Marketing beginnt in der Fabrik
Shownotes
„Marketing kann alles verkaufen, aber vielleicht nur ein einziges Mal.“
Während viele Unternehmen das Marketing als losgelöste Abteilung betrachten, setzt Katjes am Ursprung an: beim Produkt selbst. Ob Fruchtgummi ohne Gelatine, Bübchen-Pflege ohne Paraffine oder die einzigartige Web-Technik bei Missoni – der wahre Markenvorteil entsteht bereits an der Maschine. Wer ein Produkt schafft, das ein echtes Problem löst, braucht keine „Gimmicks“, um Kunden zu überzeugen.
In dieser Folge von Katjes packt aus sprechen Linda Zervakis, Bastian Fassin und Tobias Bachmüller über den Mut zur Differenzierung und die Freiheit des Familienunternehmens. Wir erfahren, warum Katjes 50 Jahre später als der Wettbewerb startete und trotzdem den Markt veränderte, wie man durch das Weglassen von Projekten Fokus gewinnt und warum KI in der Fabrik heute die Kreativität von morgen befeuert. Eine Episode über leidenschaftliche Produktentwicklung, klare Kante gegenüber Trends und die Überzeugung, dass man nur das verkaufen sollte, was man auch seinem besten Freund schenken würde.
Viel Spaß mit der Folge!
Produziert von Podstars by OMR.
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00:00:00: Jedes Produkt, was wir auf den Markt bringen muss ich meinem besten Freund mit Freude mitbringen.
00:00:06: Viele sehen uns deshalb so ein bisschen wie eine Trend-Agency und das ist Quatsch!
00:00:12: Erstmal musst du einen Produkt haben, was Bedürfnisse befriedigt oder Probleme löst.
00:00:17: Bestselling is by solving problems.
00:00:19: So
00:00:19: ein Aktivitätenbild vom Manager ja?
00:00:21: Ich muss viel tun und viel bewegen aber im Grunde Dinge nicht zu tun ist viel stärker Weil durch das Nicht-Tun hast du automatisch ein Fokus auf die Dinge, die wichtig sind.
00:00:33: Wir konzentrieren die Firmen dann immer auf genau diesen USP.
00:00:38: Das kann ich für jeden der übernommenden Produkte, die wir schon länger haben sofort in einem Wort sagen.
00:00:44: Manchmal braucht sogar zwei Worte.
00:00:46: Was es nicht braucht ist ein ganzes Chart mit dem meine Agentur nur verwirrt und den Verbraucher
00:00:52: auch.
00:01:06: Zwei Wochen sind schon wieder rum und deshalb wird es Zeit für eine neue Folge von Katjes Parkt aus.
00:01:11: Ich bin Linda Zabakis, heute sprechen wir über Marketing.
00:01:14: da denken die meisten wahrscheinlich an große Kampagnen Claims Werbebudget.
00:01:19: Bei Katjes ist es tatsächlich ein bisschen anders denn bei Katjes beginnt das alles bevor es das Produkt überhaupt gibt.
00:01:26: Warum die so denken?
00:01:28: Das kriegen wir in dieser Folge raus und deswegen freue ich mich auch heute wieder dass sie beide wieder da sind Bastian Fassin und Tobias Bachmüller die geschäftsführenden Gesellschaft.
00:01:36: Hallo!
00:01:36: Vielen Dank, hallo!
00:01:38: Ja warum ist der Spruch?
00:01:40: bei Ihnen?
00:01:41: heißt es Marketing beginnt in der Fabrik?
00:01:43: Was genau bedeutet das?
00:01:46: Erstmal ist das der Sprung mit dem ich immer meine Marketingpräsentation auf der Betriebsversammlung wo ja neunzig Prozent unserer Mitarbeiter in der fabrikarbeiten beginnen.
00:01:57: Das mache ich nicht aus Schmeichelei sondern aus Respekt.
00:02:00: Warum dieser Respekt?
00:02:02: Wir laufen sehr tief und ich weiß nicht, ob alle in unserer Zöhe auch so tief dran glauben wie wir.
00:02:08: Dass man als erstes mal ein Produkt haben muss was einen Vorteil bietet.
00:02:14: Kommt noch dazu für welche Ziehgruppe usw.
00:02:17: Aber dass eine tiefe Wahrheit in einem Produkt stecken muss.
