verstanden ist nicht von mir.
00:02:34: Sie haben mich gar frei von wem ich was gelernt und das war von Einstein!
00:02:38: Und trotzdem aber wenn immer mehr Marken dazukommen verändert sich das nicht dann auch.
00:02:44: also wir haben ja in der letzten Folge auch darüber gesprochen dass es ihm wichtig ist dieses familiäre Beizubehalten.
00:02:51: wie schafft man das denn wenn immermehr markend dazu kommen?
00:02:54: Ich glaube, das liegt daran dass wir sie so eigenständig lassen.
00:02:57: Also erst mal bei der Größe des Unternehmens, sagen wir es sind jetzt wahrscheinlich zwei tausend Fünfhundert Mitarbeiter.
00:03:03: wenn die so wie ein Großkonzern geführt werden wäre das zu befürchten.
00:03:08: Wir führen ist aber gerade nicht so.
00:03:10: also wir möchten im Grunde immer kleine Einheiten haben.
00:03:12: Die Unternehmen nehmen wir dreht mit den Erdnüssen ist eine eigene Firma.
00:03:17: bei Nürnberg Nehmen wir Bogner.
00:03:18: in München is ne eigene Firma und das heißt diejenigen die das dort führen Die führen das immer wie ein Familienunternehmen.
00:03:25: Die führen es in unserem Sinne, die kennen unsere Werte.
00:03:28: und das Gleiche ist auch hier in Düsseldorf wo wir gerade sind.
00:03:31: da wird auch jede Marke in einem unterschiedlichen Gebäude geführt.
00:03:35: also wenn sie jetzt ja ich würde sagen Luftlinie sind das fünfhundert Meter und da gehen Sie jeweils nicht in einen Großraumbüro wenn man wie die Hühner sitzt.
00:03:46: Da verstehe ich dann auch dass man jetzt Homeoffice will.
00:03:49: Sondern hier ist es so, es sind eben immer kleine Teams.
00:03:53: Hier beispielsweise sind es etwa zwölf dreizehn Personen und die bilden eine Katjes etc.
00:04:01: Einheit.
00:04:01: oder da drüben haben wir das Bübchenteam Da haben wir dass mein Müsli Team hier haben wir Das Haus of Chocolates da is Jokola zusammen mit Trät Und dadurch hat jede Gruppe so ne eigene Nähe, Gemeinschaft, Team Spirit und es ist nicht so ein Hühnerstein.
00:04:22: Mit Schmarsch!
00:04:23: Wo wir integrieren ist genau der Platz an dem wir hier sitzen.
00:04:26: ja im Hintergrund hört man ja Kochgeräusche das kein Zufall.
00:04:29: zweimal in der Woche kommt ein Koch und kocht für circa siebzig Leute aus verschiedenen Units.
00:04:35: das heißt... Wir müssen uns noch ein bisschen beeilen, um eins was hier voll.
00:04:40: Und das größte und schönste ist wenn wir immer mehr Tische anbauen ja Sie sehen inzwischen sind wir da oben die Ecke dahin früher noch eine Schaukel die musste weg.
00:04:49: Das ist etwas was uns Spaß macht und dann können eben alle Leute auch ein bisschen miteinander quatschen dass er das älteste was es gibt.
00:04:56: Menschen essen zusammen.
00:04:57: Was
00:04:58: passiert denn bei diesem Essen und bei diesen Austausch?
00:05:00: Warum ist das wichtig für die Unternehmenskurs?
00:05:01: Ja
00:05:02: also wie macht's nicht so kantinenmäßig.
00:05:03: deswegen langer Tisch Und wir hoffen, dass es auch ein bisschen durcheinandergewürfelt wird.
00:05:10: Es reicht sogar schon wenn du siehst das neue einer Quad-Stunde erzählt so weiter.
00:05:16: Lange Tische führen zur Gemeinschaft diese Kantientische da wo so drei sitzen... Und über den anderen Tisch läst er, das finden wir schrecklich.