00:02:20: bei uns ist das klar.
00:02:22: wir sind die erster und einzigen wo die ganze Fabrik für Fruchtgummi keine Gelatine also tierische Gelatinen benutzt Und wir haben ja inzwischen sehr viele Firmen übernommen und ich kann Ihnen bei hoffentlich fast allen sagen, wo der Unterschied schon im Produkt und damit in der Fabrik leh.
00:02:44: Und daraus kommt dann erst wie interagieren wir mit der Zielgruppe?
00:02:49: Und verkaufen wir das auch?
00:02:50: Entertaining!
00:02:50: Aber viele von Katjes – Sie haben das in der Intro so ein bisschen gesagt – verbinden das mit hoffentlich auch interessanten Kampagnen Und darüber geht uns manchmal ein bisschen verloren.
00:03:04: Die Tiefe wahr hat einen, die wir glauben.
00:03:06: also Produkt muss sich unterscheiden.
00:03:09: Okay aber das heißt Also ist es jetzt eher ein Vorteil oder eher ein Nachteil?
00:03:14: Natürlich Vorteil!
00:03:15: Inwiefern?
00:03:16: Das haben wir noch nicht ganz verstanden.
00:03:17: Es muss
00:03:17: sich Unterscheiden.
00:03:18: Wir müssen dann Angebot machen und Produkt machen was kein Wettbewerb hat so einfach ja Ich verstehe gar nicht, dass man anders denken kann im Marketing.
00:03:30: Wir haben ja nun viele Preise Marketing.
00:03:34: Aber viele sehen uns deshalb so ein bisschen wie eine Trend Agency und das ist Quatsch!
00:03:40: Erst mal musst du einen Produkt haben was Bedürfnisse befriedigt?
00:03:43: ... oder Probleme löst.
00:03:46: Bestselling ist bei Solving Problems, ja?
00:03:49: Das ist im Grunde... Und das kann nur mit dem Produkt sein und nicht mit der Kommunikation.
00:03:55: Die Kommunikations muss das gut verkaufen, muss Aufmerksamkeit erregen
00:03:59: usw.,
00:04:00: aber das andere muss tief da sein.
00:04:02: Ansonsten ist es ein Gimmick und das wollen wir nicht!
00:04:06: Wir wollen Marken die Haltekraft und das habe ich mal schon beim Finanzieren gesagt Konstantik cash flows generieren.
00:04:15: Was ändert sich denn für eine Marke, wenn das Marketing nicht erst am Ende steht?
00:04:20: Sondern quasi schon vorher passiert?
00:04:23: es gibt ja immer wieder den Satz in der Breite dass marketing kann alles verkaufen.
00:04:28: so ein bisschen fast ein bisschen vorwurfsvoll und ich glaube das ist absoluter quatsch.
00:04:32: was stimmt ist es marketing kann vielleicht einmalig alles verkaufen.
00:04:37: also ich kann irgendwie einen traum etablieren in der werbung und dann kommt zum kauf.
00:04:43: Aber wenn dann das Produkt nicht erfüllt, was in der Kommunikation kommuniziert wird, dann ist schlecht.
00:04:51: Also man stelle sich vor eine großartige Reise auf eine Insel die wunderbar blaues Wasser hat und man reist an und alles wird nicht erfült.
00:04:58: mit dem werde ich ja nie mehr in die Welt reißen.
00:05:00: Das
00:05:00: stimmt!
00:05:01: Und so ist es bei uns beim Produkt genauso.
00:05:03: Unser Produkt ist erstmal der Anfang muss das alles erfüllen, was wir nachher erzählen weil wenn das da nicht großartig schmeckt Und wenn das nicht in Anführungsstrichen, obwohl es vegan ist all das auch kann was ein Produkt.
00:05:15: Warum soll ich das dann noch mal kaufen?
00:05:17: Jetzt ist die zweite Frage warum ist es bei uns so tief?
00:05:20: also dass und jetzt glaube ich das ist gelegt worden ursprünglich von meinem Vater.
00:05:25: Ich würde sagen mein vater war Noch diese generationen.
00:05:29: ich würde sagen der hat das produkt viel mehr geliebt als das marketing.
00:05:33: vielleicht manchmal Ticken sogar zu weh.
00:05:36: nicht ehrlich bin Aber der hatte auch gar nicht so ein Interesse an Gewinn und Verlust, sondern er hat sein Produkt geliebt.