00:05:25: Wir gibt auch keine Essenmarken oder irgendein Verwaltungsquatsch nicht.
00:05:29: Wir zahlen das fertig und wir freuen uns, wenn viele kommen.
00:05:33: Das Überraschen ist, wir haben ein Gebäude, das ist zehn Minuten mit dem Auto also auch hier im Hafen ... Luftlinien
00:05:41: da?
00:05:41: Aber Verkehrstechnisch schwierig!
00:05:43: Ja weil Hafenbecken musst du umrunden.
00:05:46: Da hatte ich gar nicht damit gerechnet.
00:05:47: Da sitzen so auch so zehn, fünfzehn, tippe ich mal.
00:05:52: Die hatte ich gar nicht damit gerechnet, ob die kommen auch immer.
00:05:55: Und das finde ich toll!
00:05:57: Das heißt Menschen suchen das auch.
00:06:00: Natürlich ist er ein Kompliment an den Koch.
00:06:03: Er
00:06:04: grinst und freut sich.
00:06:06: Ja natürlich.
00:06:12: So leben wir Gemeinschaften.
00:06:13: Wir leben die nicht in den Marken.
00:06:15: Warum?
00:06:16: Weil die Konsumenten auch unterschiedlich sind.
00:06:18: Und also dieses ganze Modell, das sozusagen überall ich nenn's jetzt mal einzelne Units sitzen.
00:06:24: Das ist Brand Campus?
00:06:25: Das ist das Modell ne?
00:06:27: Ja es ist glaube ich so ein bisschen organisch gewachsen.
00:06:29: Also es ist gar nicht so ein Ursprünglichstil von uns gewesen.
00:06:31: wir sind ja ursprüngliche mein Emerich begonnen und haben auch in Emmerich nach wie vor unsere Zentrale.
00:06:37: aber es gibt bestimmte Bereiche da ist einfach besser die sind nicht in emmerich sondern sie sind in Düsseldorf Weil wenn man im Marketing arbeitet, lebt man eher in Düsseldorf als emmerich.
00:06:46: Und früher war das dann vorne immer aus Düsseldoorn nach Emmerich und nach zwei drei Jahren sagten die ist ein bisschen viel Fahrerei.
00:06:52: War jetzt auch nicht unserem Sinne.
00:06:54: Dann haben wir entschieden dass wir nach DüsselDorf gehen und so fing das im Grunde an.
00:06:57: Das war übrigens genau hier der Bereich, der erste war.
00:07:03: Da waren die ersten Marke sozusagen etabliert Und ein bisschen kam das dann auch durch die Zukäufe, dass wir durch jeden Zugauf überlegt haben was machen.
00:07:11: Denn jetzt sollen wir die hier zusetzen?
00:07:12: Nee!
00:07:13: Die sollen ein eigenes Gebäude bekommen und so ist dieser Brennkampus entstanden.
00:07:17: wenn man jetzt hier durch den Hafen geht gibt's ich glaube sechs verschiedene Ort-Eingänge oder Häuser mit auch eine eigenen Kultur und das passt ist auch ganz gut weil so ein Bübchen mit dem Thema super sanft ist einfach anders als ein Thema Katjes zum Thema Vegan.
00:07:35: Das sind dann doch auch andere ...
00:07:37: Noch besser ist es bei Katjes und Theramät,
00:07:40: ja.
00:07:41: Ja gut!
00:07:43: Aber obwohl das eigentlich zusammenhört...
00:07:45: War das so'n schleichender Prozess oder war das von Anfang an klar?
00:07:49: bloß kein Konzern?
00:07:51: Also bloß nicht irgendwie über mehrere Stockwerke und alle sitzen sozusagen in ihren Einzelbüros?
00:07:56: Oder hat sich das entwickelt, dass die gemerkt haben's ist ihr wie besser?
00:07:59: Hat sie entwickelt.
00:08:00: Ja, wir hatten ja gar nicht so einen Riesen-Masterplan.
00:08:02: Wir wussten immer, wir wollen mit der Katja International gute Marken kaufen.
00:08:07: Wir haben ehrlich gesagt unsere Erwartungen übertroffen und damit dann auch den Raumbedarf...
00:08:16: Wir haben schon ein bisschen im Ausland, wenn mal jemanden neues Büro gesucht hat.
00:08:20: Und der uns dann vorgeschleinert auch super das ist ein Großraumbüro da haben wir Parkplätze ist ein bisschen außerhalb von der Stadt.
00:08:27: Da haben
00:08:29: wir immer gesagt no way.
00:08:30: also es gibt beispielsweise hier in Düsseldorfer am Flughafen so Industrieentwicklung die würden uns überhaupt nicht reizen.
00:08:37: Wir finden das schön, wenn es auch Menschen gibt.
00:08:39: Du gehst da auch mittags mal hier einfach raus und hast um die Ecke viele Restaurants oder du setzt dich auf die Stufen am Rhein.
00:08:46: Finden wir besser!
00:08:46: Oder After Work Clubbing.
00:08:48: Das ist sehr nett.
00:08:52: Nicht für mich.
00:08:54: Natürlich
00:08:54: nicht.
00:08:56: Nein aber was die räumen, dass alle hier so außen rum sind.
00:09:00: Ganz ehrlich, wir wollen, dass sich die Leute austauschen.
00:09:03: gesprochen, dass viele die Mutterschutz oder wasken hinterher dann in der Nachbarfirma und das ist netter wenn sie da nicht völlig aus der Welt sind.
00:09:11: Es ist aber auch für uns gut, wenn wir mal ehrlich sind Wir machen sehr viel Management bei Working Ground ja ohne Agenda Ja und auch umgekehrt können auch zu uns immer kommen Und das natürlich auch netter.
00:09:26: Wenn du Das
00:09:26: ganz spannend hat mir letztens eine Mitarbeiterin Frau Hauf hatte gesagt Als sie neu zu Katjes kam, hat sie die Kampf von L'Oréal.
00:09:37: Sie war total überrascht wie viel schneller wir sind.
00:09:41: und dann habe ich gesagt ja was meinen sie damit?
00:09:44: Und er sagte Ja!
00:09:45: Ich hab gemerkt dass und das ist auch ein Thema was sehr für Teamoffice spricht hat vor Home Office.
00:09:52: Wir konnten einfach durch Walking around immer Entscheidungen treffen.
00:09:55: also hier ist es so Dass viele einfach wenn sie eine Entscheidung brauchen weiter in den nächsten Raum gehen und ein Gespräch führen.
00:10:03: Und dann wird weitergearbeitet, wohingegen bei L'Oréal ist einfach eine Konzern-Meetinglogik gab.
00:10:09: Einmal im Monat trifft sich das Team X Yphtland einmal in zwei Wochen und plötzlich sagte sie hier es war unglaublich weil wir kamen so schnell immer weiter.
00:10:20: Das deswegen da komme ich gerade zum thema management by walking around.
00:10:25: also ist nicht so dass wir jetzt pfeifen durch die Gegend gehen.
00:10:28: Dann ist es mehr.
00:10:30: das
00:10:30: Leute sind ja vorgewandt.
00:10:34: Nein, es ist irre schnelle Entscheidung durch diesen ständigen Kontakt und wir mögen auch nicht so sehr Meetings, um das aus nächstes vielleicht nochmal zu sagen.
00:10:43: Das ist auch ungewöhnlich ne?
00:10:44: Ja also
00:10:44: ich fand das schlimmste weil sich... Also ich möchte jetzt... Also ein Arbeitgeber von mir bei denen gab es dann Tische die man hoch- und runter machen können, weil die Meetings solange dauerten und damit man nicht nur sitzt sondern auch stehen kann.