00:05:45: Und er hat in Grunde Tag-und Nacht an diesem Produkt gearbeitet.
00:05:49: Wenn ich ihn manchmal gefragt habe du gehst nicht selber zum Händler?
00:05:53: Du bist gar nicht gewinnt orientiert warum ist das so?
00:05:57: Dann sagt er ja wenn das Produkt großartig ist dann kommt der Rest!
00:06:01: Das ist ja quasi wie so ein USP, kann man sagen.
00:06:03: Das hat es schon immer bei Katties gegeben?
00:06:05: Absolut!
00:06:06: Also es gab nicht früher... Wir müssen irgendwie das Marketing groß denken sondern Hauptsache erst mal ein gutes Produkt hinter dem wir stehen und danach gucken wir weiter.
00:06:13: Ich sage das
00:06:13: immer wenn ich auch im Ausland, da gibt's auch Märkte wo ich die Marke noch erklären muss.
00:06:20: Wir sind in den Fruchtgummimarkt fünfzig Jahre später eingetreten als ein großer Wettbewerber.
00:06:25: von uns In der BWL-Welt gibt es diesen Satz First Mover Advantage.
00:06:29: Also, das ist einfach so.
00:06:30: Apple weil Sie das iPhone erfunden haben, haben einen Vorteil, weil sie als erstes den Standard gesetzt haben.
00:06:35: Wenn man fünfzig Jahre später kommt würde ich sagen, denen hat man nicht mehr.
00:06:38: Also muss man sich überlegen warum braucht es mich überhaupt?
00:06:40: Warum darf ich dann... Und unser erstes Ruchgummi, das denken viele aus der Neuzeit.
00:06:45: Unser erstes ruchgummis waren die Yogurt Gums.
00:06:49: und warum war das was Besonderes?
00:06:51: Es gab kein Fruchtgummy mit dieser Textur.
00:06:53: alle waren ja Gummi Gummi.
00:06:55: Unseres war da auch schon vegetarisch.
00:06:57: Es hatte die Textur eines Joghurtlöffels, also wenn man einen Löffeljoghort als so sollte an sich das Joggurtkampf sein.
00:07:03: deswegen ist es auch so schön soft und es gab das nicht in der ganzen Welt.
00:07:08: Es gab dieses Produkt nicht.
00:07:09: Auf der ganzen welt Gummivirma, Gummikolaflaschen, Gumibärchen, die gab's überall von tausend Anbietern Aber das gab es nicht.
00:07:17: Da ist ihr Vater draufgekommen?
00:07:19: Absolut!
00:07:20: Gab beispielsweise bei uns auch ein Artikel früher, also wirklich eine Anekdote aber ich find's trotzdem ganz süß.
00:07:25: Mein Vater hat gesagt, ich werde nie Gummibärchen herstellen, aber er hat mal Gummi-Pärchenhergestellt und das war so zwei in dieser anderen Wand die man drehen konnte.
00:07:34: Und es war ganz süss und es waren die Gummipärchen und ja ... Es ist bis in Anekdotisch aber ich finds ganz süess und daran sieht man aber wie tief dieser wilde zur Differenzierung war.
00:07:45: Wenn das Marketing früh involviert ist, wer sitzt dann bei der ersten Produktidee mit am Tisch alles?
00:07:52: Also die Produktentwicklung leite ich persönlich.
00:07:55: also ich bin alle vier Wochen mit einem Kreife sind so zu zehnt...
00:07:58: Das ist genetisch!
00:08:01: Ja wirklich, das ist kein
00:08:02: Witz, es klingt wie ein Witz aber
00:08:07: Genetisch.
00:08:07: Auf jeden Fall habe ich Freude an den Entwicklungen und es ist natürlich schon so dass Herr Bachmüller und sein Team im Marketing für Kattius dann Briefing geben.
00:08:15: Und wir das dann umsetzen, und versuchen da neue Ideen noch auf der Produktseite dazu zu bringen.
00:08:21: Aber ich meine man kann natürlich nicht Fruchtgummis verkaufen... wenn man sich nur für Autos interessiert.
00:08:27: Also, man muss schon das Produkt lieben.
00:08:29: Wir interessieren
00:08:30: uns beide nicht so für
00:08:32: Auto.