00:10:54: Achso dass
00:10:55: man sie auch hinstellen
00:10:55: kann!
00:10:55: Und da sieht man ja schon was das für eine Meetingkultur ist.
00:10:58: Ich finde's schon viel besser wenn... Wenn man bei wichtigen Themen auch mal zusammensitzt aber sonst eher diejenigen Anruft und Entscheidungen trifft Bist
00:11:07: du einsam, trinkst du gerne Kaffee?
00:11:09: Mach ein Meeting.
00:11:12: Wir lieben Menschen, wir mögen den Austausch aber nicht einen Austausche, wo zehn Leute zusammensitzen und acht davon etwas anderes denken.
00:11:26: Das ist intensiver wenn man zu zweit oder zu dritt sitzt wie hier.
00:11:30: Wenn Sie Ihre Unternehmenskultur zusammenfassen würden was würden sie sagen, was gehört dazu?
00:11:37: Das wird ja hier philosophisch.
00:11:39: Mhm, aber ich wollte auch mal den Aspekt raus... Menschen
00:11:41: orientiert?
00:11:42: Ich glaube das kam immer wieder durch.
00:11:44: für uns sind alle Mitarbeiter wichtig.
00:11:47: dass ich weiß das klingt wie ne Floskel ist aber so.
00:11:50: und ich sage auch immer wenn ihr das Gefühl habt irgendwas stimmt hier nicht sagt's mir und dann stellen wir es auch um machen wir auch.
00:11:56: Wir versuchen alles dass Leute sich hier wohl fühlen.
00:11:59: Ja Und menschenorientiert heißt dann auch Thema Mutterschutz und so Dass das nicht nur so ein Gequatsche ist, wir sind Familienunternehmen.
00:12:09: Sondern dass wir ein Familienunternehm in jeder Hinsicht sind.
00:12:12: Wir sind Familien geführt und unterstützen Familienbildung.
00:12:17: Und wir möchten auch, dass die Mitarbeiter sich hier nach familiär ist vielleicht ein großes Wort aber jedenfalls... aufgehoben fühlen und nicht sagen, da muss ich morgen wieder auf Schicht.
00:12:30: Vielleicht ist Unternehmenskultur auch ein sehr old-schooly also sehr alter Begriff.
00:12:35: Also eher vielleicht so eine.
00:12:36: gibt es sowas wie ne Katjes DNA?
00:12:38: Kann man das vielleicht so vielleicht besser umschreiben?
00:12:42: War die schon ziemlich unternehmerisch.
00:12:44: Ja aber die trotz aller Unterschiede in den Marken, die einfach erkennbar isst.
00:12:51: Was uns stark unterscheidet ist, dass der einzelne Mitarbeiter sehr viel Verantwortung hat.
00:12:59: Also ja es ist so das wir in bestimmten Phasen dann auch mal ein Ja oder Nein geben aber zurzeit die unsere Mail sind nie... Wir kriegen nie eine Mail Wo irgendwie diskriptiv jemand was erzählt und nicht zu einer Entscheidung kommt, sondern wir kriegen an sich immer Mails wo jemand sagt das ist mein Vorschlag sind sie auch der Meinung.
00:13:18: Ansonsten
00:13:19: schreiben wir zurück was ist dein Vorschlag?
00:13:23: Und es gibt aber viele Bereiche wo der Mitarbeiter selbstständig Entscheidungen trifft.
00:13:27: beispielsweise hatten Sie mir ja gesagt dass sie den Stempel mit Linda bekommen haben, weil sie davon sprachen, dass ich früher im Kiosk den Linda ... die alles Sprüche kann.
00:13:39: Und ich glaube wir beiden wussten das gar nicht und Mitarbeiter fand das sympathisch und hat ihnen den Stämbel gemacht und geschickt.
00:13:44: Finde ich großartig!