00:08:32: Der Fokus
00:08:33: hat sich woanders
00:08:34: hingesetzt.
00:08:35: Ich wäre eben auch kein deswegen kein guter Automobilist oder was war mich das einfach nicht interessiert.
00:08:40: aber Essen, Genuss... Das macht mir große Freude!
00:08:45: Wenn ich beispielsweise an einer neuen Textur arbeite ja wir haben ein Produkt Das hat so eine Cowbombon-Konsistenz.
00:08:57: Und da kann ich mich irre dran freuen, weil ich sage das gibt es bisher nicht als gegossenes Produkt.
00:09:02: alles ist nur dieser gleiche Kram.
00:09:04: ob sie jetzt ein Gummibärchen kohler flöten diese ganz immer so gelatine und hart.
00:09:08: aber wenn man dann plötzlich neue Texturen neu geschmeckt Kombination einfach nicht großartig.
00:09:14: Und
00:09:15: haben Sie so eine Art Rhythmus?
00:09:16: Also wenn sie länger was ... Nicht hergestellt haben, dass die dann so einen Reflex haben aus Muss mal wieder etwas Neues passieren oder es muss mal wieder was Neues geben?
00:09:23: Ja, wir haben in der Tendenz zu viele Ideen.
00:09:26: Zu ...
00:09:27: Ja ist so!
00:09:28: Wir haben
00:09:28: zu viel Ideen.
00:09:29: denn man muss ja sagen das die ... old saying wird in jeder Kunde sagen die Regale sind begrenzt.
00:09:36: Das heißt wir müssen da rauchen und einen Platz einnehmen.
00:09:42: vielleicht ein bisschen über unser Marktanteil liegt, aber nicht vor auf.
00:09:47: Und da muss man dann ja auch Sachen rausnehmen!
00:09:50: Wenn die Produktentwicklung und Marketing quasi auf dasselbe Konzept blicken... gibt es da dann auch Reibungspunkte?
00:09:58: Dass man sagt so ich will aber das eher.
00:10:01: und dann kommt das Marketing und dann geht's irgendwie nicht zusammen.
00:10:04: oder ist die Zusammenarbeit bei sich schon so gut und lange zusammenarbeiten?
00:10:08: Wir beide machen das jetzt ja zusammen seit zwanzig Jahren.
00:10:12: Ja, da ist eine gewisse Kooperationsbereitschaft von beiden Seiten.
00:10:19: Ich glaube es schwierig wird's ja in der Kommunikation immer wenn jemand trotz guter Argumente weiter für sein Argument kämpft und ich glaube da haben wir einen ganz guten Weg gefunden dass wir ehrlich gesagt relativ schnell nur hundertundatzig Grad Wendung machen können, wenn das andere Argument einfach besser ist.
00:10:38: Okay, das funktioniert.
00:10:39: also Sie... Ich glaube
00:10:40: sonst würde es nicht funktionieren.
00:10:41: Ja, das ist der Vorteil des eigentümergeführten Unternehmens dass man ja nicht und dass man nicht ausdrücklich ich war früher auch mal im Konzern da muss man ja viel auch so ein bisschen politisch denken und kann sich jetzt danach geben.
00:10:55: und sowas brauchen wir nicht.
00:10:57: Und deswegen gibt's auch so viele Mittelständler will die schnell entscheiden können Und sagen können, der Erfolg ist da.
00:11:03: Der Maßstab und nicht wie steh ich von meinem Chef oder von der Europazentrale oder sonst was dar?
00:11:10: Ja, und wie kann ich das in einem Reporting erklären?
00:11:13: Wir reporten so dass wir der eine zum anderen ins nächste Zimmer geht und drüber reden.
00:11:20: Das ist unser Reporting!
00:11:23: Jetzt gibts ja viele Unternehmen die denken quasi vom Konsumenten aus heißt es ja oft Was machen Sie konkret anders und woran erkennt man, dass das bei Ihnen kein Buzzword ist?
00:11:35: Wir denken auch von Konsumenten aus.
00:11:37: Unser Konsument sind Frauen zwischen neunzehnundneunvierzig und alle die sich da drüber auch noch aufführen.
00:11:45: Aber eben nicht Kinder sondern Frauen, die sich ernährungsbewusst ernähren und die nicht als einzige Süßware ausgerechnet mit Tirescher Gelatine zu sich nehmen wollen.