00:13:46: Das hat mich unheimlich gefreut, weil es einfach genau diesen Punkt zeigt, die wissen wie wir denken.
00:13:51: und dann action.
00:13:53: ja und es gibt nicht dieses.
00:13:54: Ich muss jetzt einmal mehr fragen und dann dauert's wieder eine Woche bis ich den sehe.
00:13:59: Das glaube ich ist bei uns und das gefällt dem einen gut, aber man muss auch sagen es gibt auch Menschen denen das vielleicht nicht so gefällt.
00:14:06: Deswegen diese Kultur muss man mögen dass man selber regelmäßig entscheiden darf.
00:14:10: Und dass man auch selber aktiv wird und nicht darauf wartet, dass einer sagt pass mal auf mach mal!
00:14:16: Ja, aber das ist ja auch ein Vertrauensbeweis.
00:14:19: Das heißt wie viel Freiheit geben Sie Ihren Mitarbeitern?
00:14:24: Und auch vielleicht auf bestimmten Marken und wo ziehen sie Grenzen?
00:14:29: Ach, ich will das.
00:14:30: Ich glaube vielleicht kann man das so sagen die... Was man total unterschätzt ist wie viel Energie das dem Menschen gibt wenn sie gestalten dürfen?
00:14:39: Und ich glaube wieviel Energie dass den Menschen auch nimmt wenn Sie Teil eines Kursets sind wo irgendwann mal eine Entscheidung getroffen wird und da haben wir... ich glaube dadurch bleiben die Mitarbeiter auch so lange bei uns und ich glaube deswegen haben sie auch so viel Spaß weil Nichts ist doch schrecklicher als mit einem Pinsel von der Leinwand zu sein und man darf nicht malen.
00:15:03: Und irgendwann sagt einem, du darfst einen Strich ziehen bei uns.
00:15:06: Du kriegst die Farbe, du kriegste den Pinsel, du bekommst die Leinwand und aufgehst kann es sein dass wir nachher sagen naja jetzt übt noch einmal aber dieses Gestalten.
00:15:16: ich glaube hier hat der Großteil der Mitarbeiter in ganz kurzer Frequenz immer Ergebnisse
00:15:22: und deswegen sind sie zufrieden und deswegen müssen Sie eher weniger eingreifen oder sagen, nee so gar nicht.
00:15:29: Weil die Mitarbeiter quasi schon durch diese Freiheit irgendwie erzogen worden sind zu sagen...
00:15:34: Das passiert mehr würde ich sagen.
00:15:37: Oder?
00:15:38: Ja wir verzeihen Fehler das ist vielleicht wichtig.
00:15:41: Verzeihen ist fast so großes Wort.
00:15:43: Wir tolerieren Fehler Wenn was macht, macht Fehler.
00:15:48: Geht auch für uns!
00:15:49: Wir reden
00:15:50: nur nicht so drüber.
00:15:52: Tolerieren wir aber.
00:15:54: Und das ... Was wir nicht tolerieren ist Untätigkeit und das Gute ist dass wir als Firma ja in dadurch, dass wir so viele andere Firmen auch gekauft haben gar nicht mehr so abhängig sind von einem einzelnen Unternehmensteil.
00:16:10: unser Tisch Der lange Tisch steht auf mehr Füßen.
00:16:14: Und insofern können wir das noch eher auch tolerieren als wenn du jetzt, ich sag mal ... Wenn wir nur Lackritz machen würden?
00:16:22: Das wär schwieriger!
00:16:24: Aber
00:16:24: funktioniert dieses Brand-Campus-Modell was wir ja eben schon beschrieben haben, wenn noch viele weitere Marken dazu kommen oder... Was machen Sie, wenn hier einfach kein Platz mehr
00:16:34: ist?
00:16:35: Der Hafen wird nicht die Restriktion.
00:16:37: Das sind unsere Budgets dann vielleicht für Zukäufe.
00:16:41: Es kommen auch nicht alle dazu.