00:11:56: Zielgruppe, die hat sich auch seit sechzehn Jahren nicht verändert.
00:11:59: Punkt!
00:12:01: Das nächste ist aber was passt da rein?
00:12:03: und die Zeiten erinnern sich?
00:12:04: Und dann ist Adia Earth etwas zu verkaufen.
00:12:07: Dann macht man natürlich auch neue Impulse wie jetzt wir gerade Metall machen.
00:12:14: Warum passt das überhaupt rein?
00:12:16: Ist es ein immer größerer Bevölkerungsteil?
00:12:18: Wir machen das nicht um nur die AfD zu ärgern sondern wir machen das weil der Weg wenn man mal ohne schwanne Gelatine produziert bis zur Hallal-Zertifizierung, der ist eigentlich nicht kurz.
00:12:30: Es wäre einfach deppert, wenn man den nicht gehen würde!
00:12:34: Und das passt dann nach wie vor zur Zielgruppe, weil ... Das ist ja im Grunde sogar eine Rückversicherung.
00:12:40: Wenn ich weiß, dass auch die, die aus religiösen Gründen das nicht wollen, das zertifiziert genießen können, da weiß ich, da muss wohl was dran sein und muss wohl stimmen!
00:12:51: Denn generell gibt's ja so ein gewisses Misstrauenwerbung gegenüber.
00:12:55: Mhm.
00:12:56: Gab es denn aber umgekehrt auch mal Situationen in denen Sie vielleicht andere Sachen bevorzugt hätten?
00:13:03: Wo aber dann von Konsumentenseite aus eher klar war, die wollen das?
00:13:06: Also wo sie ihr Konzept umgestellt haben oder ... Das gab's so nicht.
00:13:11: Die Antwort ist kurz deswegen.
00:13:13: Was man unterschätzt, warum man auch für dieses Produkt kämmt.
00:13:18: Es gibt zwei Dinge.
00:13:19: Einmal Herr Bachmuller weiß dass ich sage jedes Produkt was wir auf den Markt bringen muss sich meinem besten Freund mit Freude mitbringen.
00:13:28: Wenn ich ein Produkt einführe was ich im grünen meinem besten freund nicht voller freude übergebe.
00:13:34: Was peinlich
00:13:35: ist ja,
00:13:35: weil es peinlig ist oder weiß der markt will darauf wollten sie auch so ein bisschen hinaus.
00:13:40: Nee das machen wir nicht.
00:13:41: und das ist vielleicht auch ein bisschen der luxus des Unternehmers kann man sagen dass man nicht jedem marktrend folgen will wenn es auch der eignen überzeugung nicht entspricht.
00:13:52: Und wir hatten das ja schon mal in einer anderen folge wo es sozusagen um trends geht sind die dann Weil sie gemerkt haben der Konsument möchte das sind Sie dann auch schon mal einem Trend hinterher gelaufen und gesagt, oh das müssen wir jetzt doch bringen weil einfach die Nachfrage da ist oder.
00:14:04: Ist einfach getreu.
00:14:05: ne wir machen dass wo hinter wir stehen und
00:14:08: ja ich glaube es ist so wie suchen vielleicht die Trends die uns gefallen.
00:14:12: okay
00:14:13: kann man so sagen.
00:14:14: also nehmen wir mal.
00:14:16: Man könnte hier auch ganz anders mal.
00:14:19: Protein und Gelatine und so weiter.
00:14:22: Könnte man ja sagen, machen wir da was aus der Gelatinen und dem Protein im Fleisch?
00:14:26: Und wir mache noch mehr Fleisch.
00:14:27: das wird uns einfach wieder streben.
00:14:30: Wir stehen und dass ist beim Unternehmer vielleicht der zweite Punkt.
00:14:33: Wir stehen auch persönlich für das Unternehmen.
00:14:38: Also ist das Produkt was wir verkaufen hat natürlich auch etwas mit uns als Persönlichkeit zu tun Auch wie wir in der Öffentlichkeit stehen Wie wir in einer Familie stehen.
00:14:47: Insofern sind wir da wahrscheinlich nicht immer, wie soll man sagen?
00:14:53: Das ist schon Teil unserer Persönlichkeit und daher...
00:14:56: Aber wahrscheinlich auch der Vorteil.
00:14:57: Die unternehmerische
00:14:58: Freiheit heißt auch, man hat die Freiheitssachen nicht zu machen.
00:15:01: Überraschung!
00:15:03: Ja,
00:15:03: aber das heißt nicht dass die ganze Welt so sein muss.
00:15:06: Wir haben die Freiheit das für uns nichts zu machen.
00:15:09: Und wenn ich dann drei Beispiele nehmen darf Katja ist klar mit dem Vegan Auch im Ausland machen wir alles vegan.
00:15:17: Wir haben weltweit das umgestellt, ganz klare Wahl.
00:15:20: Proteinen passen da nicht ganz rein, Collagen und so weiter.
00:15:24: Aber
00:15:25: auch jetzt in den anderen Bereichen – wir haben ja auch eine Firma die heißt Katjes Greenfood, die investiert also eher so in Start-ups, Ernährungsstart ups.
00:15:33: Daher gleich am Anfang welche?
00:15:35: Die Kampaleo, also Steinzeiternierung Und da ist viel Fleisch, viel Nüsse.
00:15:43: Mal abgesehen, falls die damalige Lebenserwartung in achtzehn Jahren war.
00:15:46: Da haben wir gefragt warum ... Warum denn nicht?
00:15:51: Das ist doch ein Hip und toller Trend!
00:15:53: Wir heißen Katja's Greenfield.
00:15:55: Da passt
00:15:56: es nicht so.
00:15:56: Es passt
00:15:57: Fleisch nicht super rein.
00:15:59: oder jetzt machen wir auch Luxury Brands.
00:16:02: Also Brands ist im Grunde das ... Verbinde-Element über all das, was wir tun.
00:16:07: Und die haben wir ja Katties Quiet Luxury gemacht.
00:16:10: im Grunde heißt es nur Logo und solche Firmen suchen wir uns also Bognom, Misoni passt genauer und anderes würden wir nicht machen.
00:16:19: Wir versuchen uns schon, wie Herr Fassin sagt, Trends die zu uns passen.
00:16:23: Also wir wollen jetzt auch nicht abseitige Ideen entwickeln aber in der Begrenzung liegt ja da auch eine Kraft.
00:16:32: Ja genau und darauf wollte ich hinaus ob es irgendwann mal Entwicklungen gab die sie unsicher gemacht haben oder gesagt haben Mensch das haben wir jetzt verpasst oder da hätten wir auch drauf reingehen können?
00:16:42: Oder dass dann eher weiterentwickelt?
00:16:45: Das ist wirklich kein Thema.
00:16:46: Ich glaube was ein Thema ist was Sie vorhin gesagt haben Total berechtigt.
00:16:49: Herr Bachmutter sagt, wir haben im Grunde zu viele Ideen und ich glaube das stimmt.
00:16:53: Und da ist er ja berechtig.
00:16:54: die Frage wie gehen sie denn damit um?
00:16:55: Also welche kommen denn durch und welche nicht?
00:16:58: Wir machen es ein bisschen wie die Bundesliga.
00:17:01: Die Champions League braucht man nicht überreden, die gibt's natürlich im Markt aber es gibt dann unten immer dieser Absteiger und da muss man einfach immer wieder rigoros abschneiden fällt uns beim eigenen Sortiment ein bisschen schwieriger natürlich, aber da tun wir es auch.
00:17:12: Weil da gibt's dann so eine Liste...
00:17:14: Wir sind ausverkauft.
00:17:16: Also vor allem wegen des internationalen Booms von Vegan und deswegen müssen wir das tun.
00:17:21: Dann streichen wir einfach unten.
00:17:22: und wenn wir drei neue einführende Deutschland, dann streichen mir meistens die drei Schwachen.
00:17:27: Das ist das Eine Und ich glaube dass zweite auch bei diesen vielen Ideen je älter man wird im Management und das bin ich ja leider mittlerweile auch.
00:17:35: Aus meiner Sicht.
00:17:38: Ich
00:17:38: würde sagen, ich glaube es ist eine ganz große Klasse beim Manager Dinge nicht zu tun.
00:17:45: Das widerspricht also die meisten Menschen haben das so.
00:17:48: dieses so ein Aktivitätenbild vom Manager Ja ich muss viel tun und viel bewegen aber in Grunde Dinge nicht zutun ist viel stärker.
00:17:57: Ja weil durch das nicht tun hast du automatisch mehr ein Fokus auf die Dinge, die wichtig sind.