00:16:43: Also so ein großer Laden wie Bogner der Blatt natürlich in München und zwar komplett... ein Laden mit zweihundert Millionen, warum sollen wir den jetzt ... die herholen?
00:16:55: Ja der passt auch gut nach München und zu Alpen.
00:16:58: Und die Leute da arbeiten gut und so.
00:17:01: oder Miss Honi werden wir natürlich nicht ausmachen.
00:17:03: Landwerk-Hol wäre ja bekloppt!
00:17:06: Ja und dann mit German Fashion hier anfangen.
00:17:09: Miss Honinautürme.
00:17:12: Anderes Pechsack muss sein.
00:17:14: Aber wo das?
00:17:17: die wesentlichen Firmen, die hier sind wie Böbchen oder Terramit oder man muss sich erst hin, natürlich Firmen die auch deutsche Firmen sind und wo die Kultur auch, wo das sich befruchtet.
00:17:27: Und es sind zum Teil auch ihre kleine Firmen wie z.B.
00:17:30: Jokolade für die das anregend ist wenn sie in einem größeren Schiff fänden.
00:17:35: Da sind wir nicht so strikt.
00:17:36: ja aber es hat sich über die Zeit ergeben und es hat uns schön ergeben, wie man annimmt, dass es nicht nur die Tische länger werden sondern auch die Kochter für die größer werden.
00:17:46: Das ist wirklich ein echt hartes Bild!
00:17:49: Wenn jede Marke so eigenständig arbeiten darf, wie verhindern Sie das sich die Teams zu weit voneinander entfernen?
00:17:57: Muss man auch darauf achten?
00:18:00: Nee.
00:18:01: Die Teams müssen sich nicht voneinanderempfern.
00:18:04: Die bringen wir hier zusammen.
00:18:05: und ich hatte es ja schon gesagt Das bezieht sich nicht nur aufs Essen.
00:18:08: Wir machen auch viele Veranstaltungen hier Wir machen hier Lunch and Learn und AI-Schulung.
00:18:14: Und so, zweimal dann für alle!
00:18:16: Aber das ist
00:18:18: der Spirit überall wie sonst schon.
00:18:20: Was ich früher schon sagte jetzt im Sommer noch mehr wir machen auch tolle Partys aber keine komplizierten Partys ja?
00:18:27: Wir haben da drüben eben auch so ein Büro das hat eine große Dachterrasse mitten am Hafen.
00:18:33: Da kommt der Carlo wieder mit kleinen Spießchen.
00:18:35: Ach, das war da bei Büppchen, wo wir die aufgenommen haben?
00:18:38: Dann Musik da draußen und gucken dem der Sonne beim Untergehen im Rhein zu.
00:18:44: Die Flasche sind in so einem Zuber und wer kommt.
00:18:48: und das Schöne ist es muss auch so sein dass Leute auch unpeinlich nicht dabei sein können oder früher gehen.
00:18:55: dann ist es gut damit's nicht so eine Firmenveranstaltung.
00:19:00: Nein, das ist absolut klar!
00:19:03: Was passiert aber wenn eine Marke sich strategisch quasi anders aufstellen möchte?
00:19:10: Was sozusagen nicht mehr insgesamt in die Gesamtgruppe passt, passiert sowas?
00:19:14: Geht nicht.
00:19:17: Ist noch nicht vorgekommen.
00:19:19: Ich glaube es hat zwei Gründe.
00:19:20: als erste ist also für sich sind die Marken ja alle sehr unterschiedlich positioniert und haben eine eigene DNA So, und die ist einmal definiert.
00:19:29: Und in diesen, sagen wir mal mit den Leitplanken wird die Marke natürlich geführt.
00:19:35: Da sind wir alle vier Wochen oder alle acht Wochen je nach Marke auch persönlich involviert.
00:19:42: Das heißt wenn jemand da Blödsinn machen will das kann ja passieren.