00:18:03: Und zu sagen wir führen zehn neue Produkte aber die zehn Artikel so toll und die zehn Ideen so gut sind ist im Grunde viel schwächer als zu sagen.
00:18:12: Wir glauben an diese eine Idee und deswegen glaube ich dass gute Manager sich dadurch auszeichnen, Dinge wegzulassen.
00:18:21: Confectionery und vegan.
00:18:23: Und die einzige Fabrik, wo es gar keine Gelatine in der Vorkunkel gibt.
00:18:26: So aber wir sind ja auch inzwischen auch in andere Bereiche gegangen.
00:18:31: und also bübchen zum Beispiel für Kinder Bodycare und da setzen wir auf super sanft das bestimmt alles da Ja?
00:18:42: Die Zutaten, die Produktionsweise, die Verbogen Alles bestimmte Start.
00:18:48: Auch da beginnt bei Bühnchen beginnt das Marketing in der Fabrik.
00:18:54: Eigentlich sogar doch davor, im Einkauf nämlich!
00:18:57: Wir haben zum Beispiel keine Parafine bei Bübchen drin.
00:18:59: Parafin kennen sie als Teeleuchten?
00:19:02: Ich nenne keine Namen, aber ...
00:19:04: Nee, ich sage mal.
00:19:05: Das ist lustig.
00:19:06: Der blaue Nivea-Port hat auch die Form eines Tee-Lichtes, nur ein bisschen größer.
00:19:11: Weil das gleiche drinnen
00:19:12: ist?
00:19:14: Schön, umstehen kleiner Kick zu sein.
00:19:16: Oder
00:19:16: wollen wir jetzt hier unseren neuen Luxurybrands nehmen.
00:19:20: Also Miss Honi machen sogar ihre Stoffe selber mit Spezialmaschinen!
00:19:27: Alle denken, aha es ist nur bunt und zickzackt.
00:19:30: Ja, aber in der Fabrik beginnt das bereits.
00:19:34: Miss Huni denken alle Fancy Brand Italien Sunshine Bund und so weiter.
00:19:39: wenn man in der fabrik sieht kennt man dass.
00:19:42: erst mal eine Produktions Story und eine Uniknes Story Und da geht uns das Herz auf.
00:19:47: was
00:19:47: verbindet was wir da sagen?
00:19:49: es ist im Grunde bei jedem Unternehmen Es beginnt beim Produkt.
00:19:53: Ja, Bognor kann man dasselbe.
00:19:55: mich hat es total begeistert als mir diese Bognohose erläutert wurde und bei der Darmschiehose dargestellt wo das ein großes Thema für die Damen ist, dass sie im Schnee immer einen nassen Hintern bekommen.
00:20:06: und deswegen Bognar als einer der wenigen genau in diesem Bereich wo es gefährlich sein könnte extra was eingearbeitet hat.
00:20:13: Das heißt man sitzt im Schneee und kriegt keinen... Also eine ist ja nass und danach wird's ja kalt Finde ich großartig.
00:20:19: Jetzt sind das natürlich, da sagen sie ja es ist eine Kleinigkeit klar der einer hat's aber in der Hose der andere nicht.
00:20:24: okay dass ist die Gelantin über ihn ist die Torchlerhose bei uns
00:20:28: und weitere Details aber nur so ein.
00:20:30: Aber wenn wenn das alles tatsächlich ja so vom Herzen kommt wo ist ihnen dann das Herz gebrochen?
00:20:35: als weil Sie vorhin gesagt haben Sie müssen dann unten streichen.
00:20:39: Gibt es einen Produkt wo sie gesagt haben boah Das
00:20:44: ist wirklich schwer gefallen Wir streichen einzelne Produkte oder Geschmacksrichtungen, wir streichen aber nicht.
00:20:59: eben usps.
00:21:01: also darüber reden wir ja wenn wir sagen marketing beginnt in der fabrik.
00:21:04: letztendlich heißt das nichts anderes zu brauchten usp.
00:21:08: So und die streichen mir nicht.
00:21:10: im gegenteil, wenn wir übernehmen öfter firmen also so ein schnitt einmal im jahr eine.
00:21:17: Wir konzentrieren die firmen dann immer auf genau diesen usb.
00:21:22: Ja und dass kann ich für jeden der übernommene Produkte, die wir schon länger haben sofort in einem Wort sagen.