00:19:46: Also jemand sagt zu Katjes wird es jetzt immer richtig... Toll passen, dass wir jetzt in die Formel eins einsteigen.
00:19:53: Dann wird man sagen gut dann klärt doch nochmal warum.
00:19:58: Vorsichtig gefragt!
00:20:01: Das wäre
00:20:02: real nicht so vorsichtig.
00:20:04: Nein das wäre das eine.
00:20:06: und ich glaube das zweite ist, dass die meisten hier sind oder andersrum.
00:20:12: Ich glaube was auch noch bereichert Die wechseln ja alle zwischen den Marken.
00:20:16: Also das heißt, diese Kultur ist gar nicht jetzt eine Katjeskultur oder eine Bübchen-Kultur sondern jemand der vorher bei Katjes gearbeitet, arbeitet heute bei Bübchern und wer bei Bübschern arbeitet, arbeitet morgen bei WIG.
00:20:26: Das ist auch für die Mitarbeiter zum Teil spannend.
00:20:28: wenn sie Karrieren machen wollen und vor ihm sitzt jemand dann geht es halt mal zu einer anderen Marke und ... würde ich sagen bereichert die meisten.
00:20:36: Gibt es tatsächlich auch Beispiele bei denen eine Marke innerhalb der Gruppe auch die andere inspiriert hat?
00:20:42: Gibt's das immer mal wieder?
00:20:44: Eher weniger.
00:20:45: Bei Thema Medienkarte ist es schwierig.
00:20:47: Nein, wir versuchen eher dass die Macken sich möglichst deutlich unterscheiden.
00:20:53: Wir definieren das machen wir wenn wir auch eine Firma übernehmen.
00:20:58: eben was ist das Herzstück?
00:21:01: Was ist die Spieleidee?
00:21:02: Wir nennen das immer gerne Spielidee.
00:21:03: erst mal raus eine Idee wo sich die Macke eben unterscheidet, Vegan oder Sonifehende oder weiß ich was.
00:21:10: Und dann darf da gerne mit spielerisch umgegangen werden, nicht so ganz strikt und Marketing im Tunnel.
00:21:19: Aber die sollen sich immer erkennbar bleiben wie Menschen auch.
00:21:24: Wir haben schon mal über Diversity geredet.
00:21:26: wir wollen nicht Einheitsmenschen und wir wollen kein Markenbrei!
00:21:30: Ja?
00:21:32: Und viele Marken verlieren sich im Allerlei.
00:21:35: Gucken nach links, rechts, Marktführern und so... Auch wenn wir uns zum Beispiel fragen, Wettbewerb ... Wenn es das schon gibt und ein anderer macht dann ist das schon mal nix für uns.
00:21:46: Während in vielen Firmen auch die wir übernehmen, dass es ja so ... Die gucken erst mal was es woanders gibt und dann machen wir's so'n bisschen anders!
00:21:55: Interessiert sie nicht.
00:21:56: Das machen wir gar nicht.
00:21:59: Vielleicht kann man auch das sagen, wenn du ein Markenunternehmen bist.
00:22:06: Bist du ja auch nur in deiner einen Marke.
00:22:08: also insofern sie haben vielleicht recht inspirier nicht im Sinne von dass die eine Marke das macht was die andere macht.
00:22:15: aber ich glaube schon hier ist es das natürlich man gegenseitig sieht was man macht und wie cool die Sachen sind die man macht
00:22:21: Und dass das vielleicht
00:22:24: eher ansteckt.
00:22:25: Ich finde manchmal sieht man eine Marke macht besonders gut, zum Beispiel im Online Shop und dann sagt die andere Marke um Schitte da bin ich ein bisschen schritt zurück, da müssen wir jetzt auch mal rein oder der eine macht schon mehr mit AI oder KI?
00:22:40: Insofern würde ich sagen es befruchtet sich nicht, dass eine Marcke inhaltlich die anderen befrutet sondern so ein bisschen diese...