00:21:31: Manchmal braucht's sogar zwei Worte was es nicht braucht.
00:21:34: ein ganzes Chart mit dem man eine Agentur nur verwirrt.
00:21:37: ja und den Verbraucher auch.
00:21:39: das ist ja was Albert Einstein gesagt.
00:21:41: er wäre es nicht einfach sagen kann halt selbst nicht verstanden.
00:21:44: und dass is leider in vielen Firmen so sage ich jetzt nicht über unsere sondern über die die wir übernehmen.
00:21:51: Die sind gut gemanagt und so weiter kommen aber nicht vom da, weil sie sich nicht konzentrieren können.
00:21:57: Das heißt ... Sie werden auch in Zukunft so weitermachen?
00:22:00: Obwohl ja durch KI und wie sich die ganzen Abläufe ja inzwischen alle verändert haben.
00:22:05: Glauben Sie das ihr das so weiterhin auch in der Zukunft durchführen könnt?
00:22:09: Was spielt das?
00:22:10: Also
00:22:11: die Produktentwicklung also dass es weiterhin so ist, dass erstes Produkt an vorderster Front steht und dann das Marketing quasi.
00:22:17: Also ich finde das schließt sich nicht aus im Gegenteil, also ich kann Ihnen ein Beispiel bringen.
00:22:20: Ich habe gerade für KI gesehen wie in der Mode-Welt man im Grunde eine Richtung gibt und dann die KI aus den Schnitten der Vergangenheit... ...Schnitte der Zukunft in thirty-fünfunddreißig whatever Variationen bringt.
00:22:39: Und der alte Designer der da stand und gesagt hat naja jetzt mache ich es mal hier ein bisschen krumm und da ein bisschen schräg hat plötzlich eine Wand voll mit Ideen, wo er sagt boah das sieht geil aus wäre ich gar nicht drauf gekommen.
00:22:50: also schließt sich nicht aus.
00:22:51: Ich glaube im Gegenteil es gibt sogar... Das ist bei KI finde ich das Überraschende dass die Kreativität wo wir alle dachten da wird KI viel weniger bringen.
00:23:01: aber jetzt schauen wir uns das mal an wie viele Werbe kann man in den Werbeplakate Produktideen?
00:23:05: Glaube eine gestützte Kreativity bei der man nachher dann auswählt, ist großartig
00:23:11: fürs Produkt.
00:23:11: Und es ist fast so hart zu sagen ... Der Titel beginnt in der Fabrik.
00:23:16: Das haben wir so hart gesagt damit's auch klar wird.
00:23:19: Weil die meisten denken das eine ist ne eine Welt und das andere is nane.
00:23:23: Es gibt ne Wechselbeziehung!
00:23:24: Das ist so wie wenn ich Auto fahre ja?
00:23:26: Ich fahr mit Gas und Bremse und wir fahren mit Fabrik.
00:23:31: und wer besser vergessen viele und viele denken auch ist es das Produkt oder die Werbung?
00:23:39: Die Wahrheit ist, dazwischen man fährt besser mit Beiben und bachtet beides.
00:23:46: Und so machen wir Marketing.
00:23:48: Was sind unsere technischen Möglichkeiten?
00:23:50: Was ist das was der Konsument interessiert oder die möglichst große Zielgruppe interessiert?
00:23:57: Dann versuchen wir ein tolles Produkt zu entwickeln und das dann hoffentlich unterhaltsam auch zu verkaufen.
00:24:03: Ich glaube damit ist auch die Folge ganz gut zusammengefasst.
00:24:06: insofern würde ich sagen bessere Schlusswort Kann man für diese Folge gar nicht haben.
00:24:10: Marketing beginnt in der Fabrik, haben wir heute gelernt.
00:24:13: Vielen Dank, Bastian Fassin und Tobias Bachmüller!
00:24:16: Danke auch an euch fürs Zuhören und wie immer der Hinweis.
00:24:20: Wir freuen uns über jeden Kommentar gerne bei Spotify das sehen wir was ihr da drunter schreibt wenn ihr Kritik habt.
00:24:27: genauso abonniert uns gerne empfehlt uns gerne weiter schreibt mir über meine Social Media Kanäle sind wir sehr dankbar für und dann würde ich sagen hören wir uns in zwei Wochen wieder bei Katjes Pack aus.
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