00:22:49: Aber ich kann ein konkretes Beispiel nehmen.
00:22:51: Das wissen die meisten nicht, aber Bübchen stellen natürlich.
00:22:55: Bübchensuper sanfte Babypflege her und das zweitgrößte inzwischen ist schon ... Die Body Care von Shirei David.
00:23:05: Ein anderes Segment völlig anders positioniert Gott sei Dank, mit einer ähnlichen Ausrichtung bei den Inhaltsstoffen.
00:23:12: Wir haben ja gerade mit Sharon Beauty bei Ökotest gewonnen oder ein Segel bekommen.
00:23:19: Zweimal
00:23:19: schon!
00:23:20: Ja das heißt da ist eine Inspiration auf der Herstellungsweise.
00:23:25: Aber die Marke würde nicht drauf kommen dass Bübchen und Sharon Damon gleich im Fabrik sind.
00:23:30: Da bin
00:23:30: ich jetzt auch oft darauf angesprochen worden.
00:23:33: Gibt es bei Katjes einen Ort, wo Sie sagen das ist der inspirierendste Ort für mich hier?
00:23:39: Der eigene Urlaub wahrscheinlich.
00:23:41: Da hat man viel zu viel Zeit und dann kommt man meistens mit viel mehr Ideen zurück als aus der Mitarbeiter sich wünscht.
00:23:49: Nee ich würd's... Die
00:23:50: Reisen!
00:23:51: Ja reisen.
00:23:53: Die Reisung ist gerade zur Tochterunternehmen.
00:23:55: wir waren grade letzte Woche in London Und wenn man da, da haben wir mehrere Marken ja gesehen Also eigene Marken.
00:24:05: Jetzt müssen unsere Bäder renoviert werden?
00:24:07: Ja, genau!
00:24:09: Weil die Bäder waren schicker und auch peppiger und moderner in den englischen Büros.
00:24:15: Das klingt
00:24:15: komisch für die meisten aber es ist uns so wichtig dass das nicht so ein Nullachtfünfzehn Waschräume sind und da gehen wir jetzt richtig hinterher.
00:24:25: Hätte ich jetzt nicht gelöht.
00:24:27: Drüben
00:24:27: kommt natürlich Überraschung, Sie kennen die bescheidenen Waschräume da drüben?
00:24:32: Ja!
00:24:33: Die pimpen wir jetzt richtig auf, da kommt Missoni Kasa
00:24:35: rein.
00:24:36: Nein!
00:24:37: Also ich darf mir auf Zitzerkacheln freuen oder was?
00:24:40: Okay, diese vielleicht nochmal zum Abschluss... Gibt es dann auch so eine Gefahr oder haben sie das manchmal, dass die denken oh Gott wenn wir jetzt noch mehr wachsen.
00:24:49: Dann werden mir vielleicht eher zum Konzern und weniger Familien unternehmen?
00:24:53: Gibt's euch Gedanken?
00:24:54: oder haben Sie das Gefühl...
00:24:55: Wenn das irgendeinem Zuhörer auffällt soll er uns Bescheid sagen.
00:24:58: Das ist das Einzelste was wir nicht wollen!
00:25:01: Also ich glaube besser kann man aufs Erfolge gar nicht rausgehen.
00:25:04: der Aufruf war da vielen Dank was ja passiert.
00:25:07: Tobias Bachmüller Schreibt uns Anregungen, Kritik.
00:25:11: Nehmen wir alles gerne!
00:25:12: Ihr könnt auch direkt unter die Spotify-Folge schreiben was euch aufgefallen ist welche Themen euch interessieren abonniert uns gerne empfiehlt uns gerne weiter und wenn sonst nichts ist sage ich wieder bis in zwei Wochen.
00:25:25: Katjes packt aus.
00:25:26: bis dahin
00:25:28: Danke
00:25:28: ja vielen
00:25:29: Dank.
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